Tour de France 2026 - 7. Etappe
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Merlier als schnellster Sprinter in Bordeaux vorn
Tim Merlier (Soudal) gewann in Bordeaux die 7. Etappe der Tour de France 2026 im Massensprint. Der 33-jährige Belgier schlug mit fast 2 Radlängen Vorsprung Søren Wærenskjold (Uno-X). Mit geringerem Abstand folgten Biniam Girmay (NSN), Max Kanter (XDS) und Jasper Philipsen (Alpecin) auf den Plätzen 3 bis 5.
Philipsen bekam den Sprint von seinem Zug angefahren, wurde aber von van der Poel schon an der 250-Meter-Marke im Wind abgesetzt. So brachte Gaviria (Caja Rural) das Hinterrad in doppeltem Sinnen gar nichts, weil Philipsen vor ihm zu früh starten mussten und ihn außerdem an der Bande einklemmte.
Hinter Philpsen, Gaviria, Girmay und Merlier verließ Wærenskjold das Hinterrad des späteren Siegers. Dies brachte ihm den 2. Platz ein, nahm ihm aber die Restchance auf den Sieg. Den so wurde er zum perfekten Anfahrer für Merlier, der sich aus dem Gewusel befreien konnte und ohnehin der offenbar schnellste Sprinter dieser Tour ist.
Vom Sieger des ersten Massensprints 2 Tage zuvor, Olav Kooij (Decathlon), war in Bordeaux nichts zu sehen. Der damals zweitplatzierte Kanter konnte diesmal nicht von ganz vorne starten, sondern geriet weiter hinten in ein Gerangel mit Godon (Netcompany). Trotzdem gelang noch ein 4. Platz vor Philipsen.
Ergebnis 1. Tim Merlier (BEL) - Soudal-Quick Step 3:44:20 2. Søren Wærenskjold (NOR) - Uno-X 3. Biniam Girmay (ERI) - NSN 4. Max Kanter (GER) - XDS-Astana 5. Jasper Philipsen (BEL) - Alpecin-Deceuninck 6. Phil Bauhaus (GER) - Bahrain Victorious 7. Huub Artz (NED) - Lotto-Intermarché 8. Dorian Godon (FRA) - Netcompany-Ineos 9. Mads Pedersen (DEN) - Lidl-Trek alle 10. Tom van Asbroeck (BEL) - NSN 11. Pavel Bittner (CZE) - Picnic-PostNL 12. Pascal Ackermann (GER) - Jayco-Alula gleiche 13. Milan Fretin (BEL) - Cofidis 14. Fernando Gaviria (COL) - Caja Rural-Seguros RGA 15. Anthony Turgis (FRA) - Totalenergies Zeit - 176 Fahrer klassiert. DNS Torstein Træen (NOR) - Uno-X
In der Gesamtwertung gab es in den Top-Ten keine Veränderungen. Tadej Pogacar (UAE) behielt im gelben Trikot seinen am Vortrag herausgefahrenen 2:42-Minuten-Vorsprung vor Jonas Vingegaard (Visma).
Gesamtwertung 1. Tadej Pogacar (SLO) - UAE-XRG 24:56:17 2. Jonas Vingegaard (DEN) - Visma-Lease a Bike +2:42 3. Isaac del Toro (MEX) - UAE-XRG +3:27 4. Remco Evenepoel (BEL) - Red Bull-Bora +3:30 5. Juan Ayuso (ESP) - Lidl-Trek +3:34 6. Paul Seixas (FRA) - Decathlon-CMA CGM +3:55 7. Florian Lipowitz (GER) - Red Bull-Bora +4:00 8. Lenny Martinez (FRA) - Bahrain Victorious +4:21 9. Mattias Skjelmose (DEN) - Lidl-Trek +4:57 10. Mathias Vacek (CZE) - Lidl-Trek +7:10
Mit Senken der Startflagge wagten Baptiste Veistroffer (Lotto) und Jakub Ortruba (Caja Rural) das Himmelfahrtskommando auf dieser Flachetappe gegen die Sprinterteams. Diese ließen das Fluchtduo des Tages nicht weit weg. Die meisten Arbeit verrichteten die Helfer von Philipsen und Merlier.
Veistroffer konnte immerhin den Zwischensprint und den einzigen kleinen Bergpreis des Tages für sich entscheiden. Auf den 3. Platz beim Zwischensprint kam Mads Pedersen (Lidl) vor Girmay, Kanter, Philipsen und Merlier. Das Grüne Trikot behielt Pedersen deutlich, obschon die Punkteabstände im Ziel deutlich größer ausfielen und Pedersen dort nur den 9. Platz belegte.
Grünes Trikot 1. Mads Pedersen (DEN) - Lidl-Trek 204 p. 2. Biniam Girmay (ERI) - NSN 145 3. Max Kanter (GER) - XDS-Astana 140 4. Tim Merlier (BEL) - Soudal-Quick Step 134 5. Jasper Philipsen (BEL) - Alpecin-Deceuninck 126 6. Tadej Pogacar (SLO) - UAE-XRG 75 7. Søren Wærenskjold (NOR) - Uno-X 73
Aber Pedersens Vorsprung in dieser Sonderwertung war vorher groß genung, anders als der Vorsprung der beiden Ausreißer. Diese wurden 20 Kilometer vorm Ziel an einem erneut heißen Tour-Tag vom Hauptfeld eingeholt. Auf den letzten 2 Kilometern bauten Philipsens Teamkollegen einen beeindruckenden Zug auf, für den jedoch schließlich zu früh Endstation war.
Vorschau auf diese Etappe: Die 7. Etappe der Tour de France 2026 führt flach von Süd nach Nord durch Aquitanien, im Südosten Frankreichs. Das sollte doch wie gemacht sein für die Sprinter im Peloton. Das Ziel liegt in der einstigen Spritnerstadt Bordeaux. Der Schlusskilometer beschreibt eine sehr sanften, aber kontinuierlichen Rechtsbogen entlang der rechts gelegenen Garonne.
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