Quer durch Flandern 2019

(BEL/1.UWT-17) - Siegerliste Quer durch Flandern

Van der Poel Sieger aus 5er-Gruppe

Mathieu van der Poel (Corendon) gewann in Waregem Quer durch Flandern 2019 aus einer 5-köpfigen Spitzengruppe. Der 24-jährige Niederländer beantwortete auf der Zielgeraden einen frühen Antritt von Anthony Turgis (Direct Energie). Das Podium hinter van der Poel und Turgis komplettierte Bob Jungels (Deceuninck) vor Lukas Pöstlberger (Bora) und Tiesj Benoot (Lotto).

Die Top-5-Fahrer attackierten zu unterschiedlichen Zeitpunkten des 182,8 Kilometer langen WorldTour-Rennens und fanden 27 Kilometer vorm Ziel in der letztendlichen Konstellation zueinander. Van der Poel ging schon 60 Kilometer vorm Ziel in die Offensive. Da war auch Turgis dabei. Pöstlberger stammte gar aus der frühen Fluchtgruppe des Tages.

Neutralisation unterbricht Rennen

Ein einflussreicher Zwischenfall ereignete sich 77 Kilometer vorm Ziel, als der Männerrennen neutralisiert wurde – just 5 Kilometer vor dem Kluisberg, wo es mutmaßlich in die heiße Phase gegangen wäre. Grund war ein Sturz im parallel laufenden Frauenrennen. Die Männer waren von dieser Stelle nicht mehr weit entfernt, als dort die Straße noch blockiert war.

Die 8-köpfige Spitzengruppe des Tages, die sich nach schnellem Rennbeginn erst relativ spät formiert hatte, verschwand im Hauptfeld. Um den alten Abstand von gut 2 Minuten wiederherzustellen, durften Koch (CCC), Oliveira (Movistar), Sinkeldam (Groupama), Bischigitow (Astana), Hepburn (Mitchelton), Boeckmans (Vital Concept) und Räim (Israel Academy) wieder früher losfahren – und Pöstlberger eigentlich auch. Der Staatsmeister Österreichs verpasste zunächst den Neustart, ließ sich dann aber vom Motorrad mit dem fahrenden Reporter nach vorne ziehen, während er ein kurzes Interview gab.

Turgis folgt früher Offensive von van der Poel

Es folgte die Attacke von van der Poel, von der wohl wieder viele dachten, dass sie mal wieder unnötig früh und überstürzt geschah. Ihm schlossen sich Turgis, Ivan Garcia (Bahrain) und zunächst auch van Asgreen (Deceuninck) und de Bondt (Corendon) an.

42 Kilometer vorm Ziel erreichten van der Poel, Turgis und Garcia 6 der 8 frühen Ausreißer. Nelson Oliveira war inzwischen als Solist an der Spitze unterwegs und einer der Ausreißer ins Hauptfeld zurückgefallen. Zwischen Oliveira und den nun 9 Verfolger lagen 45 Sekunden, ebenso viel zwischen den Verfolgern und dem Hauptfeld.

Benoot und Jungels schlucken die Ausreißer

Diese Abstände schrumpften auf den nächsten Kilometern. Pöstlberger löste sich 33 Kilometer vorm Ziel am Knokteberg aus der Verfolgergruppe. Aus dem Hauptfeld sprang Benoot, der schon 2 Anstiege zuvor attackiert hatte, gemeinsam mit Jungels vorbei an den Verfolgern. Von denen konnten van der Poel und Turgis diesem vorentscheidenden Zug folgen.

Pöstlberger und Pechvogel Oliveira noch voraus

Pöstlberger schloss hinter dem Knokteberg zu Oliveira auf. Das neue Spitzenduo war aber nur kurz vereint, als Oliveira ein Defekt ereilte. Pöstlberger wartete auf Jungels, Benoot, van der Poel und Turgis. Weitere Attacken aus dem Hauptfeld scheiterten. Eine wirkungsvolle Nachführarbeit kam nicht mehr zu stande, weil die Teams der verbliebenen sprintstarken weitgehend aufgebraucht waren.

An den verbleibenden 2 Anstiegen, einem weiteren gepflasterten flachen Abschnitt und sogar an einer Autobahnbrücke deuteten van der Poel und Jungels an, dass sie noch die meisten Reserven hatten. Benoot, Pöstlberger und Turgis folgten mit Mühe.

Eingangs des Schlusskilometers attackierte Benoot, was van der Poel souverän ausbügelte. Danach belauerten sich die 5 Fahrer, als Turgis hinter der letzten Kurve aus 5. Position einen strammen und frühen Überraschungsantritt zeigte. 3 seiner 4 Gegner hatten keine Antwort mehr auf Turgis' Spritzigkeit. Ihnen fehlten mehrere Radlängen zum Sieg.

Van der Poel, der Cross-Weltmeister, überholte Turgis jedoch um mehr als eine Radlänge und jubelte schon weit vor der Ziellinie über seinen ersten Sieg bei einem WorldTour-Rennen, von denen er 3 Tage zuvor bei Gent-Wevelgem erst sein erstes bestritten hatte.

Für den 6. Platz bei Quer durch Flandern löste sich Luke Rowe (Sky) kurz vor Schluss aus dem Hauptfeld. Dessen Sprint um den 7. Platz entschied Danny van Poppel (Jumbo) für sich – vor dem Sieger der beiden letzten Ausgaben, Yves Lampaert (Deceuninck).

Mi 3. April 2019, Roeselare - Waregem
Ergebnis der 74. Auflage Dwars door Vlaanderen - A travers la Flandre (182,8km)
1. Mathieu van der Poel (NED) - Corendon-Circus 4:05:54
2. Anthony Turgis (FRA) - Direct Energie
3. Bob Jungels (LUX) - Deceuninck-Quick Step alle
4. Lukas Pöstlberger (AUT) - Bora-Hansgrohe gleiche
5. Tiesj Benoot (BEL) - Lotto-Soudal Zeit
6. Luke Rowe (GBR) - Sky +0:18
7. Danny van Poppel (NED) - Jumbo-Visma +0:19
8. Yves Lampaert (BEL) - Deceuninck-Quick Step
9. Christophe Laporte (FRA) - Cofidis
10. Heinrich Haussler (AUS) - Bahrain-Merida
11. Jens Keukeleire (BEL) - Lotto-Soudal
12. Alexander Kristoff (NOR) - UAE-Emirates
13. Adrien Petit (FRA) - Direct Energie
14. Jasper Stuyven (BEL) - Trek-Segafredo
15. Matej Mohoric (SLO) - Bahrain-Merida
16. Ivan Garcia (ESP) - Bahrain Merida
17. Davide Ballerini(ITA) - Astana
18. Mike Teunissen (NED) - Jumbo-Visma
19. Oliver Naesen (BEL) - AG2R La Mondiale alle
20. Jürgen Roelandts (BEL) - Movistar
21. Nils Politt (GER) - Katusha-Alpecin
22. Fernando Gaviria (COL) - UAE-Emirates
23. Jonas van Genechten - Vital Concept gleiche
24. Cees Bol (BEL) - Sunweb
25. Jack Bauer (NZL) - Mitchelton-Scott
...
27. Jasha Sütterlin (GER) - Movistar Zeit
31. Alejandro Valverde (ESP) - Movistar +0:24
- 175 Teilnehmer, davon 153 klassiert.

Anstiege («Hellingen»)

km-

Zeit

1.

Nieuwe Kwaremont

101

14:17

2.

Kluisberg

72

14:59

3.

Knokteberg - Trieu

65

15:09

4.

Kortekeer

57

15:20

5.

Steenbeekdries

54

15:25

6.

Taaienberg

51

15:29

7.

Berg Ten Houte

48

14:33

8.

Knokteberg - Trieu

34

15:54

9.

Vossenhol

21

16:12

10.

Holstraat

17

16:18

11.

Nokereberg

9

16:29

Zielankunft in Waregem:
Kilometer 179,5 ca. 16:41

Cofidis, Corendon, Direct Energie, Israel Academy, Sport Vlaanderen, Vital Concept und Wanty bekamen die 7 Wildcards für Dwars door Vlaanderen 2019.

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