Tour de France 2026 - 6. Etappe
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Pogacar mit 43-Kilometer-Solo 2:38 voraus!
Der große Col du Tourmalet lag eigentlich zu weit vom Ziel entfernt. Doch Tadej Pogacar (UAE) sah das wieder mal anders und planierte nach Vorarbeit seines All-Star-Teams alles. Der Slowene gewann in Gavarnie-Gèdre die 6. Etappe der Tour de France 2026 durch die Pyrenäen nach knapp 43 Kilometern Alleinfahrt. Nach ebensolchem Solo erreichte Jonas Vingegaard (Visma) mit erniedrigenden 2:38 Minuten Rückstand auf dem 2. Platz das Ziel.
Dahinter neutralisierten sich die nächstbesten Fahrer. Obwohl oder weil zusammen unterwegs, verloren sie sukzessive Zeit auf Pogacar. Vingegaard hingegen holten sie fast noch ein. Auf den 3. Platz sprintete allerdings Pogacars Teamkollege Isaac del Toro (UAE), der zuvor hinten drauflag. Ebenfalls mit 2:57 Minuten Verlust wurden Evenepoel (Red Bull), Seixas (Decathlon), Lipowitz (Red Bull), Ayuso und Skjelmose (beide Lidl) gewertet. Martinez (Bahrain) und Kuss (Visma) ließen auf den letzten Metern noch ein paar Sekunden liegen.
Oben auf dem Col du Tourmalet 38,4 Kilometer vorm Ziel betrug Pogacars Vorsprung vor Vingegaard noch eine halbe Minute. Mit 1:26 Minuten Rückstand erreichten Paul Seixas, Florian Lipowitz und del Toro die Passhöhe. 20 weitere Sekunden zurück lagen Remco Evenepoel, Juan Ayuso, Mattias Skjelmose, Lenny Martinez und Sepp Kuss.
In der Abfahrt verdoppelte Pogacar seinen Vorsprung auf eine Minute. Im 18,4 Kilometer langen, aber nur 4 % steilen Schlussanstieg ging die Lücke dann richtig derbe auf. Hinter Vingegaard kam es in der Tourmalet-Abfahrt auf Evenepoels Initiative hin relativ schnell zum Zusammenschluss der beiden Verfolgergruppen. So verlor Evenepoel immerhin bergab nichts auf Pogacar, dafür bergauf wiederum umso mehr.
Einsam auf dem 11. Platz kam Egan Bernal (Netcompany), der einzige Ex-Toursieger in der Startliste außer Pogacar und Vingegaard, mit knapp 5 Minuten Rückstand ins Ziel. Dahinter folgte lange nichts. Ab dem 12. Platz betrug der Rückstand 8 Minuten und mehr. Torstein Træen (Uno-X) im Gelbe Trikot hatte schon am Tourmalet über 8 Minuten Rückstand und die Gesamtführung virtuell verloren. In der Abfahrt stürzte er, weil er sich am Hinterrad eines Teamkollegen aufhängte. Zusammen erreichten sie mit einer halben Stunde Rückstand das Ziel.
Ergebnis 1. Tadej Pogacar (SLO) - UAE-XRG 4:32:07 2. Jonas Vingegaard (DEN) - Visma-Lease a Bike +2:38 3. Isaac del Toro (MEX) - UAE-XRG +2:57 4. Remco Evenepoel (BEL) - Red Bull-Bora 5. Paul Seixas (FRA) - Decathlon-CMA CGM 6. Florian Lipowitz (GER) - Red Bull-Bora alle 7. Juan Ayuso (ESP) - Lidl-Trek gleiche 8. Mattias Skjelmose (DEN) - Lidl-Trek Zeit 9. Lenny Martinez (FRA) - Bahrain Victorious +3:02 10. Sepp Kuss (USA) - Visma-Lease a Bike +3:06 11. Egan Bernal (COL) - Netcompany-Ineos +4:47 12. Jordan Jegat (FRA) - Totalenergies +8:18 13. Harold Tejada (COL) - XDS-Astana alle 14. Ilan van Wilder (BEL) - Soudal-Quick Step gleiche 15. Tom Pidcock (GBR) - Pinarello-Q36.5 Zeit 16. Yannis Voisard (SUI) - Tudor +8:21 17. Adam Yates (GBR) - UAE-XRG 18. Tobias Johannessen (NOR) - Uno-X 19. Lennert van Eetvelt (BEL) - Lotto-Intermarché alle 20. Brandon McNulty (USA) - UAE-XRG gleiche 21. Davide Piganzoli (ITA) - Visma-Lease a Bike Zeit 22. Pablo Castrillo (ESP) - Movistar +8:21 23. Richard Carapaz (ECU) - EF Education-Easypost +8:51 24. Chris Harper (AUS) - Pinarello-Q36.5 +9:33 25. Mathias Vacek (CZE) - Lidl-Trek +11:03 26. Ramses Debruyne (BEL) - Alpecin-Premier Tech gl.Zeit ... 29. Thymen Arensman (NED) - Netcompany-Ineos +16:50 31. Sean Quinn (USA) - EF Education-Easypost +16:50 51. Torstein Træen (NOR) - Uno-X +29:55 - 177 Fahrer klassiert. DNF Bert van Lerberghe (BEL) - Soudal-Quick Step DNF Cian Uijtdebroeks (BEL) - Movistar DNF Arvid de Kleijn (NED) - Tudor DNS Alex Molenaar (NED) - Caja Rural-Seguros RGA
Vingegaard mehr Zeit hinter Pogacar als vorm 9. Platz
Das Rennen um den Gesamtsieg bei der Tour de France 2026 ist damit schon nach 6 von 21 Etappen gelaufen, wenn Pogacar von Stürzen und Krankheiten verschont bleibt. Zuzüglich Bonussekunden schlüpfte Pogacar mit 2:42 Minuten Vorsprung erneut ins Gelbe Trikot vor Jonas Vingegaard. Auf den 3. Platz rückte del Toro anstatt Evenepoel auf, weil er sich im Zielsprint für 4 Bonussekunden durchsetzte. Vom 3. Platz zum Gelben Trikot sind es nach der 6. Etappe 3:27 Minuten. Vingegaard auf dem 2. Platz hat mehr Rückstand auf Pogacar als Vorsprung auf den 9. Platz.
Gesamtwertung 1. Tadej Pogacar (SLO) - UAE-XRG 21:11:57 2. Jonas Vingegaard (DEN) - Visma-Lease a Bike +2:42 3. Isaac del Toro (MEX) - UAE-XRG +3:27 4. Remco Evenepoel (BEL) - Red Bull-Bora +3:30 5. Juan Ayuso (ESP) - Lidl-Trek +3:34 6. Paul Seixas (FRA) - Decathlon-CMA CGM +3:55 7. Florian Lipowitz (GER) - Red Bull-Bora +4:00 8. Lenny Martinez (FRA) - Bahrain Victorious +4:21 9. Mattias Skjelmose (DEN) - Lidl-Trek +4:57 10. Mathias Vacek (CZE) - Lidl-Trek +7:10 11. Egan Bernal (COL) - Netcompany-Ineos +9:12 12. Sean Quinn (USA) - EF Education-Easypost +9:35 13. Tobias Johannessen (NOR) - Uno-X +9:42 14. Ilan van Wilder (BEL) - Soudal-Quick Step +9:45 15. Tom Pidcock (GBR) - Pinarello-Q36.5 +9:50 16. Richard Carapaz (ECU) - EF Education-Easypost +10:46 17. Davide Piganzoli (ITA) - Visma-Lease a Bike +10:46 18. Lennert van Eetvelt (BEL) - Lotto-Intermarché +10:51 19. Jordan Jegat (FRA) - Totalenergies +10:56 20. Ramses Debruyne (BEL) - Alpecin-Premier Tech +11:26 21. Yannis Voisard (SUI) - Tudor +11:43 22. Harold Tejada (COL) - XDS-Astana +13:06 23. Pablo Castrillo (ESP) - Movistar +13:24 24. Sepp Kuss (USA) - Visma-Lease a Bike +13:33 25. Adam Yates (GBR) - UAE-XRG +14:31 26. Brandon McNulty (USA) - UAE-XRG +18:26 27. Thymen Arensman (NED) - Netcompany-Ineos +19:19
Alle Ausreißversuche in der ersten Etappenphase waren zum Scheitern verurteilt. Denn Pogacar verriet durch die konsequente Tempoarbeit seiner Helfer früh sein Vorhaben, mal wieder alle anderen zu deklassieren.
Vorschau auf diese Etappe: Schon früh bei der Tour 2026 geht es ins Hochgebirge. Auf der 6. Etappe stehen in den Pyrenäen der Col d'Aspin und der Col du Tourmalet im Profil. Der Tag endet mit einer Bergankunft im bisher nicht besuchten Gavarnie-Gèdre. Der Schlussanstieg ist zwar satte 18,7 Kilometer lang, allerdings nur 4 % im Schnitt steil. Das klingt eher nach Ausreißergruppe als nach Schlagabtausch unter den Favoriten. In anderen Jahren wählte man nach ähnlichem Etappenverlauf in Lus-Saint-Sauveur den Weiterweg nach Westen zur deutlich schwierigeren Bergankunft in Luz-Ardiden. Nun aber erfolgt 2026 der Fahrtweg nach Süden nahe der Grenze zu Spanien, wo die Tour die ersten 3 Tage unterwegs war. Die schwierigsten Etappen möchte sich der Veranstalter wohl wie fast immer für die letzte Woche aufsparen.
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