Tour de Romandie 2026
(SUI/2.UWT) - Siegerliste Tour de Romandie
Et. Startort Zielort km Etappensieger Leader 0. Villars-sur-Glâne Villars-sur-Glâne 3* Dorian Godon Dorian Godon 1. Martigny Martigny 171 Tadej Pogacar Tadej Pogacar 2. Rue Vucherens 173 Tadej Pogacar Tadej Pogacar 3. Orbe Orbe 177 Dorian Godon Tadej Pogacar 4. Broc Charmey 150 Tadej Pogacar Tadej Pogacar 5. Lucens Leysin 178 Tadej Pogacar Tadej Pogacar *) Einzelzeitfahren
Pogacar gewinnt fast alles
Die Geschichte der Tour de Romandie 2026 ist im Prinzip schnell erzählt. Tadej Pogacar (UAE) kam das erste Mal zu diesem Rennen und holte sich sogleich 4 der 6 Tagessiege plus natürlich auch den Gesamtsieg. Die beiden anderen Tage gingen an Dorian Godon (Ineos). Zweitbester der Gesamtwertung war Florian Lipowitz (Red Bull) mit 42 Sekunden Rückstand nach zu Pogacar und noch weitaus größerem Abstand nach hinten. Den verbleibenden Podestplatz belegte Lenny Martinez (Bahrain) knapp vor Jørgen Nordhagen (Visma).
Den 3,2-Kilometer-Prolog entschied Dorian Godon für sich. Wie viele andere Klassement- und Tagesfavoriten war er früh gestartet wegen angekündigten Regens, der dann aber in dieser Form doch nicht kam. Godon verwies mit je 6 Sekunden Abstand Jakob Söderqvist (Lidl) und Ivo Oliveira (UAE) auf die Plätze 2 und 3. Der hingegen als letztes von der Rampe gegangene Pogacar belegte den 6. Platz mit 7 Sekunden mehr als Godon. In der gleichen Sekunden wurden Mauro Schmid (Jayco), Axel Zingle (Ineos) und Albert Withen Philipsen (Lidl) gewertet. Eine Sekunde mehr verlor Primoz Roglic (Red Bull). Bei seinem Teamkollegen Lipowitz waren es insgesamt 10 Sekunden zu Godon. Bei Lenny Martinez waren es einige Ränge dahinter schon 17 Sekunden.
Pogacar rückte dafür gleich mal auf der 1. Etappe en ligne die Kräfteverhältnisse zurecht. Er attackierte im letzten Anstieg, und nur Lenny Martinez und Lipowitz konnten bis zur Kuppe mithalten. Nach der Abfahrt schloss noch Jørgen Nordhagen, wohingegen Jefferson Cepeda (EF) als weiterer Solo-Verfolger allein im Wind von der Verfolgergruppe gestellt wurde. Lipowitz verweigerte jegliche Führungsarbeit. Martinez und Nordhagen taten es ihm auf den letzten 2 Kilometern gleich. Dennoch konnte Pogacar die Verfolgergruppe auf Abstand halten und den Sprint aus 4 megalocker und höchst überlegen gewinnen. Lipowitz sprintete vor Martinez auf den 2. Platz. Withen Philipsen führte die erste Verfolgergruppe 21 Sekunden dahinter über die Linie. Die Top-3 des Vortages hatten mit der Entscheidung nichts zu tun.
Auch in der Sprintentscheidung eines ersten Feldes hatte Pogacar am Ende das Rad vorn. Nach steigendem Finale hatte auf der 2. Etappe der favorisierte Godon lange Zeit im Zielsprint die Führungsposition inne, wurde dann aber noch um eine knappe Radlänge vom Mann im Gelben Trikot überholt. Den 3. Platz belegte Finn Fisher-Black (Red Bull).
Bei flacherem Auslauf nach Berg-Auslese gelang dann Godon auf der 3. Etappe ein weiterer Tagessieg. In einem zähen Sprint-Duell überholte er Fisher-Black um genau ein Vorderrad. Auf den 3. Platz kam Valentin Paret-Peintre (Soudal) vorm zunächst eingebauten Pogacar.
Auf der 4. Etappe attackierte Pogacar am Jaunpass. Bis gut einen Kilometer vorm Gipfel kam nur noch Lipowitz mit. In der Abfahrt stabilisierte sich der Abstand zwischen den beiden auf am Ende 14 Sekunden. Den 3. Platz belegte Pablo Castrillo (Movistar) vor Lorenzo Fortunato (Astana), beide schon mit 1:42 Minuten Rückstand. 5 Sekunden dahinter erreichte eine Gruppe um Martinez und Nordhagen das Ziel.
An der Bergankunft der 5. Etappe attackierte Lipowitz wiederholt rund 3 Kilometer vorm Ziel. Beim 2. Mal kam nur noch Pogacar mit. Als sich auf dem Schlusskilometer Roglic von hinten näherte, trat Pogacar an, distanzierte Lipowitz um 3 Sekunden und dieser Roglic um weitere 4. Fortunato, Nordhagen und Martinez kamen auf den Plätze 4 bis 6 mit 11 Sekunden Rückstand auf Pogacar ins Ziel.
Pogacars bisherige Saisonbilanz stand vor der Romandie bei 4 Siegen und einem 2. Platz – allesamt bei den 5 hochkarätigsten Eintagesrennen des Frühjahrs. Bei seinem ersten Etappenrennen fügte er nun 5 weitere Siege hinzu. Nur auf den 2 Etappen, die er nicht gewennen, erzielte er mit den Plätze 4 und 6 die bisher schlechtesten Ergebnisse im Jahr 2026. Lipowitz unterdessen landete am Ende nach Katalonien und Baskenland zum 3. Mal hintereinander auf dem Podest einer einwöchigen Rundfahrt.
Di 28. April bis So 3. Mai Endklassement Tour de Romandie 2026 1. Tadej Pogacar (SLO) - UAE-XRG 20:05:42 2. Florian Lipowitz (GER) - Red Bull-Bora +0:42 3. Lenny Martinez (FRA) - Bahrain Victorious +2:44 4. Jørgen Nordhagen (NOR) - Visma-Lease a Bike +2:51 5. Luke Plapp (AUS) - Jayco-Alula +3:15 6. Luke Tuckwell (AUS) - Red Bull-Bora +3:16 7. Jefferson Cepeda (ECU) - Movistar +3:18 8. A. Withen Philipsen (DEN) - Lidl-Trek +3:20 9. Lorenzo Fortunato (ITA) - XDS-Astana +3:24 10. Junior Lecerf (BEL) - Soudal-Quick Step +3:32 ...
In der der Startliste zur Tour de Romandie 2026 tauchten nur mickrige 15 Teams auf. Gleich 4 der 18 WorldTour-Teams hatten die Tour de Romandie auserwählt, das eine WorldTour-Rennen zu sein, das sie seit dieser Saison auslassen können, und zwar Alpecin, Decathlon, Lotto und Uno-X. Außerdem machte von den 3 vorqualifizierten ProTeams nur Tudor vom Startrecht Gebrauch. Wildcards verteilte der mit Finanzierungsproblemen kämpfende Veranstalter keine. Nach Wegfall des Hauptsponsors haben die Führungstrikots 2026 keinen entsprechenden Werbeaufdruck.
Strecke
Der 3,2-Kilometer-Prolog ist 2026 das einzige Einzelzeitfahren im Etappenplan. Die Etappen 1 bis 4 sind alle mehr oder weniger Rundstreckenrennen, wobei 3. und 4. Etappe zum Beispiel Col Mollendruz und Jaunpass im Finale beinhalten. Die einzige wirkliche A-nach-B-Etappe ist die abschließende 5. Etappe mit Bergankunft in Leysin. Der Schwierigkeitsgrad und das Potenzial zum Zeit herausholen steigt mit jedem der 6 Renntage.
www-tipps
- Offizielle Homepage: https://www.tourderomandie.ch/
- (provisorische) Startliste auf procyclingstats.com



