Vuelta a España 2021 - Favoriten

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Trio gegen Roglic-Hattrick um Gesamtsieg

Mit einer starken Anwärterschaft um den Gesamtsieg startet die Spanien-Rundfahrt 2021 in ihre 76. Austragung. Primoz Roglic (Jumbo) strebt als Gesamtsieger der beiden vergangenen Jahre nun den Vuelta-Hattrick an und bekommt es dabei vor allem mit dem starken Team-Trio aus Egan Bernal, Richard Carapaz und Adam Yates (alle Ineos) zu tun. Von den weiteren Klassementanwärten am höchsten gewettet werden Mikel Landa (Bahrain) und Hugh Carthy (EF).

Wie im letzten Jahr kommt Roglic nach einer Tour-de-France-Enttäuschung (diesmal Sturzaus anstatt knapp am Sieg vorbei) und anschließendem Erfolgserlebnis (diesmal Zeitfahr-Olympiasieger anstatt Lüttich-Bastogne-Lüttich) zur Vuelta. Und einmal mehr ist das Team ganz auf den Slowenen ausgerichtet.

Völlig anders liest sich der Kader des schärfsten Konkurrenz-Teams. Der aktuelle Giro- und Ex-Tour-Sieger Egan Bernal möchte bei der Vuelta seine Sammlung aus Gesamtsiegen bei allen 3 großen Rundfahrten komplettieren – er jagt also nicht den Vuelta-Hattrick, sondern das Karriere-Triple. Richard Carapaz, auch schon Giro-Gesamtsieger, kommt mit einem 3. Platz bei der Tour de France und der Goldmedaille beim Olympia-Straßenrennen im Gepäck. Er hatte im Vorjahr nur um 24 Sekunden das Nachsehen hinter Roglic. 2021 ganz auf die Vuelta konzentriert hat sich der Neuzugang Adam Yates, der angesichts der Vorerfolge jedoch etwas hinter seinen beiden südamerikanischen Teamkollegen zurücksteht.

Zum x-ten Mal zu den Favoriten zählt Mikel Landa, dem beim Giro ein Sturz mal wieder ein zählbares Ergebnis verhagelte. Er holte den Gesamtsieg beim unmittelbaren Vorbereitungsrennen, der Burgos-Rundfahrt, jedoch ohne zu glänzen. Das Beiblatt in Landas Team ist mit dem Giro-Verlegenheits-Gesamtzweiten Damiano Caruso sowie Jack Haig, dem Vorjahressiebten Wout Poels und dem in den letzten Monaten erstaunlich erstarkten Mark Padun hervorzuheben.

Hugh Carthy belegte im Vorjahr bei der Vuelta den 3. Platz hinter Roglic und Carapaz, was auch 2021 das realistische Ziel sein sollte. Im erweiterten Favoritenkreis um die Podestplätze im Endklassement sind Miguel Angel Lopez, Enric Mas (beide Movistar) und Alexander Wlasow (Astana) zu nennen, vielleicht noch Romain Bardet (DSM), Rafal Majka (UAE) und ein wieder erstarkter Fabio Aru (Qhubeka) bei seiner Abschlussvorstellung.

Von den besten Klassementfahrern der Welt fehlen in erster Linie der Dominator Tadej Pogacar (UAE) und der Überraschungs-Tour-Zweite Jonas Vingegaard (Jumbo). Außerdem nicht dabei sind natürlich ein paar weitere Top-Ten-Fahrer der Tour-de-France, wie Ben O'Connor (AG2R) und Wilco Kelderman (Bora). Von den diesjährigen genannten Vuelta-Favoriten haben die vollständige Tour de France Carapaz, Mas und Majka in den Beinen – Majka allerdings nur als Helfer. Außerdem dort dabei waren Roglic mit frühem und Lopez mit spätem Aus.

3 Favoriten für die Sprints

Für Etappensiege in Massensprints bewerben sich bei der Vuelta 2021 nur 3 Spitzensprinter, die alle ungefähr gleich aussichtsreich einzuschätzen sind: Arnaud Démare (Groupama), Jasper Philipsen (Alpecin) und Fabio Jakobsen (Deceuninck). Dabei gibt es für Vuelta-Verhältnisse 2021 außergewöhnlich viele Gelegenheiten für die Sprinter. Das dürfte Michael Matthews oder Luka Mezgec (beide BikeExchange), Juan Molano oder Matteo Trentin (beide UAE), Davide Cimolai (Israel), Jon Aberasturi (Caja Rural), Alberto Dainese (DSM), Martin Laas (Bora) und Riccardo Minali (Intermarché) Gelegenheiten für ein paar Top-Ergebnisse eröffnen.

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