Vuelta a España 2019 - Favoriten

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Roglic und Kruijswijk als logische Favoriten

Bei der Vuelta 2019 treffen der Giro-Dritte und der Tour-Dritte aufeinander – und beide fahren im selben Team: Primoz Roglic und Steven Kruijswijk (Jumbo). Als Herausforderer um Gesamtsieg und weitere Podestplatzierungen sind 3 weitere Team-Duos zu nennen. Miguel Angel Lopez nach verpatztem Giro (nur 7. Platz), gemeinsam mit Jakob Fuglsang (Astana) nach ebenso enttäuschender Tour de France, werden die größten Chancen zugerechnet. Ebenfalls auf dem Papier haben muss man Nairo Quintana und Alejandro Valverde (Movistar) nach ihren Plätzen 8 und 9 bei der Tour de France. Schon eher ungewiss sind die Aussichten für Tao Geoghegan Hart (Sky), der beim Giro noch nichts zeigen konnte, und seinem Teamkollegen Wout Poels, der sich sonst als Edelhelfer verdingt.

Der große Durchbruch bei seiner ersten großen dreiwöchigen Rundfahrt ist Tadej Pogacar (UAE) zuzutrauen. Er hat zudem mit Fabio Aru den Vuelta-Sieger von 2015 im Team, der sich langsam wieder auf dem Weg nach oben befindet, zuletzt mit einem 14. Platz bei der Tour de France. Besser war dort Rigoberto Uran (EF) mit einem 7. Platz, weswegen man ihn eigentlich als ersten Herausforderer für Roglic und Kruijswijk nennen müsste. Und beim Giro war Rafal Majka (Bora) einen Platz besser als Lopez. Er gehört also ebenfalls auf den Zettel für die vorderen Top-Ten. Urans Teamkollege Hugh Carthy bewies beim Giro mit dem 11. Platz, dass er Top-Ten-Potenzial hat. Für Sergio Higuita (auch EF) gilt Gleiches wie für Pogacar.

Auf wahlweise einen zweiten Frühling oder aber die Rettung der Saison 2019 hoffen beispielsweise Esteban Chaves (Mitchelton), Louis Meintjes (Dimension Data), Pierre Latour (AG2R) und allen voran Wilco Kelderman (Sunweb), der in den letzten beiden Jahren die Vuelta auf den Plätzen 4 und 10 beendete. Insgesamt ist die Vuelta 2019 eher schwach besetzt, was aber einem spannenden Rennen nicht im Wege stehen muss.

Der Vuelta-Vorjahressieger Simon Yates (Mitchelton) fehlt ebenso wie Toursieger Egan Bernal (Ineos) und der Tour-Zweite Geraint Thomas (Ineos). Kurzfristig verletzt absagen musste Girosieger Richard Carapaz (Movistar). Der Giro-Zweite Vincenzo Nibali (Bahrain) fuhr wie Yates schon Giro plus Tour. Hinzu kommen die Langzeitverletzten Tom Dumoulin (Sunweb) und Chris Froome (Ineos), um nur die namhaftesten Abwesenden zu nennen.

Bennett und Gaviria für die Sprints

Massensprints gibt es bei der Vuelta 2019 je nach Prognose bis zu 8 (sehr unwahrscheinlich und nur für hügelfeste Sprinter) oder nur 3 (etwas realistischer). Entsprechend mager fällt die Auflistung der Weltklassesprinter aus, die an der Spanien-Rundfahrt 2019 teilnehmen. Sam Bennett (Bora) erhielt die Vuelta-Teilnahme als einen Trostpflaster-Saisonhöhepunkt, weil bei Giro und Tour die teaminterne Konkurrenz den Vorzug erhielt. Und Fernando Gaviria (UAE) fährt die Vuelta, weil er die Tour verletzt verpasste.

An das Format dieser beiden Sprinter reicht eigentlich nur Fabio Jakobsen (Deceuninck) heran, der sein Grand-Tour-Debüt gibt. Aufgrund der zuletzt gezeigten Form hat auch Luka Mezgec (Mitchelton) Siegchancen. Schon sehr optimal laufen müsste es dagegen bei Max Walscheid (Sunweb), Marc Sarreau (Groupama), Phil Bauhaus (Bahrain) oder John Degenkolb (Trek). Es gibt genügend weitere endschnelle Fahrer bei der Vuelta 2019, die aufgrund der überschaubaren Konkurrenz ihr Glück versuchen werden. Aber zumindest gegen Bennett, Gaviria und Jakobsen wird es nicht reichen.

► Startliste der Vuelta 2019

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