Tirreno-Adriatico 2026
(ITA/2.UWT) - Siegerliste Tirreno-Adriatico
Et. Startort Zielort km Etappensieger Leader 1. Lido di Camaiore Lido di Camaiore 12* Filippo Ganna Filippo Ganna 2. Camaiore San Gimignano 206 Mathieu van der Poel Isaac del Toro 3. Cortona Magliano de' Marsi 221 Tobias Andresen Isaac del Toro 4. Tagliacozzo Martinsicuro 213 Mathieu van der Poel Giulio Pellizzari 5. Marotta-Mondolofo Mombaroccio 184 Michael Valgren Isaac del Toro 6. S. Severino Marche Camerino 188 Isaac del Toro Isaac del Toro 7. Potenza Picena San Benedetto 142 Jonathan Milan Isaac del Toro *) Einzelzeitfahren
Den Sieg im 11,5 Kilometer langen Einzelzeitfahren schnappte sich überlegen Filippo Ganna (Ineos). Er benötigte für die 1. Etappe 12:08 Minuten und verwies damit seinen Teamkollegen Thymen Arensman mit 22 Sekunden Differenz auf den 2. Platz. Es folgten in der Rangliste Max Walscheid (Lidl) und Magnus Sheffield (Ineos) mit 26 und Jonathan Milan (Lidl) mit 29 Sekunden. Erst danach mischten auch andere als diese beiden Teams mit. Auf den Plätzen 7 und 8 hatten Alan Hatherly (Jayco) und Primoz Roglic (Red Bull) 30 Sekunden Rückstand. Von den Fernfahrt-Favoriten büßten Tiberi (Bahrain) 33, del Toro (UAE) 36 und Jorgenson (Visma) schon 43 Sekunden ein.
Auf grenzwertigem Gelände gewann Mathieu van der Poel (Alpecin) die 2. Etappe. Im steigenden Finale auf vom Regen glitschigen Steinplatten schlug er im Sprint Isaac de Toro und Giulio Pellizzari. Das Trio hatte sich auf einem Schotterstück abgesetzt, das von 7 bis 2 Kilometer vorm Ziel dauerte, zunächst als steiler Anstieg, dann mit Bergab-Passagen. Van der Poel schraubte bergauf das Tempo, und nur Jorgenson und del Toro hielten Kontakt. Dann entglitt Jorgenson in einer scharfen Rechtskurve die Kontrolle und er legte sich auf den aufgweichter Schotterboden. Dadurch verlor del Toro den Anschluss zu van der Poel, konnte aber gemeinsam mit Pellizzari wieder aufschließen.
Hernach ließ Pellizzari die Führungsarbeit ein und versuchte auf dem Schlusskilometer, die beiden Konkurrenten mit einer Angriff zu überraschen, was auch fast gelang. Den 4. Platz belegte Tobias Johannessen 15 Sekunden hinter dem Trio, 2 Sekunden abgesetzt vor einer größeren Verfolgergruppe, zu der Jorgenson und Roglic gehörten. Arensman vergeigte die Gesamtwertung mit einem Sturz auf der Schotter-Abfahrt. Die Gesamtführung ging an del Toro 3 Sekunden vor Pellizzari. Van der Poel spielte aufgrund seiner Zeitfahr-Leistung keine Rolle mehr.
Die Anfahrer von Tobias Lund Andresen (Decathlon) lieferten im Massensprint der 3. Etappe ihren Konkurrenten Jonathan Milan zu früh im Wind ab, so dass dieser praktisch zu Andresens perfektem Leadout-Fahrer wurde. Andresen behauptete sich gegen die aufkommenden Arnaud de Lie (Lotto) und Jasper Philipsen (Alpecin), wohingegen Milan auf den 7. Platz durchsackte.
Auf der 4. Etappe attackierte del Toro im letzten Anstieg, erzeugte damit aber nur eine Auslese von 14 Fahrern. Aus denen attackierte sein Teamkollege Jan Christen im Schlusskilometer. Wout van Aert, dessen Team die Gruppe für ihn zusammengehalten hatte, schloss das Loch. Dann ging Ganna. Jetzt zog van der Poel mit und sprang für einen sehr langen Sprint an der 300-Meter-Marke erfolgreich davon. Van Aert war dem nicht mehr gewachsen und musste auch noch Pellzzari und Johannessen vorbeiziehen lassen. Für den 2. Platz erhielt Pellizzari 6 Sekunden Bonifikation und eroberte die Gesamtführung von del Toro um 2 Sekunden.
Michael Valgren (EF) behauptete sich am Ende der 5. Etappe aus einer ursprünglich 8-köpfigen Spitzengruppe als einziger vor den Klassementbesten. Von denen hängte del Toro im letzten Anstieg alle außer Jorgenson ab und erreichte mit ihm 11 Sekunden hinter Valgren das Ziel. Es folgte Johannessen 13 Sekunden später. Pellizzari verlor auf der Strecke 19 Sekunden del Toro plus 4 Sekunden durch Bonifkation, womit das Blaue Trikot des Gesamtführenden zurück zu del Toro wechselte, mit nun 23 Sekunden vor Pellizzari und 34 vor Jorgenson.
An der Hügelankunft der 6. Etappe musste sich del Toro zweier Attacken von Pellizzari erwehren. Ihm schien die Situation zu entgleiten. Doch letztlich holte er ihn einen halben Kilometer vorm Ziel wieder. Del Toro startete gleich mit Jorgenson durch und stellte diesen auch noch ab. 3 Sekunden hinterm Sieger fing Johanessen auf der Linie noch Jorgenson ab. Pellizzari verlor noch 9 Sekunden, konnte aber den 2. Gesamtplatz um eine Sekunden gegenüber Jorgenson verteidigen.
Die 7. Etappe endete im Massensprint mit dem Sieg durch Jonathan Milan, den sein Kollege Theuns mit Geschwindigkeitsüberschuss von weit hinten exakt rechtzeitig in Front brachte. Hinter Milan waren im Bereich der Ziellinie rund ein halbes Dutzend Fahrer mehr oder weniger eine Radlänge zurück. Den 2. Platz erreichte auf der Innenbahn in Milans Windschatten Sam Welsford (Ineos) vor Laurenz Rex (Soudal). Bei einem Zwischensprint pilotierte van Aert seinen Teamkollegen Jorgenson noch zu 3 Bonussekunden, womit dieser Pellizzari vom 2. Platz der Gesamtwertung verdrängte.
Mo 9. bis So 15. März Endklassement Tirreno-Adriatico 2026 1. Isaac del Toro (MEX) - UAE-XRG 28:02:14 2. Matteo Jorgenson (USA) - Visma-Lease a Bike +0:40 3. Giulio Pellizzari (ITA) - Red Bull-Bora +0:42 4. Tobias Johannessen (NOR) - Uno-X +1:14 5. Primoz Roglic (SLO) - Red Bull-Bora +1:21 6. Giulio Ciccone (ITA) - Lidl-Trek +1:26 7. Santiago Buitrago (COL) - Bahrain Victorious +1:49 8. Ben Healy (IRL) - EF Education-Easypost +1:55 9. Magnus Sheffield (USA) - Ineos Grenadiers +2:02 10. Alessandro Pinarello (ITA) - NSN +2:06 ...
An der Startlinie von Tirreno-Adriatico 2026 stehen die 18 WorldTour-Teams, die 2 vorqualifizierten ProTeams Pinarello und Tudor sowie die per Wildcard eingeladenen ProTeams Bardiani, Caja Rural, Solution Tech und Polti. Das ebenfalls vorqualifizierte ProTeam Cofidis gab das Startrecht wie schon bei 2 Tage vor Tirreno-Adriatico ausgetragenen Eintagesrennen Strade Bianche zurück.
Strecken-Vorschau
Die Veranstalter verzichten 2026 auf die in den letzten beiden Jahrzehnten so häufig eine entscheidende Bergetappe. Stattdessen kommt das Terrain wie früher hier üblich auch in der Gesamtheit eher Klassikerjägern entgegen. Die Etappen 2 und 6 sowie im Prinzip auch 5 enden bei Tirreno-Adriatico 2026 mit einer Hügelankunft. Minimal vorsortiert wird bereits wieder zum Auftakt mit einem kurzen Einzelzeitfahren, diesmal über 11,5 Kilometer. Die restlichen 3 der 7 Etappen könnten etwas für Sprinter sein, wobei der bergig-hüglige Verlauf der 4. Etappe auch eine andere Rennentwicklung zulässt.
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