Vuelta a España 2026 - 12. Etappe
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Omrzel aus großer Flucht deutlich zum Erfolg
Am Calar-Alto-Observatorium ging auf der 12. Vuelta-Etappe 2026 der Stern von Jakob Omrzel (Bahrain) auf. Der 20-jährige Slowene hatte an der Bergankunft im Osten Andalusiens fast 2 Minuten Vorsprung vor dem zweitplatzierten Urko Berrade (Kern Pharma). Wie Omrzel stammten sein Teamkollege Buitrago sowie Luzenko (NSN) und Vansevenant (Soudal) auf den Plätzen 3 bis 5 aus der 30-köpfigen Flucht des Tages. Omrzel verbesserte sich zudem vom 10. auf den 6. Platz der Gesamtwertung.
In dieser baute Enric Mas (Movistar) seine Führung aus. Mehrere Minuten hinter Omrzel konterte Mas im Roten Trikot eine Attacke des Gesamtdritten Felix Gall (Decathlon). Der Gesamtzweite Primoz Roglic (Red Bull) lutschte danach konsquent an Galls Hinterrad. Mas erreichte das Ziel knapp 3 Minuten hinter Omrzel auf dem 6. Platz. Gall, Roglic sowie Carapaz (EF) verloren am Ende 27 Sekunden auf Mas. Beim bisherigen Gesamtvierten Onley (Netcompany) waren es hingegen mehr als 2 Minuten.
Ergebnis 1. Jakob Omrzel (SLO) - Bahrain Victorious 4:29:53 2. Urko Berrade (ESP) - Kern Pharma +1:56 3. Santiago Buitrago (COL) - Bahrain Victorious +2:13 4. Alexej Luzenko (KAZ) - NSN +2:49 5. Mauri Vansevenant (BEL) - Soudal-Quick Step +2:53 6. Enric Mas (ESP) - Movistar +2:56 7. Felix Gall (AUT) - Decathlon-CMA CGM +3:23 8. Primoz Roglic (SLO) - Red Bull-Bora gl.Zeit 9. Richard Carapaz (ECU) - EF Education-Easypost gl.Zeit 10. Gregor Mühlberger (AUT) - Decathlon-CMA CGM +3:50 11. José Manuel Díaz (ESP) - Burgos-Burpellet +5:05 12. Oscar Onley (GBR) - Netcompany-Ineos gl.Zeit 13. Léo Bisiaux (FRA) - Decathlon-CMA CGM +5:13 14. Kevin Vermaerke (USA) - UAE-XRG +6:07 15. Luke Tuckwell (AUS) - Red Bull-Bora +6:18 16. Mattias Skjelmose (DEN) - Lidl-Trek +6:43 17. Cristian Rodriguez (ESP) - XDS-Astana gl.Zeit 18. Clément Berthet (FRA) - Groupama-FDJ +6:45 19. Matthew Riccitello (USA) - Decathlon-CMA CGM gl.Zeit 20. Sepp Kuss (USA) - Visma-Lease a Bike gl.Zeit 21. Harold Tejada (COL) - XDS-Astana +6:50 ... 27. Jarno Widar (BEL) - Lotto-Intermarché +13:43 32. Guillaume Martin (FRA) - Groupama-FDJ +14:16 - 160 Fahrer klassiert. DNF Jay Vine (AUS) - UAE-XRG DNF Arthur Kluckers (LUX) - Tudor DNF Hamish McKenzie (AUS) - Jayco-Alula DNS Ben Tulett (GBR) - Visma-Lease a Bike DNS Lindsay de Vylder (BEL) - Alpecin-Premier Tech DNS David Gonzalez (ESP) - Pinarello-Q36.5
Mas baut Gesamtführung aus
Enric Mas bastelte also weiter am Vorsprung, den er angesichts des noch ausstehenden Einzelzeitfahrens gegenüber Roglic möglicherweise noch braucht. Die nun 1:45 Minuten Abstand zwischen den beiden sehen zunächst einmal ganz gut aus. Gall, der schwächste Zeitfahrer des Trios, blieb auf dem 3. Platz, allerdings mit nun 2:02 Minuten Rückstand aufs Rote Trikot.
Bei Carapaz verpuffte zwar eine Attacke weit vorm Ziel am vorletzten Anstieg. Trotzdem kletterte er auf den 4. Platz der Gesamtwertung vorbei an Onley, obschon fast 2 Minuten hinter Gall. Onley fiel über eine halbe Minute hinter Carapaz zurück, konnte aber den 5. Platz und damit auch das weiße Trikot noch gegen Omrzel retten. Möglicherweise war Onley durch einen frühen Sturz während der 12. Etappe gehandicapt. Die weiteren Top-Ten-Fahrer verloren deutlich an Boden und reihten sich in der Gesamtwertung 3 Minuten und mehr hinter Omrzel ein.
Gesamtwertung 1. Enric Mas (ESP) - Movistar 40:31:51 2. Primoz Roglic (SLO) - Red Bull-Bora +1:45 3. Felix Gall (AUT) - Decathlon-CMA CGM +2:06 5. Richard Carapaz (ECU) - EF Education-Easypost +3:53 4. Oscar Onley (GBR) - Netcompany-Ineos +4:29 6. Jakob Omrzel (SLO) - Bahrain Victorious +4:59 7. Mattias Skjelmose (DEN) - Lidl-Trek +7:42 8. Sepp Kuss (USA) - Visma-Lease a Bike +7:58 9. Gregor Mühlberger (AUT) - Decathlon-CMA CGM +8:27 10. Harold Tejada (COL) - XDS-Astana +8:33 11. Clément Berthet (FRA) - Groupama-FDJ +13:21 12. Cristian Rodriguez (ESP) - XDS-Astana +13:29 13. Léo Bisiaux (FRA) - Decathlon-CMA CGM +16:08 14. Matthew Riccitello (USA) - Decathlon-CMA CGM +19:25 15. Jarno Widar (BEL) - Lotto-Intermarché +20:21 16. Guillaume Martin (FRA) - Groupama-FDJ +24:18 17. Juan F. Rodriguez (COL) - EF Education-Easypost +25:56 18. Finlay Pickering (GBR) - Jayco-Alula +30:05 19. Santiago Buitrago (COL) - Bahrain Victorious +40:19 20. Jan Hirt (CZE) - NSN +41:52 ... 27. Urko Berrade (ESP) - Kern Pharma +50:36
30 Ausreißer des Tages für den Etappensieg
Nach umkämpftem Beginn lösten sich schließlich 30 Fahrer aus dem Peloton: Tuckwell, Almeida, Oliveira, Vermaerke (alle UAE), Castrillo, Garcia Pierna (beide Movistar), van Aert (Visma), Bisiaux (Decathlon), Dinbar (Pinarello), Haig, Laurance (Netcompany), Bilbao, Buitrago, Omrzel (alle Bahrain), Kämna (Lidl), Rochas (Groupama), Debruyne, Houle (beide Alpecin), Luzenko (NSN), Vansevenant (Soudal), Johannessen, Kron, Leknessund (alle Uno-X), Pickering (Jayco), Albanese (EF), Brenner (Tudor), Mulubrhan (Astana), Diaz (Burgos), Hamilton (Picnic) und Berrade (Kern Pharma).
Sie erhielten unterwegs bis zu 8 Minuten Vorsprung. Außer um den Tagessieg ging es in der Flucht auch ums Bergtrikot, dessen Träger Santiago Buitrago letztlich seine Führung ausbaute. An den ersten 3 kleineren Bergpreisen hatte der in dieser Sonderwertung ebenfalls noch gut platzierte Wout van Aert (Visma) jeweils im Sprint Buitrago geschlagen. Außerdem baute van Aert in der Punktewertung ums Grüne Trikot seine ohnehin komfortable Führung weiter aus. Buitrago hingegen holte an den letzten 2 schwierigeren Anstiegen den 1. und 3. Platz und damit die fetteren Punkte fürs Bergtrikot.
Bergtrikot 1. Santiago Buitrago (COL) - Bahrain Victorious 52 2. Wout van Aert (BEL) - Visma-Lease a Bike 30 3. Enric Mas (ESP) - Movistar 24 4. Alexej Luzenko (KAZ) - NSN 21 5. Andreas Leknessund (NOR) - Uno-X 19 6. Lorenzo Fortunato (ITA) - XDS-Astana 14
Innerhalb der letzten 44 Kilometer bröselten im vorletzten Anstieg die 30 Spitzenreiter auseinander. Am Fuße des Schlussanstiegs waren 17 Kilometer vor Schluss noch Tuckwell, Garcia Pierna, Bisiaux, Haig, Buitrago, Omrzel, Luzenko, Vansevenant und Berrade vorne mit 5:20 Minuten Guthaben auf die ebenfalls stark dezimierte Gruppe der Klassementfahrer. Ungefähr 12 Kilometer vorm Ziel hängte Omrzel seinen letzten Begleiter Berrade ab, nachdem kurz zuvor Bisiaux und Buitrago zurückgefallen waren.
Die Helfer von Mas wirkten in der Nachführarbeit nicht unbedingt souverän, taten aber doch das Nötigste, um ihrem Kapitän eine erfolgreiche Verteidigung des Roten Trikots zu ermöglichen. Obwohl Omrzel zwischenzeitlich virtuell auf dem 2. Platz der Gesamtwertung lag, fuhren die anderen Teams im Feld keinen Meter von vorne. Über 40 Kilometer vorm Ziel testete Carapaz im vorletzten Anstieg erfolglos den übrigen Helfer von Mas, der allerdings auch noch aus der Flucht 2 weitere Teamkollegen in der Hinterhand hatte.
Als im Schlussanstieg der letzte Helfer von Mas verbraucht war, schraubte Chamberlain, Riccitello und Mühlberger im Dienste von Gall das Tempo nach oben, so dass schnell nur noch Mas, Roglic, Onley und Carapaz dabei waren. Als nur noch Mühlberger als Schrittmacher übrig war, attackierte Gall relativ früh und hatte sofort Mas und Roglic an den Hacken. Carapaz fiel vorerst und Onley endgültig zurück.
Roglic lutscht an Galls Hinterrad
Ungefähr 2 Kilometer nach Gall attackierte Mas und stellte Roglic und Gall ab. Roglic versuchte noch zu reagieren, kam aber nicht zu Mas hin und klebte sich anschließend nur noch an Galls Hinterrad. Die beiden bekamen in der Folgezeit noch Unterstützung durch die von vorne kommenden Bisiaux und Tuckwell und den von hinten mit Carapaz aufholenden Mühlberger. Aber auch Mas erhielt noch Unterstützung durch Garcia Pierna. Gall attackierte spät noch einmal, bekam Roglic und Carapaz aber wieder nicht los.
Vorschau auf diese Etappe: Die 12. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2026 endet mit einer Bergankunft am Calar-Alto-Observatorium. Sie bildet gleichzeitig den Eintritt in die die südspanische Region Andalusien, wo auch nun der Rest der Rundfahrt stattfindet. Unmittelbar vor dem Schlussberg der 12. Etappe steht bereits der ähnlich schwierige Alto de Velefique (13,1 Kilometer lang, 7,2 % im Schnitt steil) im Profil. Der folgende Schlussanstieg ist mit 17 Kilometer Distanz noch länger, aber bei durchschnittlich 5,6 % etwas flacher, bietet aber mit Rampen von bis zu 18 % einen steilen Einstieg, bis es im Mittelteil etwas abflacht. Wirklich steiler wird es dann noch einmal zwischen Kilometer 3 und 2 vorm Ziel.




