Vuelta a España 2026 - Favoriten

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Pogacar und nur Pogacar

Es gibt nur einen einzigen Favoriten um den Gesamtsieg der Spanien-Rundfahrt 2026, und damit Top-Top-Top-Favoriten: Tadej Pogacar (UAE). Der inzwischen  27-jährige Slowene feierte bei der Vuelta a España 2019 seinen Durchbruch mit 3 Tagessiegen und Gesamtplatz 3. Danach kehrte er nicht mehr zur Vuelta zurück, die damit noch ein weißer Fleck in Pogacars prall gefüllten Palmarès ist. Das soll und wird sich 2026 defintiv ändern, sofern Pogacar von Stürzen, Krankheiten und sonstigen Ausfallgründen verschont bleibt.

Niemand kann einen gesunden Pogacar bei einer Grand Tour schlagen, schon gar nicht die Fahrer aus der Startliste der Vuelta 2026. Die einen sagen: Mindestens die vierte Grand Tour in Folge ist schon im Vorhinein ruiniert und muss eigentlich nicht mehr angeschaut werden, weil der Sieger schon vorher glasklar feststeht. Die anderen halten dagegen: Man wird Augenzeuge von etwas Besonderem. Von den großen jährlich ausgetragenen Rennen würde Pogacar danach nur noch Paris-Roubaix fehlen.

Restliche 2 Podestplätze unter Gall, Almeida und Onley?

Fast ebenso ausgemacht scheint das Rennen um den 2. Platz zu sein. Diesen belegte Felix Gall (Decathlon) schon 3 Monate zuvor beim Giro d'Italia hinter einem ebenfalls übermächtigen Gegner. Das Rennen um den vermeintlich verbleibenden Podestplatz könnte sich deutlich offener gestalten. In Normalform wäre Joao Almeida (UAE) das klare Setzpferd auf den 2. Platz. Nach bisher verkorkster Saison und als Edelhelfer von Pogacar sollte nicht nur Gall sich Chancen gegen Almeida um den 2. Platz ausrechnen.

Fragezeichen stehen auch hinter weiteren Podestkandidaten. Der logischste Podestfahrer außer den Genannten wäre Oscar Onley (Netcompany). Der Tour-de-France-Vierte des Vorjahres musste dieses Jahr auf die Tour verletzt verzichten. Der aktuelle Tour-de-France-Sechste Mattias Skjelmose (Lidl) hat ebenso wie Pogacar die 3 Wochen durch Frankreich in den Knochen. Dies trifft auch auf den dortigen Berg-Champion Richard Carapaz (EF) und Tobias Johannessen (Uno-X) zu. Bei diesen ist allerdings schon fraglich, ob sie auf Gesamtwertung fahren.

So könnte die Stunde von aufstrebenden Fahrern schlagen oder solchen, die man schon abgeschrieben hat. Dass die meisten Buchmacher Enric Mas (Movistar) auf der 5 hinter Pogacar, Gall, Almeida und Onley sehen, spricht schon Bände. Wie sein Teamkollege Cian Uijtdebroeks regelmäßig nichts zusammen. So könnte man auch die jüngere Vergangenheit des 4-fachen Vuelta-Gesamtsieger Primoz Roglic (Red Bull) beschreiben, der nur theoretisch zum alleinigen Rekordsieger aufsteigen könnten.

Ein weiterer Ex-Gesamtsieger, Sepp Kuss (Visma), tritt diesmal ohne großen Kapitän an. Vielleicht entwickelt sich ja sein junger Teamkollege Jørgen Nordhagen. Roglic indes könnte bereits Luke Tuckwell den Rang ablaufen. Ähnliches ist bei Matthew Riccitello (Decathlon) nicht zu erwarten. Der dürfte sich treu in den Dienst von Gall stellen. Für eine Platzierung vorne könnte es trotzdem reichen.  Ein Mikel Landa (Soudal) oder der noch deutlich jüngere Carlos Rodriguez (Netcompany) werden inzwischen kaum noch wo genannt, könnten aber vor heimischen Publikum noch einmal reüssieren.

Nicht am Start der Vuelta 2026 stehen der Tour-de-France-Zweite Remco Evenepoel (Red Bull) sowie die dort mit Schlüsselbeinbruch ausgeschiedenen Florian Lipowitz (auch Red Bull) und Vingegaard (Visma), der dieses Jahr den Giro und letztes Jahr die Vuelta für sich entschied. Ebenso fehlen der Vorjahres-Vierte und Giro-Dritte Jai Hindley (Red Bull), dessen aufstrebender Teamkollege Giulio Pellizzari, der Vorjahresdritte Tom Pidcock (Pinarello), der Tour-Dritte Isaac del Toro (UAE) sowie außerdem aus den Tour-Top-Ten Paul Seixas (Decathlon), Lenny Martinez (Bahrain), Juan Ayuso (Lidl) und Jordan Jegat (Totalenergies), dessen Team überhaupt nicht in Spanien dabei ist.

Pedersen und van Aert jagen Etappen

Die Sprinter machen sich trotz einiger Chancen mal wieder rar. Von den allerbesten findet sich niemand in der Vuelta-Startliste 2026. So haben sogar die Spitzen-Allrounder Mads Pedersen (Lidl) und Wout van Aert (Visma) Chancen in Massensprints und erst rechts aufs Grüne Trikot des punktbesten Fahrers. Gegen van Aert spricht die Teilnahme dessen ebenfalls schnellen Teamkollegen Matthew Brennan.

Abgesehen davon sind die größten Siegkandidaten in Sprints Jordi Meeus (Red Bull) und Kaden Groves (Alpecin). Die größten Außenseiterchancen haben Steffen de Schuyteneer (Lotto) auf dem Papier anhand seiner Saison-Ergebnisse und Orluis Aular (Movistar) gemessen an vergangenen Spanien-Rundfahrten.

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