Tour de France 2026 - 16. Etappe
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Nächster Evenepoel-Sieg, Lipowitz stürzt raus
Remco Evenepoel (Red Bull) wurde seiner Favoritenstellung bei 26,1 Kilometer langen Einzelzeitfahren auf der 16. Etappe der Tour 2026 gerecht. Der 26-jährige Belgier verwies wie schon vor dem Ruhetag Tadej Pogacar (UAE) auf den 2. Platz. Zwischen Evian und Thonon am Genfer See war Evenepoel 28 Sekunden schneller als der Mann im Gelben Trikot. Der Vorjahrdritte und aktuelle Fünfte Florian Lipowitz (Red Bull) stürzte 6,5 Kilometer vorm Ziel in einer Rechtskurve und konnte nicht weiterfahren.
Die Top-5 der Tageswertung indes rundeten mit Skjelmose (Lidl), Seixas (Decathlon) und del Toro (UAE) weitere Klassementfahrer ab, jeweils etwas mehr als eine Minute hinter Evenepoel. Erst auf den Plätzen 6 bis 11 tauchten starke Zeitfahrer ohne Ambitionen in der Gesamtwertung auf. Von den Konkurrenten um den Podestplatz hinter Pogacar und Evenepoel verlor Ayuso (Lidl) die meiste Zeit, 2:22 hinter de Tagessieger.
Ergebnis 1. Remco Evenepoel (BEL) - Red Bull-Bora 32:19 2. Tadej Pogacar (SLO) - UAE-XRG +0:28 3. Mattias Skjelmose (DEN) - Lidl-Trek +1:04 4. Paul Seixas (FRA) - Decathlon-CMA CGM +1:16 5. Isaac del Toro (MEX) - UAE-XRG +1:21 6. Mattia Cattaneo (ITA) - Red Bull-Bora +1:42 7. Thymen Arensman (NED) - Netcompany-Ineos +1:47 8. Bruno Armirail (FRA) - Visma-Lease a Bike +1:55 9. Pablo Castrillo (ESP) - Movistar +2:00 10. Joshua Tarling (GBR) - Netcompany-Ineos +2:02 11. Filippo Ganna (ITA) - Netcompany-Ineos +2:06 12. Tom Pidcock (GBR) - Pinarello-Q36.5 +2:07 13. Felix Großschartner (AUT) - UAE-XRG +2:07 14. Matteo Jorgenson (USA) - Visma-Lease a Bike +2:17 15. Juan Ayuso (ESP) - Lidl-Trek +2:22 ... 20. Lenny Martinez (FRA) - Bahrain Victorious +2:50 22. Brandon McNulty (USA) - UAE-XRG +3:01 23. Yannis Voisard (SUI) - Tudor +3:02 25. Davide Piganzoli (ITA) - Visma-Lease a Bike +3:14 26. Ilan van Wilder (BEL) - Soudal-Quick Step +3:21 36. Jordan Jegat (FRA) - Totalenergies +3:52 41. Richard Carapaz (ECU) - EF Education-Easypost +4:05 50. Egan Bernal (COL) - Netcompany-Ineos +4:30 85. Adam Yates (GBR) - UAE-XRG +5:30 - 164 Fahrer klassiert. DNF Florian Lipowitz (GER) - Red Bull-Bora DNS Lars Craps (BEL) - Lotto-Intermarché
Der immer noch komfortable Vorsprung von Pogacar vor Evenepoel schrumpfte auf 4:32 Minuten. Isaac del Toro behauptete den 3. Platz gegen Paul Seixas, der sich um 5 Sekunden dem Podest annäherte. Andererseits ging die Lücke zwischen Evenepoel und del Toro auf über 2 Minuten auf.
Nach Vingegaard eine Etappe zuvor schied mit Lipowitz der nächste Podestfahrer des Vorjahres nach Sturz in einer Rechtskurve mit einer Schulterverletzung aus. Außer Lipowitz verabschiedete sich wahrscheinlich auch Ayuso aus dem Kampf ums Podest, wenn auch aus anderem Grund. Sein Rückstand auf del Toro vergrößerte sich auf zweieinhalb Minuten. Dafür schrumpfte der Vorsprung auf den Teamkollegen Skjelmose auf unter eine Minuten. Durch das Lipowitz-Aus stieg mit Voisard (Tudor) ein Schweizer in die Top-Ten der Gesamtwertung auf.
Gesamtwertung 1. Tadej Pogacar (SLO) - UAE-XRG 56:14:18 2. Remco Evenepoel (BEL) - Red Bull-Bora +4:32 3. Isaac del Toro (MEX) - UAE-XRG +6:51 4. Paul Seixas (FRA) - Decathlon-CMA CGM +7:11 5. Juan Ayuso (ESP) - Lidl-Trek +9:22 6. Mattias Skjelmose (DEN) - Lidl-Trek +10:14 7. Lenny Martinez (FRA) - Bahrain Victorious +12:50 8. Tom Pidcock (GBR) - Pinarello-Q36.5 +12:58 9. Jordan Jegat (FRA) - Totalenergies +22:50 10. Yannis Voisard (SUI) - Tudor +24:18 11. Ilan van Wilder (BEL) - Soudal-Quick Step +25:02 12. Richard Carapaz (ECU) - EF Education-Easypost +25:45 13. Davide Piganzoli (ITA) - Visma-Lease a Bike +27:28 14. Adam Yates (GBR) - UAE-XRG +29:14 15. Egan Bernal (COL) - Netcompany-Ineos +45:03 16. Tobias Johannessen (NOR) - Uno-X +51:19 17. Sepp Kuss (USA) - Visma-Lease a Bike +51:29 18. Brandon McNulty (USA) - UAE-XRG +53:04 19. Sean Quinn (USA) - EF Education-Easypost +1:06:47 20. Nicolas Prodhomme (FRA) - Decathlon-CMA CGM +1:07:39 21. Tiesj Benoot (BEL) - Decathlon-CMA CGM +1:15:32
Evenepoel hatte auch bis zu allen 3 Zwischenzeit-Messpunkten die schnellste Zeit hingelegt. Auf den steigenden ersten knapp 10 Kilometern hatte der Zeitfahr-Weltmeister zur Hälfte 9 und 14 Sekunden Vorsprung vor Pogacar. Nach der Abfahrt waren es 16, auf der Fläche bis ins Ziel dann 28. Pogacar wackelte auch in der Lipowitz-Kurve, blieb aber auf dem Rad.
Del Toro ging genauso schnell an wie Skjelmose, hatte aber an der 2. Zwischenzeit 1:06 Minuten Rückstand auf Evenepoel, Skjelmose hingegen 55. Lipowitz und Seixas lagen hier zwischen den beiden.
In der Abfahrt taten sich alle nicht viel. Am letzten Messpunkt, an dem eine Zeit für Lipowitz vorlag, konnte dieser sogar den Rückstand zu seinem Teamkollegen Evenepoel auf unter eine Minute drücken. Von dort ins Ziel verloren Pogacar, Skjelmise, Seixas und del Toro noch einmal fast durch die Bank je ungefähr 10 Sekunden auf Evenepoel.
Vorschau auf diese Etappe: Nach dem 2. und letzten Ruhetag steht das einzige Einzelzeitfahren der Tour de France 2026 auf dem Programm, nachdem der Auftakt an Tag 1 in einer Art Teamzeitfahren ausgetragen wurde. Der alleinige Kampf gegen die Uhr fällt mit einer Distanz von nur 26,1 Kilometern relativ mickrig aus. Die Strecke zwischen Évian und Thonon am Genfer See führt dabei die ersten 9,7 Kilometer bergan bei durchschnittlich 4,3 %. Danach geht es gut 6 Kilometer bergab, ehe die letzten 6 Kilometer vorwiegend flach sind. Auch Fahrkünste sind gefragt. Denn auf besagter Abfahrt und dann noch einmal in Thonin runter zum Genfer See stehen einige technische Kurven an.
Startzeiten
- 13:00:00 erster Starter
- 13:25:30 Tarling
- 13:58:30 Ganna
- 15:54:00 Vacek
- 16:06:00 Foss
- 16:40:30 McNulty
- ...
- 16:49:00 Yates
- 16:51:00 van Wilder
- 16:53:00 Carapaz
- 16:55:00 Voisard
- 16:57:00 Jegat
- 16:59:00 Pidcock
- 17:01:00 Martinez
- 17:03:00 Skjelmose
- 17:05:00 Ayuso
- 17:07:00 Lipowitz
- 17:09:00 Seixas
- 17:11:00 del Toro
- 17:13:00 Evenepoel
- 17:15:00 Pogacar
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Die Klassementfahrer konnten vor der 16. Etappe am Ruhetag nochmal Kräfte aufladen. Für fast alle anderen geht es darum, im Zeitlimit zu bleiben und quasi einen weiteren Ruhetag zu verbringen.
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