Vuelta a España 2020 - 8. Etappe

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Roglic kriegt alle klein, Carapaz behält Rot

Primoz Roglic (Jumbo) gewann auf der 8. Vuelta-Etappe die umgekämpfte Moncalvillo-Bergankunft. Der 30-jährige Slowene distanzierte nach einem harten Schlagabtausch der besten Bergfahrer zuletzt 750 Meter vorm Ziel Richard Carapaz (Ineos), der bis zur Linie 13 Sekunden verlor und sein Rotes Trikot knapp verteidigte. Als nächste Fahrer kamen versprengt Daniel Martin (Israel) mit 19, Alexander Wlasow (Astana) mit 25, Hugh Carthy (EF) mit 33, Wout Poels (Bahrain) mit 35 und Enric Mas (Movistar) mit 54 Sekunden Rückstand ins Ziel.

 

Ergebnis
 1. Primoz Roglic (SLO)        - Jumbo-Visma              4:07:08
 2. Richard Carapaz (ECU)      - Ineos                      +0:13
 3. Daniel Martin (IRL)        - Israel                     +0:19
 4. Alexander Wlasow (RUS)     - Astana                     +0:25
 5. Hugh Carthy (GBR)          - EF                         +0:33
 6. Wout Poels (NED)           - Bahrain-McLaren            +0:35
 7. Enric Mas (ESP)            - Movistar                   +0:54
 8. Sepp Kuss (USA)            - Jumbo-Visma              gl.Zeit
 9. Esteban Chaves (COL)       - Mitchelton-Scott           +1:33
10. Clément Champoussin (FRA)  - AG2R La Mondiale           +1:37
11. Alejandro Valverde (ESP)   - Movistar                   +1:39
12. Mikel Nieve (ESP)          - Mitchelton-Scott          gl.Zeit
13. George Bennett (NZL)       - Jumbo-Visma                +1:49
14. Guillaume Martin (FRA)     - Cofidis                    +2:05
15. David de la Cruz (ESP)     - UAE-Emirates              alle
16. Marc Soler (ESP)           - Movistar                 gleiche
17. Felix Großschartner (AUT)  - Bora-Hansgrohe            Zeit
18. David Gaudu (FRA)          - Groupama-FDJ               +2:35
19. Sergio Henao (COL)         - UAE-Emirates               +2:56
20. Michael Woods (CAN)        - EF                         +3:23
...
22. Gorka Izagirre (ESP)       - Astana                     +3:48
23. Mattia Cattaneo (ITA)      - Deceuninck-Quick Step      +3:48
34. Gino Mäder (SUI)           - NTT                        +7:22
- 157 Fahrer klassiert.
DNS Tom Dumoulin (NED)         - Jumbo-Visma
DNS Kenny Elissonde (FRA)      - Trek-Segafredo
DNS Michal Golas (POL)         - Ineos

 

In der Gesamtwertung schrumpfte der Vorsprung von Carapaz vor Roglic auf 13 Sekunden. Roglic und Carthy tauschten den 2. und 4. Platz. Dan Martin blieb mit nun 28 Sekunden Rückstand aufs Rote Trikot auf dem 3. Platz. Ab dem 5. Platz vergrößerten sich die Rückstande von Mas, Felix Großschartner (Bora) und den nachfolgenden Fahrern. Wlasow und Poels hatten an den ersten Tagen schon ein paar Minuten Zeitverlust angesammelt.

 

Gesamtwertung
 1. Richard Carapaz (ECU)      - Ineos                   32:31:06
 2. Primoz Roglic (SLO)        - Jumbo-Visma                +0:13
 3. Daniel Martin (IRL)        - Israel                     +0:28
 4. Hugh Carthy (GBR)          - EF                         +0:44
 5. Enric Mas (ESP)            - Movistar                   +1:54
 6. Felix Großschartner (AUT)  - Bora-Hansgrohe             +3:28
 7. Esteban Chaves (COL)       - Mitchelton-Scott           +3:28
 8. Alejandro Valverde (ESP)   - Movistar                   +3:35
 9. Marc Soler (ESP)           - Movistar                   +3:40
10. Wout Poels (NED)           - Bahrain-McLaren            +3:47
11. Mikel Nieve (ESP)          - Mitchelton-Scott           +4:17
12. George Bennett (NZL)       - Jumbo-Visma                +4:21
13. David de la Cruz (ESP)     - UAE-Emirates               +4:44
14. David Gaudu (FRA)          - Groupama-FDJ               +6:15
15. Alexander Wlasow (RUS)     - Astana                     +6:52
16. Gorka Izagirre (ESP)       - Astana                     +7:00
17. Sergio Henao (COL)         - UAE-Emirates               +7:17
18. Mattia Cattaneo (ITA)      - Deceuninck-Quick Step      +7:27
19. Guillaume Martin (FRA)     - Cofidis                    +8:25
20. Sepp Kuss (USA)            - Jumbo-Visma               +10:06
21. Gino Mäder (SUI)           - NTT                       +11:19

 

Die 7 Mitglieder der frühen Spitzengruppe des Tages hießen Cavagna (Deceuninck), Costa (UAE), Stannard (Mitchelton), Dewulf (Lotto), Dyball (NTT), Simon (Total) und Madrazo (Burgos). Sie stellten keinerlei Gefahr in der Gesamtwertung dar. Dennoch hielt erst das Team von Carapaz den Abstand zu den Ausreißern klein, und dann übernahm das Team von Mas, um die Spitze noch am Fuße des Schlussanstieges zu schlucken. Den Etappensieg und damit auch die meisten Bonussekunden sackte aber Roglic ein.

Erst Ausscheidungsfahren, dann Festival der Attacken

Schon vor dem offiziell 8,3 Kilometer langen Schlussanstieg in der Provinz Rioja war das Hauptfeld ordentlich ausgedünnt. Das Ausscheidungsfahren setzte sich dann im steiler werdenden Berg unter Führung von Roglics Helfern fort. Eine Attacke von Alejandro Valverde (Movistar) verpuffte 6,5 Kilometer vorm Ziel. Innerhalb der letzten 5 Kilometer übernahm Carthys letzter Helfer die Führungsarbeit. Einen Kilometer später befanden sich außerdem schon nur noch Carapaz, Roglic, dessen Edelhelfer Sepp Kuss sowie Dan Martin, Mas, Esteban Chaves (Mitchelton), Wlasow und Poels an der Spitze.

Dann attackierte Carthy mit Kuss am Rad. Carapaz führte, unterbrochen durch eine Attacke von Martin, eben diesen sowie Roglic, Mas und Wlasow an Carthy und Kuss heran. Chaves und Poels waren zurückgefallen. Kuss legte sofort eine Attacke oben drauf. Carapaz sprang mit Roglic am Rad hinterher und vorbei, gefolgt von Carthy und Martin. Wlasow und Mas gerieten ins Hintertreffen.

Roglic, Carapaz, Martin, Carthy, Wlasow geben es sich

1,8 Kilometer vorm Ziel kehrten Carthy, Martin und auch Wlasow zu Carapaz und Roglic zurück, wohingegen Mas endgültig abgehängt war und noch hinter Poels zurückfiel. Den Zusammenschluss nutzte der im Gesamtklassement zurückgefalle Wlasow zur Attacke gegen die Top-4 der Klassementfahrer. Aus diesem Quartett sprintete Roglic kurz vor der Kilometermarke davon und vorbei an Wlasow. An der flamme rouge hatte Carapaz die Lücke zu Roglic gestopft, und auch Martin und Wlasow waren nicht weit – im Gegensatz zum nun abgehängten Carthy. An der 800-Meter-Marke attackierte Carapaz und fing sich prompt den deftigen Konter von Roglic.


Vorschau auf diese Etappe: Mit einer Bergankunft in der Rioja endet die 8. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2020. Der Schlussanstieg zum Alto del Moncalvillo ist 8,3 Kilometer lang und im Schnitt 9,2 % steil, wobei die 2. Hälfte steiler ist mit einer Spitze von 15 %. Die Gesamtwertung wird hier oben weitere Formen annehmen.

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Vuelta a España 2020
8. Etappe (164,0km)
von Logroño 13:03
nach Alto de Moncalvillo 17:15

S -km61 15:42 Jalón de Cameros
2 -km51 15:58 Puerto de la Rasa
1 -km0 17:15 Alto de Moncalvillo

Etappensieg:
Primoz Roglic (SLO)

Rotes Trikot:
Richard Carapaz (ECU)

Punktewertung:
Primoz Roglic (SLO)

Bergwertung:
Guillaume Martin (FRA)

Jungprofi-Wertung:
Enric Mas (ESP)

Teamwertung:
Movistar

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