Vuelta a España 2025 - Favoriten
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Vingegaard wäre der logische Gesamtsieger
Top-Favorit auf den Vuelta-Gesamtsieg 2025 ist Jonas Vingegaard (Visma). Nach seinem 2. Platz bei der Tour de France bekommt es der Däne in Abwesenheit von Tadej Pogacar mit dessen Teamkollegen João Almeida und Juan Ayuso (beide UAE) zu tun. Damit geht das Duell der beiden Rennställe in Sachen Grand-Tour-Gesamtsiege in die nächste Runde. Für die Plätze dahinter (oder doch den großen Überaschungs-Coup?) kommen mehrere Fahrer infrage, von denen sich aber wiederum kein einzelner explizit aufdrängt. Spannendste Frage ist vielleicht sogar, ob Ayuso im Zweifelsfall bei der Vuelta mit Almeida an einem Strang zieht ...
Vingegaard hat bisher noch keine Vuelta gewonnen, den Gesamtsieg stattdessen vor 2 Jahren an seinen Teamkollegen Sepp Kuss verschenkt. Der steht 2025 auch wieder im Aufgebot. Dessen Rolle Co-Kapitän und weitere Speerspitze dürfte allerdings wie bei der Tour de France Matteo Jorgenson übernehmen. Von dem voraussichtlichen Gegner-Duo war Almeida als stärkster Pogacar-Helfer während der Tour de France verletzt ausgeschieden. Ayuso ereilte beim Giro das gleiche Schicksal, nachdem er hinter seinem Teamkollegen del Toro ins Hintertreffen geraten war.
Ebenfalls beim Giro in aussichtsreicher Position ausgeschieden war Giulio Ciccone (Lidl). Auch die Form scheint wieder sehr gut zu sein. Allerdings steht bei 14 Grand Tours bisher nur ein 11. Platz als bestes Gesamtresultat zu Buche. Da hat Felix Gall (Decathlon) mit beispielsweise dem 5. Platz bei der abgelaufenen Tour de France mehr vorzuweisen, ebenso Giulio Pellizzari (Red Bull) mit dem 6. Platz beim Giro d'Italia. Jai Hindley (auch Red Bull, immerhin Ex-Giro-Sieger), war beim Giro ausgeschieden. Nicht viel besser lief es dort für den aussichtsreichen Antonio Tiberi (Bahrain), der sturzbedingt am Ende weit zurückfiel.
Egan Bernal (Ineos) gefiel beim Giro mit offensiver Fahrweise, landete allerdings damit nur auf dem 7. Platz. Der ewige Pechvogel Mikel Landa (Soudal) schied beim Giro gleich am ersten Tag aus. Die Top-Ten-Wundertüte Ben O'Connor (Jayco) kommt wiederum aus der Tour zur Vuelta, jedoch diesmal mit einem 11. Platz im Gepäck. O'Connor fuhr bei der Vuelta im Vorjahr nach erfolgreicher Flucht lange im Roten Trikot und kam mit diesem Vorteil am Ende auf dem 2. Gesamtplatz aus. Selbst ernannter Top-Ten-Kandidat für die Vuelta 2025 ist Tom Pidcock (Q36.5).
Gleich zu Beginn winkt den Sprintern auf der 1. Etappe nebst Sieg auch das Rote Trikot des Gesamtführenden, wenn auch nur für einen Tag. Bei der Vuelta in der Startliste hierfür steht Jasper Philipsen (Alpecin), der bei der Tour nach 2 Etappensiegen schwer gestürzt ausgeschieden war. Er bekommt es zu tun mit einem vor Kraft strotzenden Mads Pedersen (Lidl), der beim Giro 4 Etappensiege holte und die Punktewertung gewann.
Mit der Erfahrung immerhin eines Tagessieges aus dem Giro reist Casper van Uden (Picnic) zur Vuelta an. Bei Elia Viviani (Lotto) sind solche Erfolgserlebnisse schon länger her. Ethan Vernon, Jake Stewart (beide Israel), Arne Marit (Intermarché), Stanislaw Aniolkowski (Cofidis), Madis Mihkels (EF) oder Orluis Aular (Movistar) sind bisher eher Platzfahrer. Da ist fast wahrscheinlicher, das aus dem Duo Ben Turner und Filippo Ganna (beide Ineos) mal einer ganz oben auf dem Treppchen steht.
In der Vuelta-Startliste fehlen außer Pogacar zum Beispiel auch Vorjahressieger Primoz Roglic (Red Bull), Ex-Gesamtsieger Remco Evenepoel (Soudal), der Tour-Dritte Florian Lipowitz (Red Bull), der Tour-Vierte Oscar Onley (Picnic), das komplette Giro-Podium aus Simon Yates (Visma), Isaac del Toro und Richard Carapaz (EF), der 3-malige Vuelta-Zweite und letztjährige -Dritte Enric Mas (Movistar), die beiden neben Philipsen weltbesten Sprinter Tim Merlier (Soudal) und Jonathan Milan (Lidl) sowie die Klassiker-Asse Mathieu van der Poel (Alpecin) und Wout van Aert (Visma).




