Eschborn-Frankfurt 2018

(GER/1.UWT-17) - Siegerliste Eschborn-Frankfurt

Kristoff zum Vierten, diesmal vor Matthews

Alexander Kristoff (UAE) gewann zum 4. Mal hintereinander Eschborn-Frankfurt. Auch bei der topografisch etwas aufgewerteten 2018er-Ausgabe kam es zur Sprintentscheidung. Denn aus dem Taunus hatte eine 8-köpfige Spitzengruppe nicht genügend Vorsprung gegen das Hauptfeld mitgenommen. Der 30-jährige Norweger setzte sich im Trikot des Europameisters mit über einer Radlänge vor Michael Matthews (Sunweb) durch. Den 3. Platz belegte Oliver Naesen (AG2R).

Auf dem Schlusskilometer probierte Fernando Gaviria (Quick Step) mit einem sehr frühen Antritt das kleine Feld zu überrumpeln. Er versteuerte sich jedoch völlig in der letzten Kurve. Damit war auch Sam Bennett (Bora) aus dem Geschäft, der Gaviria hinterhergesprintet war. Denn Bennett hatte Naesen und Kristoff am Rad mitgebracht, so dass die Konkurrenten Bennett und Naesen unfreiwillig Kristoff den Sprint optimal anzogen. Matthews kam vor auf den 2. Platz, musste dabei aber auch vorbei an Sean de Bie (Verandas Willems), der das Hinterrad von Kristoff gewählt hatte, nach dessen Antritt aber noch auf den 5. Platz hinter Andrea Pasqualon (Wanty) zurückfiel.

Rückkehr einiger Anstiege ins Profil

Der Radklassiker Eschborn-Frankfurt 2018 beinhaltete deutlich mehr Anstiege als in den letzten Jahren. Der Ruppertshainer Berg wurde 3-mal gefahren und die Billtalhöhe (2-mal) kehrte in das Profil zurück. Erster Anstieg blieb der Feldberg. Der Mammolshainer Berg wurde 2-mal inklusive der Billtalhöhe genommen und 2-mal ohne, zuletzt rund 35 Kilometer vor dem Ziel. Während der Zielanfahrt wurde die Steigung am Hainer Weg, wo früher das Ziel lag, überquert, ehe auf 3 Schlussrunden der Sieger - wie in den letzten Jahren auch - an der Alten Oper in Frankfurt ermittelt wurde.

Ebenfalls als Neuerung verkaufte der Veranstalter 2018 den Rennamen: Eschborn-Frankfurt. Auf Radsport-Seite.de wird der Taunusklassiker schon seit Jahren nur so genannt. Nun kam offenbar auch der Veranstalter auf die Idee, dass der bisherige Name «Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt» etwas sperrig war. Von 1962 bis 2008 firmierte das Rennen als «Rund um den Henninger Turm». Als 2009 wegen des Ausstiegs der Henninger Brauerei ein Namenswechsel nötig wurde, vergallopierte man sich mit «Eschborn-Frankfurt City Loop». Danach wurde für 8 Ausgaben verschlimmbessert mit dem Zusatz des Finanzplatzes. Im Ausland nennt man das Rennen seit jeher GP Frankfurt...

Die frühen Ausreißer bei Eschborn-Frankfuhrt 2018 hießen jedenfalls Gate (Aqua Blue), Gerts (Roompot), Arashiro (Bahrain), Saramotins (Bora), Tanner (Verandas Willems), Warnier (WB) und Teklehaimanot (Cofidis). Knapp 80 Kilometer vor dem Ziel kamen Mühlberger (Bora), Gogl (Trek) und Lambrecht (Lotto) vor und hängten die frühen Spitzenreiter in der Folgezeit ab.

8 Taunus-Ausreißer im Finale gestellt

45 Kilometer vor dem Ziel schlossen Buchmann (Bora), Politt, Spilak (beide Katusha), Bernard (Trek),de Plus (Quick Step) und Bole (Bahrain) zu Mühlberger, Gogl und Lambrecht auf. Wenig später stieg Michael Matthews an der letzten Passage des Mammolshainer Bergs mit Canola (Nippo), Kudus (Dimension Data), Tratnik (CCC) und Weening (Roompot) aus dem Hauptfeld hinterher, während vorne Politt zurückfiel. Dieser wurde von den 5 Verfolgern eingeholt.

Die nun 8 Spitzenreiter hatten etwa eine halbe Minute auf die Verfolger und eine auf das Hauptfeld. Die Verfolger wurden 23 Kilometer vorm Ziel vom Hauptfeld gestellt. Der Abstand zur Spitze war da leicht gewachsen, fiel ab dann jedoch kontinuierlich. Als noch 11 Kilometer zu fahren waren, lag die Spitzengruppe noch 25 Sekunden vorn, und die Springerei begann.

Letztlich behaupteten sich Spilak, Bernard, Bole und Buchmann bis zur 3-Kilometer-Marke vor dem stark dezimierten Hauptfeld, in dem vor allem Gavirias Teamkollegen in der Schlussphase das Tempo bestimmten. Der Kapitän vermasselte jedoch die Vorarbeit, so dass am der Sieg - wie mittlerweile schon gewohnt - an Alexander Kristoff ging.

Di 1. Mai 2018
Ergebnis der 57. Auflage Eschborn-Frankfurt (212km)
1. Alexander Kristoff (NOR) - UAE-Emirates 5:13:25
2. Michael Matthews (AUS) - Sunweb
3. Oliver Naesen (BEL) - AG2R La Mondiale
4. Andrea Pasqualon (ITA) - Wanty-Groupe Gobert +0:01
5. Sean de Bie (BEL) - Vernadas Willems
6. Grega Bole (SLO) - Bahrain-Merida
7. Sam Bennett (IRL) - Bora-Hansgrohe
8. Edvald Boasson Hagen (NOR) - Dimension Data
9. Jan Tratnik (SLO) - CCC-Sprandi
10. Juan José Lobato (ESP) - Nippo-Vini Fantini
11. Pieter Vanspeybrouck (BEL) - Wanty-Groupe Gobert
12. Luka Pibernik (SLO) - Bahrain-Merida +0:03
13. Julien Simon - Cofidis
14. Rémy Mertz (BEL) - Lotto-Soudal
15. Kenneth Vanbilsen (BEL) - Cofidis
16. Dion Smith (NZL) - Wanty-Groupe Gobert +0:04
17. Dries van Gestel (BEL) - Sport Vlaanderen
18. Emanuel Buchmann (GER) - Bora-Hansgrohe +0:05
19. Casper Pedersen (DEN) - Aqua Blue Sport
20. Nils Politt (GER) - Katusha-Alpecin
21. Julien Bernard (FRA) - Trek-Segafredo +0:07
22. Lukasz Owsian (POL) - CCC-Sprandi
23. Alex. Rjabuschenko (BLR) - UAE-Emirates
24. Fernando Gaviria (COL) - Quick Step Floors +0:10
25. Yves Lampaert (BEL) - Quick-Step Floors +0:18
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