Tour de France 2024 - 5. Etappe
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Cavendish knackt Etappensieg-Rekord!
Die meisten hatten wohl inzwischen nicht mehr damit gerechnet: Mark Cavendish (Astana) gewann die 5. Etappe der Tour de France 2024 und wurde damit zu alleinigen Rekordsieger, was Tageserfolge bei der Tour angeht. Alle 35 davon feierte er im Massensprint – ganz anders als Eddy Merckx, mit dem er sich den Rekord zuletzte teilte. Der 39-jährige Brite schlug Jasper Philipsen (Alpecin) in Saint-Vulbas deutlich um mehr als eine halbe Radlänge. Die Top-3 rundete mit Alexander Kristoff (Uno-X) ein weiterer Fahrer ab, der im ersten Massensprint zwei Tage zuvor noch keine Rolle spielte.
Ergebnis 1. Mark Cavendish (GBR) - Astana-Kasachstan 4:08:46 2. Jasper Philipsen (BEL) - Alpecin-Deceuninck 3. Alexander Kristoff (NOR) - Uno-X 4. Arnaud de Lie (BEL) - Lotto-Dstny 5. Fabio Jakobsen (NED) - DSM-PostNL alle 6. Pascal Ackermann (GER) - Israel-Premier Tech 7. Arnaud Démare (FRA) - Arkéa-B&B Hotels 8. Gerben Thijssen (BEL) - Intermarché-Wanty 9. Biniam Girmay (ERI) - Intermarché-Wanty 10. Marijn van den Berg (NED) - EF Education-Easypost gleiche 11. Fernando Gaviria (COL) - Movistar 12. Dylan Groenewegen (NED) - Jayco-Alula 13. Bryan Coquard (FRA) - Cofidis 14. Anthony Turgis (FRA) - Totalenergies 15. Sam Bennett (IRL) - Decathlon-AG2R Zeit - 174 Fahrer klassiert.
Pogacar schlüpft an Verkehrsinsel vorbei
Das Gelbe Trikot wechselte nach der 5. Etappe erstmals nicht seinen Träger. Tadej Pogacar (UAE) hatte allerdings einen Schreckmoment zu überstehen, als er einem Fahrbahnteiler inklusive Verkehrsschild artistisch so gerade eben ausweichen konnte – und dadurch unfreiwillig einen Massensturz hinter ihm verursachte. In der Gesamtwertung blieb er 45 Sekunden vor Evenepoel (Soudal) und 50 vor Vingegaard (Visma).
Gesamtwertung 1. Tadej Pogacar (SLO) - UAE-Emirates 23:15:24 2. Remco Evenepoel (BEL) - Soudal-Quick Step +0:45 3. Jonas Vingegaard (DEN) - Visma-Lease a Bike +0:50 4. Juan Ayuso (ESP) - UAE-Emirates +1:10 5. Primoz Roglic (SLO) - Red Bull-Bora +1:14 6. Carlos Rodriguez (ESP) - Ineos Grenadiers +1:16 7. Mikel Landa (ESP) - Soudal-Quick Step +1:32 8. João Almeida (POR) - UAE-Emirates +1:32 9. Giulio Ciccone (ITA) - Lidl-Trek +3:20 10. Egan Bernal (COL) - Ineos Grenadiers +3:21
Während der 5. Etappe dauerte es eine Weile, bis 2 Ausreißer sich lösten und den größten Teil des Tages vorausfahren durften: Russo (Groupama) und Vercher (Totalenergies). Hinter den beiden kam beim Zwischensprint nur 55 Kilometer vorm Ziel Mads Pedersen (Lidl) auf den 3. Platz und sammelte dort von den Sprintern die meisten Punkte fürs Grüne Trikot – vor Bennett (Decathlon), Girmay (Intermarché) und Philipsen.
Pedersen crasht in die Bande
Das Grüne Trikot eroberte Pedersen trotzdem nicht. Denn im Zielsprint wurde er in die Bande abgedrängt und tauchte knallhart in diese ein. Erstaunlicherweise stürzte niemand sonst. Coquard hüpfte über Pedersen drüber. So genügte dem bisherigen Sprint-Etappensieger Biniam Girmay ein 9. Platz im Ziel der 5. Etappe, um das Grüne Trikot zu übernehmen. Dieses hatte bisher der Nicht-Sprinter Abrahamsen (Uno-X) durch fleißiges Punkte-Sammeln getragen. Abrahamsen blieb das Bergtrikot, für das er kurz nach Einholung von Russo und Vercher noch einen Punkt innerhalb der letzten 40 Kilometer holte.
Grünes Trikot 1. Biniam Girmay (ERI) - Intermarché-Wanty 102 p. 2. Mads Pedersen (DEN) - Lidl-Trek 94 3. Jonas Abrahamsen (NOR) - Uno-X 87 4. Jasper Philipsen (BEL) - Alpecin-Deceuninck 78 5. Kévin Vauquelin (FRA) - Arkéa-Samsic 60 6. Bryan Coquard (FRA) - Cofidis 58 7. Fernando Gaviria (COL) - Movistar 53 8. Mark Cavendish (GBR) - Astana-Kasachstan 50 9. Tadej Pogacar (SLO) - UAE-Emirates 42
Für den erwarteten Massensprint waren vorab der herrschende Gegenwind und der späte Rechtsbogen 250 Meter vorm Ziel die beherrschenden Themen: möglichst rechts antreten und nicht zu früh! Den Sprint eröffnete Pascal Ackermann (Israel) auf der rechten Seite. Hinter ihm befreite sich Cavendish und schoß wie in alten Tagen davon, kreuzte dabei die Fahrbahn auf der Zielgeraden von rechts nach links.
Philipsen konnte noch zu Cavendish aufschließen, als dieser sich aber schon auf der Ziellinie zum Jubel aufrichtete. Mit einem Loch zu Philipsen kamen in einem Schwung Kristoff, Arnaud de Lie (Lotto) und Fabio Jakobsen (DSM) noch vorbei an Ackermann, der – inzwischen relativ allein auf der rechten Straßenseite – immerhin noch den 6. Platz rettete.
Vorschau auf diese Etappe: Nach nur einem Tag verabschiedet sich die Tour de France 2024 schon wieder aus den Alpen (um erst zweieinhalb Wochen später zum Finale wieder zurückzukehren). Von Saint-Jean-de-Maurienne geht es grob in westlicher und dann nordwestlicher Richtung bis nach Saint-Vulbas im Département Ain. Dort müsste es normalerweise zum zweiten Massensprint bei der Tour 2024 kommen. Die Zielgerade in Saint-Vulbas ist je nach Definition 2,2 oder 250 Meter lang. Denn der letzte schnelle Rechtsbogen gibt erst spät die Sicht ins Ziel frei.
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