Tour de Suisse 2024

(SUI/2.UWT) - Siegerliste Tour de Suisse

 

Et. Startort           Zielort             km   Etappensieger    Leader
 1. Vaduz/LIE          Vaduz/LIE            5*  Yves Lampaert    Yves Lampaert
 2. Vaduz/LIE          Regensdorf         177   Bryan Coquard    Yves Lampaert
 3. Steinmaur          Rüschlikon         162   Thibau Nys       Alberto Bettiol
 4. Rüschlikon         Gotthardpass       171   Torstein Traeen  Adam Yates
 5. Ambrì              Carì               149   Adam Yates       Adam Yates
 6. Ulrichen1           Blatten            431  Joao Almeida     Adam Yates
 7. Villars-sur-Ollon  Villars-sur-Ollon  118   Adam Yates       Adam Yates
 8. Aigle              Villars-sur-Ollon   16*  Joao Almeida     Adam Yates
*) Einzelzeitfahren
1) Start verlegt von Locarno & verkürzt wegen Schnees am Nufenenpass

 

Die Yates-Almeida-Rundfahrt

Die Tour de Suisse 2024 wurde zu einer krass langweiligen Gähn-Rundfahrt, bei der sich die Teamkollegen Adam Yates und Joao Almeida die Siege auf den letzten 4 der insgesamt 8 Etappe aufteilten. Den Gesamtsieger Yates und seinen teils attackierenden, als Helfer gestarteten Almeida trennten am Ende 22 Sekunden. Der Vorjahres-Gesamtsieger Mattihas Skjelmose (Lidl) rückte am Schlusstag noch auf den 3. Platz auf, satte 3:02 Minuten hinter Yates.

Den 4,77-Kilometer-Prolog, als 1. Etappe ausgeschrieben, absolvierte Yves Lampaert (Soudal) siegreich in 5:05 Minuten. Er verwies Stefan Bissegger (EF) mit 3 und Ethan Hayter (Ineos) mit 4 Sekunden Vorsprung auf die Plätze. Von den potenziellen Klassementfahrern schlug sich Almeida (UAE) auf dem 4. Platz mit 7 Sekunden Verlust am besten.

Als Bryan Coquard (Cofidis) den Massensprint der 2. Etappe eröffnete, blockierte direkt hinter ihm bei Arnaud de Lie (Lotto) die Kette, so dass sofort ein großes Loch entstand. Michael Matthews (Jayco) und Brandon Rivera (Ineos) kamen nicht mehr ganz zum somit siegreichen Coquard hin. De Lie konnte noch einmal beschleunigen und fuhr, die Faust auf den Lenker schlagend, auf den 3. Platz hinter Matthews. Bei einem Sturz innerhalb der letzten 2 Kilometer brach sich Emanuel Buchmann (Bora) Schlüsselbein und Hüfte.

Im Bergaufsprint der 3. Etappe gewann Thibau Nys (Lidl) mit mehr als einer Radlänge Vorsprung. Stephen Williams (Israel), Alberto Bettiol (EF) und Roger Adria (Bora) kamen auf die Plätze 2 bis 4. Dahinter klaffte eine Lücke zu Lapeira (Decathlon), Kelderman (Visma) und Adam Yates (UAE). Doch erst ab dem 8. Platz wurden 3 Sekunden Abstand gewertet.

Auf der 4. Etappe rettete sich Torstein Traaen (Bahrain) aus der Spitzengruppe des Tages am Gotthardpass vor den besten Klassementfahrern ins Ziel. Von denen attackierte Adam Yates rund 8 Kilometer vor Schluss, kam 23 hinter Traeen an und eroberte die Gesamtführung. Skjelmose sprintete gegen Almeida auf den 3. Platz, 48 Sekunden hinter dem Sieger. Egan Bernal (Ineos) auf dem 5. Platz lag bei einer Minute. 27 Sekunden hinter ihm erreichte eine Gruppe mit Onley (DSM), Mas (Movistar), Gall (Decathlon), Uijtdebroeks (Visma) und Riccitello (Israel) das Ziel. Ohne den durchgekommenen Traeen wäre es also schon einen Tag früher mit den Siegen durch Yates und Almeida losgegangen

An der weiteren Bergankunft am Folgetag fuhr Yates' Team wieder alles aus den Schuhen. Almeidas Tempo konnten schließlich nur Bernal, Mas und Riccitello folgen. Dann zog Yates davon und gewann die 5. Etappe. Auch Almeida stellte die anderen noch ab und erreichte 5 Sekunden hinter Yates das Ziel. Bernal auf dem 3. Platz verlor 16 Sekunden, dahinter Riccitello 18 und Mas 22. Auf 6 und 7 riss zu Oscar Onley (DSM) und Tom Pidcock (Ineos) schon eine größere Lücke auf. Beide verloren 54 Sekunden auf Yates.

Die stark verkürzte 6. Etappe endete sehr ähnlich. Allerdings konnte Almeida diesmal Yates noch ein- und überholen, so auch einen Tagessieg feiern und seinen 2. Platz in der Gesamtwertung zementieren, mit nur noch 27 Sekunden hinter Yates, der 6 Sekunden hinter Almeida das Ziel erreichte. Dahinter waren die nächsten Fahrer: Skjelmose, Bernal, Lenny Martinez (Groupama), Pidcock, Mas und Riccitello.

Auf der 7. Etappe überquerte Yates und Almeida dann Hand in Hand die Ziellinie, wobei Yates das Vorderrad vorn hatte. Almeida attackierte zuerst. Yates hatte das Glück, das Konkurrenten ihn an Almeida heranfuhren. Schließlich holte beide 14 Sekunden auf Riccitello heraus, sowie je 16 Kelderman (Visma), Skjelmose, Bernal, Onley und Pidcock. Ins abschließende Einzelzeitfahren ging Yates mit 31 Sekunden Guthaben auf Almeida. Im Niemandsland weit hinter dem Top-Duo und auch vor dem 3. Platz rangierte Bernal.

Im abschließenden Einzelzeitfahren über 15,7 Kilometer mit Ziel am selben Berg wie am Vortag gab es selbstverständlich einen weiteren Doppelerfolg von Almeida und Yates. Dabei knabberte der siegreiche Almeida noch 8 Sekunden von Yates' Vorsprung ab. 20 Sekunden hinter der Siegerzeit belegte Skjelmose den 3. Platz der 8. Etappe und verdrängte damit von eben diesem Bernal, der nur auf den 9. Platz 90 Sekunden hinter Almeida kam.

 

So 9. bis So 16. Juni
Endklassement Tour de Suisse 2024
 1. Adam Yates (GBR)           - UAE-Emirates            20:18:49
 2. Joao Almeida (POR)         - UAE-Emirates               +0:22
 3. Mattias Skjelmose (DEN)    - Lidl-Trek                  +3:02
 4. Egan Bernal (COL)          - Ineos Grenadiers           +3:12
 5. Matthew Riccitello (USA)   - Israel-Premier Tech        +3:31
 6. Tom Pidcock (GBR)          - Ineos Grenadiers           +4:36
 7. Enric Mas (ESP)            - Movistar                   +5:01
 8. Oscar Onley (GBR)          - DSM-PostNL                 +5:40
 9. Wilco Kelderman (NED)      - Visma-Lease a Bike         +6:31
10. Felix Gall (AUT)           - Decathlon-AG2R             +6:35
...

 

Strecken-Vorschau: Die Tour de Suisse 2024 ist ein Fest für Bergfahrer. Denn von den 8 Etappe enden die letzten 5 (!) mit einer Bergankunft. Im Etappenplan stehen zwar wieder einmal 2 Einzelzeitfahren, doch das eine davon beschließt die Rundfahrt im selben Bergaufziel wie am Vortag, in Villlars-sur-Ollon, und das andere zum Auftakt in Liechtenstein dauert nur unter 5 Kilometer. Dieses Auftaktzeitfahren ist gleichzeitig die einzige flache Etappe. Denn die 2. und 3. Etappe mit ihren kupierten Finals sind auch eher auf der anspruchsvollen Seite. Für die Klassementfahrer geht es so richtig los auf der 4. Etappe, wo die Ziellinie auf dem Gotthardpass liegt, allerdings nach zunächst flacher Anfahrt von Norden aus. Durch das Tessin verläuft dann die 5. Etappe mit Bergankunft in Carì. Die 6. Etappe sollte über das Dach der Tour de Suisse 2024, den Nufenenpass führen, und 55 Kilometer später bergauf in Blatten enden. Kurz vor der Tour de Suisse wurde der Nufenenpass wegen Schnees aus dem Programm genommen, der Start von Locarno nach Goms/Ulrichen verlegt und die Distanz von 151,4 auf 42,5 Kilometer verkürzt. Und dann gibt es an den letzten beiden Tagen noch die weiteren bergigen Angelegenheiten mit demselben Ziel in Villars-sur-Ollon.

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