Tour de Romandie 2024

(SUI/2.UWT) - Siegerliste Tour de Romandie

 

Et. Startort        Zielort           km   Etappensieger     Leader
 0. Payerne         Payerne            2*  Maikel Zijlaard   Maikel Zijlaard
 1. Château d’Oex   Freiburg         166   Dorian Godon      Dorian Godon
 2. Freiburg        Les Marécottes   171   Thibau Nys        Thibau Nys
 3. Oron            Oron              16*  Brandon McNulty   Juan Ayuso
 4. Saillon         Leysin           159   Richard Carapaz   Carlos Rodriguez
 5. Vernier         Vernier          151   Dorian Godon      Carlos Rodriguez
*) Einzelzeitfahren

 

Rodriguez vor halb überraschendem Duo

Carlos Rodriguez (Ineos) holte den Gesamtsieg bei der Tour de Romandie 2024. Der 23-jährige Spanier schnürte in der West-Schweiz das beste Paket aus Zeitfahren und Bergaufziel. So verwies Rodriguez in der Endabrechnung Alexander Wlasow und Florian Lipowitz (beide Bora) mit nur 7 und 9 Sekunden Vorsprung auf die weiteren Podestplätze. Über das Leistungsvermögen von Lipowitz war man anscheinend auch teamintern überrascht. Es machte den Eindruck, dass der angriffslustige Lipowitz etwas im Zaum gehalten wurde zugunsten von Wlasow. Als Trost über den verpassten Gesamtsieg bleiben die vielen hochkarätigen Namen, die beide im Endklassement hinter sich ließen.

Den nur 2,28 Kilometer kurzen und kurvigen Prolog gewann der früh gestartete Maikel Zijlaard (Tudor) 90 Hundertstel vor Cameron Scott (Bahrain). Den 4. Platz belegte Julian Alaphilippe (Soudal) mit 2 Sekunden Rückstand. Die Abstände dahinter waren extrem eng. Die besten 19 lagen innerhalb von 5 Sekunden. Wlasow war hier 7 Sekunden langsamer als Zijlard, Carlos Rodriguez 10 und Lipowitz 11.

Auf der 1. Etappe war in der abschüssigen Ankunft des ausgedünnten Hauptfelds plötzlich die Ziellinie da, und die Teamkollegen Dorian Godon und Andrea Vendrame (AG2R) lagen vorne und reckten jeweils einen Arm in die Luft. Gianni Vermeersch (Alpecin) blieb der 3. Platz.

2 Ausreißer kamen an der Bergankunft der 2. Etappe durch. Im Sprint der beiden setzte sich Thibau Nys (Lidl) durch gegen Vendrame, der damit erneut den 2. Platz belegte. Nys und Vendrame retteten sich gerade einmal 4 Sekunden vor Luke Plapp (Jayco) ins Ziel. Mit 14 Sekunden folgte Florian Lipowitz wiederum 2 Sekunden vor den meisten hoch gewetteten Klassementfahrern.

Die 3. Etappe ging im Einzelzeitfahren an Brandon McNulty (UAE), der von seiner frühen Startzeit und damit von den schwächeren Leistungen der Vortage profitierte. Denn wegen Regens fanden die später gestarteten Fahrer nasse Straßen vor. Magnus Sheffield (Ineos) auf dem 2. Platz verlor 13 Sekunden, McNultys Teamkollegen Felix Großschartner und Juan Ayuso 15 und 21. Durch diesen 4. Platz übernahm Ayuso die Gesamtführung 7 Sekunden vor Alexander Wlasow und 10 vor Ilan van Wilder (Soudal), die in der Tagewertung die Plätze 8 und 9 mit einer halben Minute Rückstand auf den Etappensieger belegten. Der spätere Gesamtsieger Rodriguez war noch etwas besser, belegte den 7. Platz mit 28 Sekunden Rückstand gerechnet auf McNulty und rückte auf den 4. Platz der Gesamtwertung nur eine Sekunde hinter Wlasow auf. Lipowitz fehlten 50 Sekunden auf den Tagessieger. In der Gesamtwertung kletterte er dennoch auf den 6. Platz, allerdings 32 Sekunden hinter Ayuso und damit 22 und 21 hinter Wlasow und Rodriguez.

An der Bergankunft der 4. Etappe gaben plötzlich ganz andere Namen als im Zeitfahren den Takt an. Auf den letzten Kilometern zerflog die Gruppe der Besten vor allem aufgrund der Verschärfung von Lipowitz. Nur Carapaz kam mit und setzte sich dann an die Spitze. Als von hinten Carlos Rodriguez zu Lipowitz aufschloss, hängte sich dieser aus Rücksicht auf seinen Kapitän Wlasow an Rodriguez' Hinterrad. Erst auf der Zielgeraden sprintete er vor zu Carapaz, erreichte diesen aber erst, als die Ziellinie schon aufgemalt war. Rodriguez kam mit 10 Sekunden Rückstand ein, dahinter Enric Mas (Movistar) und Wlasow mit jeweils 14, auf dem 6. Platz Egan Bernal (Ineos) mit schon 27. Van Wilder verlor 31, der Rundfahrt-Favorit Ayuso sogar 44 Sekunden. Rodriguez schlüpfte ins Gelbe Trikot 7 Sekunden vor Wlasow und 9 vor Lipowitz, der ganz offensichtlich den Tagessieg und vielleicht sogar Gesamtsieg wegschmiss, weil man teamintern auf den Falschen setzte. Van Wilder und Ayuso mussten sich auf den Plätze 4 und 5 mit 21 und 27 Sekunden auf Rodriguez einsortieren.

Die 5. Etappe gewann bei Ankunft eines ersten Feldes wie schon 4 Tage zuvor Dorian Godon. Mit jeweils deutlichem Rückstand waren Simone Consonni (Lidl) und Dion Smith (Intermarché) die Nächsten im Ziel.

 

Di 23. bis So 28. April
Endklassement Tour de Romandie 2024
 1. Carlos Rodriguez (ESP)     - Ineos Grenadiers        15:44:46
 2. Alexander Wlasow (RUS)     - Bora-Hansgrohe             +0:07
 3. Florian Lipowitz (GER)     - Bora-Hansgrohe             +0:09
 4. Ilan van Wilder (BEL)      - Soudal-Quick Step          +0:21
 5. Juan Ayuso (ESP)           - UAE-Emirates               +0:27
 6. Enric Mas (ESP)            - Movistar                   +0:38
 7. Richard Carapaz (ECU)      - EF Education-Easypost      +0:49
 8. Lenny Martinez (FRA)       - Groupama-FDJ               +0:52
 9. Tao Geoghegan Hart (GBR)   - Lidl-Trek                  +1:02
10. Egan Bernal (COL)          - Ineos Grenadiers           +1:23
11. Simon Yates (GBR)          - Jayco-Alula                +1:35
12. Cristian Rodriguez (ESP)   - Arkéa-B&B Hotels           +1:39
13. Adam Yates (GBR)           - UAE-Emirates               +1:40
14. David Gaudu (FRA)          - Groupama-FDJ               +1:48
15. David de la Cruz (ESP)     - Q36.5                      +2:19
16. Harm Vanhoucke (BEL)       - Lotto-Dstny                +2:45
17. Guillaume Martin (FRA)     - Cofidis                    +2:46
18. Pawel Siwakow (FRA)        - UAE-Emirates               +2:51
19. Damien Howson (AUS)        - Q36.5                      +3:28
20. Johan. Staune-Mittet (NOR) - Visma-Lease a Bike         +3:43
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