Vuelta a España 2021 - 3. Etappe

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Taaramäe mit großem Ausreißer-Coup

Rein Taaramäe (Intermarché) gewann die 3. Etappe der Vuelta 2021 und damit deren ersten Bergankunft. Der 34-jährige Este stammte aus der 8-köpfigen frühen Spitzengruppe des Tages, aus der insgesamt 4 Fahrer vor den Favoriten um den Gesamtsieg durchkamen. Primoz Roglic (Jumbo) gab damit kontrolliert das Rote Trikot des Gesamtführenden an Taaramäe ab. Hoch zum Picón Blanco hängte Taaramäe zuletzt Joe Dombrowski (UAE) und Kenny Elissonde (Trek) ab. Die beiden erreichten mit 21 und 36 Sekunden das Ziel. Auch noch vor Roglic & Co. kam Lilian Calmejane (AG2R) an.

Die Gruppe um Roglic umfasste zum Schluss nur noch 8 Fahrer, von denen Enric Mas (Movistar) kurz vorm Ziel noc3 Sekunden herausholte auf Lopez (Movistar), Roglic, Yates (Ineos), Landa (Bahrain), Ciccone (Trek), Bernal (Ineos) und Valverde (Movistar). Aru fehlten 7 Sekunden auf diese Gruppe. Von den am höchsten gewetteten Fahrern neben Roglic, Bernal, Yates und Landa mussten Hugh Carthy (EF) und Richard Carapaz (Ineos) abreißen lassen. Der Vorjahresdritte Carthy begrenzte den Schaden auf 21 Sekunden Verlust. Der Olympiasieger Carapaz hingegen bekam eine glatte Minute eingeschenkt.

 

Ergebnis
 1. Rein Taaramäe (EST)        - Intermarché-Wanty        5:16:57
 2. Joe Dombrowski (USA)       - UAE-Emirates               +0:21
 3. Kenny Elissonde (FRA)      - Trek-Segafredo             +0:36
 4. Lilian Calmejane (FRA)     - AG2R La Mondiale           +1:16
 5. Enric Mas (ESP)            - Movistar                   +1:45
 6. Miguel Angel Lopez (COL)   - Movistar                   +1:48
 7. Primoz Roglic (SLO)        - Jumbo-Visma
 8. Adam Yates (GBR)           - Ineos Grenadiers          alle
 9. Mikel Landa (ESP)          - Bahrain Victorious
10. Giulio Ciccone (ITA)       - Trek-Segafredo           gleiche
11. Egan Bernal (COL)          - Ineos Grenadiers
12. Alejandro Valverde (ESP)   - Movistar                  Zeit
13. Fabio Aru (ITA)            - Qhubeka-Assos              +1:55
14. Juan Pedro Lopez (ESP)     - Trek-Segafredo             +2:00
15. David de la Cruz (ESP)     - UAE-Emirates             gl.Zeit
16. Gino Mäder (SUI)           - Bahrain Victorious         +2:06
17. Mark Padun (UKR)           - Bahrain Victorious         +2:09
18. Oscar Cabedo (ESP)         - Burgos-BH                gl.Zeit
19. Hugh Carthy (GBR)          - EF Education-Nippo       gl.Zeit
20. Mikel Bizkarra (ESP)       - Euskaltel-Euskadi          +2:12
...
24. Romain Bardet (FRA)        - DSM                        +2:17
25. Alexander Wlasow (RUS)     - Astana-Premier Tech        +2:17
27. Damiano Caruso (ITA)       - Bahrain Victorious         +2:17
38. Richard Carapaz (ECU)      - Ineos Grenadiers           +2:48
41. Felix Großschartner (AUT)  - Bora-Hansgrohe             +3:15
43. Jack Haig (AUS)            - Bahrain Victorious         +3:15
44. Guillaume Martin (FRA)     - Cofidis                    +3:15
51. Rafal Majka (POL)          - UAE-Emirates               +3:31
- 182 Fahrer klassiert.
DNF Frederik Frison (BEL)      - Lotto-Soudal
DNS Alexander Cataford (CAN)   - Israel

 

Taaramäe übernahm die Gesamtführung 25 Sekunden vor Elissonde und 30 vor dem alten Führenden Roglic. Außerdem eroberte er das blau gepunktete Bergtrikot. Von den Klassementfahrern bisher schadlos hielten sich außer Roglic nur die 3 Teamkollegen Mas, Lopez und Valverde sowie Bernal und mit Abstrichen Landa, der mal wieder einer guten halben Minute aus den ersten beiden Etappen hinterherrennt.

Yates fehlen aufgrund des späten Massensturzes vom Vortag schon ein paar Sekunden mehr, und bei Carthy summiert sich der Rückstand aufs Rote Trikot schon auf 2:02 Minuten, als auf 1:32 gegenüber Roglic. Da ist sogar Carapaz, die Enttäuschung des Tages, noch 7 Sekunden davor.

 

Gesamtwertung
 1. Rein Taaramäe (EST)        - Intermarché-Wanty        9:25:44
 2. Kenny Elissonde (FRA)      - Trek-Segafredo             +0:25
 3. Primoz Roglic (SLO)        - Jumbo-Visma                +0:30
 4. Lilian Calmejane (FRA)     - AG2R La Mondiale           +0:35
 5. Enric Mas (ESP)            - Movistar                   +0:45
 6. Miguel Angel Lopez (COL)   - Movistar                   +0:51
 7. Alejandro Valverde (ESP)   - Movistar                   +0:57
 8. Giulio Ciccone (ITA)       - Trek-Segafredo             +0:57
 9. Egan Bernal (COL)          - Ineos Grenadiers           +0:57
10. Mikel Landa (ESP)          - Bahrain Victorious         +1:07
11. Gino Mäder (SUI)           - Bahrain Victorious         +1:10
12. Alexander Wlasow (RUS)     - Astana-Premier Tech        +1:13
13. Fabio Aru (ITA)            - Qhubeka-Assos              +1:14
14. Romain Bardet (FRA)        - DSM                        +1:16
15. Damiano Caruso (ITA)       - Bahrain Victorious         +1:20
16. Adam Yates (GBR)           - Ineos Grenadiers           +1:21
...
24. Hugh Carthy (GBR)          - EF Education-Nippo         +2:02
27. Richard Carapaz (ECU)      - Ineos Grenadiers           +2:15
31. Felix Großschartner (AUT)  - Bora-Hansgrohe             +2:17

 

Ein paar Kilometer nach dem scharfen Start der 3. Etappe fanden 8 Ausreißer zueinander: Calmejane, Bayer (Alpecin), Bol (Burgos), Amezqueta (Caja Rural), Soto (Euskaltel), Taaramäe, Elissonde und Dombrowski. Von denen war Soto der Bestplatzierte in der Gesamtwertung mit nur 29 Sekunden Rückstand, so dass er schnell virtuell im Roten Trikot fuhr. Auch Bayer und Calmejane gingen mit 33 und 38 Sekunden, also mit unter eine Minute Rückstand in die 3. Etappe. Das Rote Trikot schnappte sich aber Taaramäe, der zuvor um 88 Sekunden hinten lag. Taaramäe hatte 10 Jahre zuvor schon einmal eine Vuelta-Etappe gewonnen, damals auch mit Bergankunft.

Auf der 3. Etappe der Vuelta 2021 betrug der Vorsprung der 8 Spitzenreiter beständig zwischen 8 und 9 Minuten. Im Hauptfeld kontrollierte nur Roglics Team das Tempo auf ein erträgliches Maß. Innerhalb der letzten 20 Kilometer halbierte sich der Abstand sprunghaft, als andere Teams mit nach vorn kamen, um ihre Kapitäne zu positionieren.

Lilian Calmejane probierte es mit einer Attacke noch vor Beginn des 7,6 Kilometer langen Schlussanstiegs. Er wurde jedoch von den Top-3 des Tages gestellt und überholt. Im Hauptfeld zuckten am Schlussanstieg David de la Cruz (UAE) und Adam Yates kurz in die Offensive, wurden aber sofort gestellt. Letztlich handelte es sich um ein klassisches Ausscheidungsfahren, in dem nur Mas ganz zum Schluss noch unbedeutend für einen 5. Platz entwischte.


Vorschau auf diese Etappe: Die 3. Etappe der Vuelta 2021 hält deren erste Bergankunft bereit. Die letzten 7,6 Kilometer von Espinosa de los Monteros zum Picón Blanco steigen im Schnitt um 9,3 % mit Spitzen von 18 %. Das ist zwar nicht super lang, aber Vuelta-typisch knackig steil, so dass man Unterschiede zwischen den Klassement-Aspiranten sehen wird. Und 20 Kilometer vorm Ziel gibt es an einem knapp 3 Kilometer langen Anstieg Bonussekunden nach Vorbild der Tour de France – wohl in der naiven Hoffnung, dass hier schon die Attacken der großen Namen beginnen ...

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Vuelta a España 2021
3. Etappe (202,8km)
von Santo Domingo de Silos 12:18
nach Espinosa de los Monteros 17:30

3 -km164 13:18 Puerto del Manquillo
S -km37 16:34 Medina de Pomar
3 / B -km20 16:59 Puerto de Bocos
1 -km0 17:30 Picón Blanco

Etappensieg:
Rein Taaramäe (EST)

Rotes Trikot:
Rein Taaramäe (EST)

Grünes Trikot:
Jasper Philipsen (BEL)

Bergtrikot:
Rein Taaramäe (EST)
- wird getragen von Elissonde

Jungprofi-Trikot:
Egan Bernal (COL)

Teamwertung:
UAE-Emirates

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