Vuelta a España 2021 - 10. Etappe

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Storer siegt erneut, Roglic attackiert und stürzt

Michael Storer (DSM) gelang auf der 10. Etappe der Vuelta a España 2021 ein weiterer Solosieg, wieder stammend aus einer riesigen Fluchtgruppe. Der 24-jährige Australier setzte sich 19 Kilometer vorm dem Ziel in Szene am einzigen Anstieg des Tages, der sich immer steiler werdend bis zur kurz vor die 16-Kilometer-Marke zog. Über 12 Minuten hinter den Ausreißern attackierte dort Primoz Roglic (Jumbo) im Roten Trikot überraschend aus dem Hauptfeld heraus und fuhr am Berg 20 Sekunden auf Mas, Lopez (beide Movistar) und Haig (Bahrain) heraus – und auf alle anderen noch mehr! In der Abfahrt jedoch stürzte der Gesamtführende und setzte das Rennen in einer Gruppe mit den 3 Verfolgern fort. Das Rote Trikot allerdings gab er einmal mehr kalkuliert ab.

Odd Christian Eiking (Intermarché) durfte sich das Rote Trikot durch seine Präsenz in der Fluchtgruppe überstreifen. Er kam 22 Sekunden hinter dem Tagessieger Storer am Ende einer ersten 4-köpfigen Verfolgergruppe ins Ziel. Aus dieser heraus sprintete Mauri Vansevenant (Deceuninck) auf den 2. Platz vor Clément Champoussin (AG2R) und Dylan van Baarle (Ineos). Mit knapp 12 Minuten Rückstand erreichten Roglic, Enric Mas, Miguel Angel Lopez, Jack Haig sowie die bergab zugestoßenen Kuss (Jumbo), Großschartner (Bora) und Wlasow (Astana) das Ziel in Rincón de la Victoria. Damit holten diese 7 Fahrer 37 Sekunden auf die nächste Gruppe um die geschlagenen Egan Bernal und Adam Yates (beide Ineos) heraus.

 

Ergebnis
 1. Michael Storer (AUS)       - DSM                      4:09:21
 2. Mauri Vansevenant (BEL)    - Deceuninck-Quick Step      +0:22
 3. Clément Champoussin (FRA)  - AG2R-Citroën              alle
 4. Dylan van Baarle (NED)     - Ineos Grenadiers         gleiche
 5. Odd Christian Eiking (NOR) - Intermarché-Wanty         Zeit
 6. Jhonatan Narváez (ECU)     - Ineos Grenadiers           +0:51
 7. Nick Schultz (AUS)         - BikeExchange
 8. Geoffrey Bouchard (FRA)    - AG2R-Citroën              alle
 9. Lilian Calmejane (FRA)     - AG2R-Citroën
10. Kenny Elissonde (FRA)      - Trek-Segafredo           gleiche
11. Julen Amezqueta (ESP)      - Caja Rural-Seguros RGA
12. Guillaume Martin (FRA)     - Cofidis                   Zeit
13. Matteo Trentin (ITA)       - UAE-Emirates               +1:32
14. Floris de Tier (BEL)       - Alpecin-Fenix            gl.Zeit
15. Olivier Le Gac (FRA)       - Groupama-FDJ               +2:20
...
32. Alexander Wlasow (RUS)     - Astana-Premier Tech       +11:49
33. Miguel Angel Lopez (COL)   - Movistar
34. Sepp Kuss (USA)            - Jumbo-Visma
35. Jack Haig (AUS)            - Bahrain Victorious
36. Enric Mas (ESP)            - Movistar                  alle
37. Primoz Roglic (SLO)        - Jumbo-Visma              gleiche
38. Felix Großschartner (AUT)  - Bora-Hansgrohe            Zeit
39. Rafal Majka (POL)          - UAE-Emirates              +12:26
40. David de la Cruz (ESP)     - UAE-Emirates
41. Gino Mäder (SUI)           - Bahrain Victorious
42. Adam Yates (GBR)           - Ineos Grenadiers
43. Egan Bernal (COL)          - Ineos Grenadiers
44. Wout Poels (NED)           - Bahrain Victorious        alle
45. Fabio Aru (ITA)            - Qhubeka-Nexthash         gleiche
46. Louis Meintjes (RSA)       - Intermarché-Wanty         Zeit
47. Giulio Ciccone (ITA)       - Trek-Segafredo            +13:03
67. Damiano Caruso (ITA)       - Bahrain Victorious        +19:04
- 171 Fahrer klassiert.

 

Außer Eiking in der Verlosung ums Rote Trikot war außerdem Guillaume Martin (Cofidis). Die beiden lagen vor der 10. Etappe 9:10 und 9:39 Minuten hinter dem Gesamtführenden Roglic, dessen kalkulierter Verlust des Roten Trikots schon vor Attacke und anschließenden Sturz praktisch festgestanden hatte. Martin kam in einer Gruppe 29 Sekunden hinter Eiking ins Ziel, so dass sich der Abstand zwischen beiden vergrößerte und Eiking die Führung übernahm – 58 Sekunden vor Martin und 2:17 Minuten vor Roglic.

 

Gesamtwertung
 1. Odd Christian Eiking (NOR) - Intermarché-Wanty       38:37:46
 2. Guillaume Martin (FRA)     - Cofidis                    +0:58
 3. Primoz Roglic (SLO)        - Jumbo-Visma                +2:17
 4. Enric Mas (ESP)            - Movistar                   +2:45
 5. Miguel Angel Lopez (COL)   - Movistar                   +3:38
 6. Jack Haig (AUS)            - Bahrain Victorious         +3:59
 7. Egan Bernal (COL)          - Ineos Grenadiers           +4:46
 8. Sepp Kuss (USA)            - Jumbo-Visma                +4:57
 9. Adam Yates (GBR)           - Ineos Grenadiers           +5:01
10. Felix Großschartner (AUT)  - Bora-Hansgrohe             +5:42
11. Giulio Ciccone (ITA)       - Trek-Segafredo             +6:10
12. Alexander Wlasow (RUS)     - Astana-Premier Tech        +6:12
13. David de la Cruz (ESP)     - UAE-Emirates               +6:49
14. Gino Mäder (SUI)           - Bahrain Victorious         +6:54
15. Louis Meintjes (RSA)       - Intermarché-Wanty          +6:59
16. Fabio Aru (ITA)            - Qhubeka-Nexthash           +7:30
17. Juan Pedro Lopez (ESP)     - Trek-Segafredo             +9:23
18. Jan Polanc (SLO)           - UAE-Emirates              +11:11
19. Steven Kruijswijk (NED)    - Jumbo-Visma               +14:55
20. Damiano Caruso (ITA)       - Bahrain Victorious        +15:07
...
34. Michael Storer (AUS)       - DSM                       +34:17

 

Ein heißer Tanz war es in der ersten Hälfte der 10. Etappe, um in der Flucht des Tages vertreten zu sein, die dann sehr wahrscheinlich um den Tagessieg fahren würde. Über 80 Kilometer dauerte es, bis sich dann gleich 31 Fahrer absetzten – und zwar so deutlich, dass es zwischen Eiking und Martin außerdem ums Rote Trikot ging. Alle 31 Namen: Bouchard, Calmejane, Champoussin (AG2R), de Tier (Alpecin), Aranburu, Sanchez (beide Astana), Benedetti, Schachmann (beide Bora), Lastra, Amezqueta (beide Caja Rural), Martin, Herrada (beide Cofidis), Vansevenant (Deceuninck), Azparren (Euskaltel), Camargo, Craddock, Keukeleire (alle EF), Le Gac (Groupama), van Baarle, Narváez (beide Ineos), Eiking (Intermarché), Vermeersch (Lotto), Howson, Schultz (beide BikeExchange), Arensmann, Storer, Tusveld (alle DSM), Elissonde (Trek), Oliveira und Trentin (beide UAE).

Im Finale ging es hoch zum Puerto de Almáchar um den Etappensieg, den sich Storer krallte, und um überraschend auch um weitere Zeitabstände unter den Klassementbesten. Hinter dem allein attackierenden Roglic bildete sich eine Verfolgergruppe mit den im Gesamtklassement direkt hinter ihm platzierten Mas, Lopez und Haig. Anfänglich war auch Kuss bei diesen 3 Verfolgern dabei. In der Abfahrt stürzte Roglic in einer Rechtskurve und sprang wieder exakt vor den 3 Verfolgern aufs Rad. Wenig später geschah der Zusammenschluss mit Kuss, Großschartner und Wlasow, wohingegen in der nächsten Gruppe Giro-Sieger Bernal eine weitere Niederlage einstecken musste.


Vorschau auf diese Etappe: Die 10. Etappe der Vuelta 2021 führt fast komplett in westlicher Richtung an der andalusischen Mittelmeerküste entlang. Doch innerhalb der letzten 40 Kilometer biegt die Strecke ins Landesinnere ab, um den 10,9 Kilometer langen und durchschnittlich 4,9 % steilen Anstieg zum Puerto de Almáchar mitzunehmen, der 15,1 Kilometer vorm Ziel erreicht ist. Dieses liegt nach der Abfahrt wieder unten am Mittelmeer in Rincón de la Victoria.

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Vuelta a España 2021
10. Etappe (189,0km)
von Roquetas de Mar 12:45
nach Rincón de la Victoria 17:30

S -km39 16:30 Torre del Mar
2 / B -km16 17:05 Puerto de Almáchar

Etappensieg:
Michael Storer (AUS)

Rotes Trikot:
Odd Christian Eiking (NOR)

Grünes Trikot:
Fabio Jakobsen (NED)

Bergtrikot:
Damiano Caruso (ITA)

Jungprofi-Trikot:
Egan Bernal (COL)

Teamwertung:
Ineos Grenadiers

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