Paris-Nizza 2026
(FRA/2.UWT) - Siegerliste Paris-Nizza
Et. Startort Zielort km Etappensieger Leader 1. Archères Carrières-Poissy 171 Luke Lamperti Luke Lamperti 2. Épone Montargis 187 Max Kanter Luke Lamperti 3. Cosne-Cours-sur-Loire Pouilly-sur-Loire 242 Ineos Juan Ayuso 4. Bourges Uchon 195 Jonas Vingegaard Jonas Vingegaard 5. Cormoranche-sur-Saône Colombier-le-Vieux 206 Jonas Vingegaard Jonas Vingegaard 6. Barbentane Apt 179 Harold Tejada Jonas Vingegaard 7. Nizza Isola 47 Dorian Godon Jonas Vingegaard 8. Nizza Nizza 130 Lenny Martinez Jonas Vingegaard 2) Teamzeitfahren
Die 1. Etappe von Paris-Nizza 2026 gewann Luke Lamperti (EF) im Massensprint. Dieser wurde von seinem Team für ihn lanciert, und von vorne zog Lamperti zäh durch. Er behauptete sich knapp vor Vito Braet (Lotto), der von extrem weit hinten auf der anderen Straßenseite aufkam. Ebenfalls nicht viel fehlte Orluis Aular (Movistar), der neben Lamperti auf dem 3. Platz vor Milan Fretin (Cofids) einkam. Biniam Girmay (NSM) ließ sich von Lamperti an der Bande einbauen und konnte so nur auf den 5. Platz rollen.
Auf der 2. Etappe lautete wieder das Rezept: Der Anfahrer, der seinen Sprinter als nächstes zur Ziellinie brachte, ebnete den Weg zum Sieg. So triumphierte Max Kanter (XDS), indem er den Vorsprung, den Mike Teunissen ihm mitgab, gegen Laurence Pithie (Red Bull) und Jasper Stuyven (Soudal) verteidigte. Diesmal war Lamperti eingebaut und belegte den 5. Platz hinter Dorian Godon (Ineos). Lamperti behielt das Gelbe Trikot des Gesamtführenden, obwohl Braet wegen Bonussekunden bei einem Zwischensprint zeitgleich aufrückte.
Das Teamzeitfahren der 3. Etappe entschied Ineos mit nur 2 Sekunden vor Lidl für sich. Die nächsten Plätze belegten Decathlon, Visma und Red Bull mit 11, 15 und 20 Sekunden Rückstand. Der Modus, dass für jeden Fahrer die tatsächliche Zeit gewertet wurde, führte zu völlig unterschiedlichen Herangehensweisen. Während fast alle Teams mit 2, 3 oder 4 Fahrern geschlossen auf die Zielgerade kamen, war Ayuso (Lidl) 19 Sekunden schneller als sein nächstbester Teamkollege und Hoole (Decathlon) 37. Ayuso übernahm die Gesamtführung 2 Sekunden vor Etappensieger Vauquelin (Ineos), weil er am Vortag hinter Braet 4 Bonussekunden beim Zwischensprint ergattert hatte.
Auf einer chaotisch-verregneten 4. Etappe fiel überraschend die Vorentscheidung in Sachen Gesamtsieg. Jonas Vingegaard (Visma) fand sich in einer Spitzengruppe wieder, aus der er im kurzen Schlussanstieg zum überragenden Sieg fuhr – in langer Trägerhose, die Träger über dem Trikot! Er knöpfte Daniel Martinez (Red Bull) 41 und den lange für Martinez arbeitenden Tim van Dijke 45 Sekunden ab. Hinter den Top-3 gerieten die Abstände noch größer. Aus der ehamligen Vingegaard-Gruppe kamen Mick van Dijke (auch Red Bull) und Georg Steinhauser (EF) mit 1:42 und 2:54 Minuten Rückstand auf dem 4. und 5. Platz an. Kévin Vauquelin war auf dem 6. Platz mit 3:38 Minuten Verlust der Beste unter den früh auf dem falschen Fuß erwischten Fahrern, gefolgt von Lenny Martinez (Bahrain) und David Gaudu (Groupama) mit ungefähr einer halben und einer ganzen Minute mehr.
Ayuso schied im Gelben Trikot während der 4. Etappe nach einem Sturz aus. Dieser Vorfall sprengte 50 Kilometer das vordere Feld, wonach nur noch Daniel Martinez samt Helfern sowie Vingegaard vorne übrig waren. Vingegaard musste bis zu seiner späten Attacke keinen Kilometer im Wind fahren. Die Gesamtführung übernahm Vingegaard 52 Sekunden vor Daniel Martinez und schon 3:20 Minuten vor Steinhauser, der wiederum 19 Sekunden hinter sich Vauquelin im nacken hat. Gaudu, Martinez und Tim van Dijke auf den nächsten Plätzen bauten schon über 5 Minuten Rückstand auf.
Vingegaard legte auf der 5. Etappe nach. Mit einer Attacke am vorletzten Anstieg 21 Kilometer vorm Ziel verabschiedete er sich von der zerbröselnden Front des Feldes und fuhr rasch eine halbe Minute heraus. Unter den Verfolgern entwickelte sich eine Springerei, so dass Vingegaard 2:02 Minuten auf Valentin Paret-Peintre (Soudal) herausfuhr. Dieser hatte sich um 18 Sekunden aus einer Gruppe um Steinhauser und Vauquelin abgesetzt. Daraus den 3. Platz ersprintete Harold Tejada (XDS).
Im hügligen Finale der 6. Etappe schafften 21 Fahrer inklusive aller Klassementbesten die Auslese. Von denen verabschiedete sich schließlich Tejada zum Siegessolo. Auf den 2. Platz sprintete 6 Sekunden hinter ihm Dorian Godon (Ineos) vor Lewis Askey (NSN).
Wegen Schnees wurde die 7. Etappe stark gekürzt von 139 auf nur noch 47 Kilometer. Die Bergankunft von Auron wurde weiter nach unten verlegt, so dass es sich im Prinzip um einen Bergaufsprint-Etappe handelte. Aufgrund der Eindrücke des Vortages spannte Godon das gesamte Team zur Vorarbeit ein und gewann überlegen von Girmay, Bol, Pithie und Lamperti.
Auf der 8. Etappe attackierte Vingegaard am letzten Berg 21 Kilometer vorm Ziel. Lenny Martinez sprang mit und machte auf der folgenden Abfahrt Druck. Steinhauser hielt derweil Vauquelin in Schach. Über eine Minute dahinter quälte sich Dani Martinez für den 2. Gesamtplatz. Er war ins Hintertreffen geraten, weil ihn sein Teamkollege Pithie aus Versehen vom Rad gecheckt hatte. Lenny Martinez besiegte Vingegaard im Zweiersprint von vorne. 7 Sekunden hinter den beiden sprintete Tejada in der Gruppe um Steinhauser und Vauquelin auf den 3. Platz. Dani Martinez konnte seinen Verlust noch auf unter eine Minute begrenzen, womit er den 2. Gesamtplatz letztlich klar behielt.
So 8. bis So 15. März Endklassement Paris-Nice 2026 1. Jonas Vingegaard (DEN) - Visma-Lease a Bike 25:25:11 2. Daniel Martinez (COL) - Red Bull-Bora +4:23 3. Georg Steinhauser (GER) - EF Education-Easypost +6:07 4. Kévin Vauquelin (FRA) - Ineos Grenadiers +6:24 5. Lenny Martinez (FRA) - Bahrain Victorious +7:31 6. Marc Soler (ESP) - UAE-XRG +9:09 7. Ion Izagirre (ESP) - Cofidis +9:19 8. Mathys Rondel (FRA) - Tudor +10:23 9. Alex Baudin (FRA) - EF Education-Easypost +10:33 10. Harold Tejada (COL) - XDS-Astana +11:40 ...
Die einzige Wildcard für Paris-Nizza 2026 verteilte der Veranstalter an Totalenergies. Ansonsten stehen alle 18 WorldTour-Teams und die 3 besten ProTeams des Vorjahres (Cofidis, Pinarello, Tudor) in der Startliste.
Strecken-Vorschau
Leider gibt es auch 2026 – und damit zum 4. Mal in Folge – ein Teamzeitfahren im Etappenplan von Paris-Nizza. Dieses führt am 3. der 8 Renntage über 23,5 Kilometer, und hat immer wieder das Zeug dazu, den Kampf ums Gesamtklassement unnötig früh zu vernichten. Die vorletzte Etappe endet mit einer sanften Bergankunft (7,3 Kilometer à 7,2 %), bei ansonsten keinerlei Schwierigkeiten im Profil.
Dafür haben es die hügligen Etappen 1, 4, 5, 6 und 8 in sich, insbesondere natürlich wieder die eher bergige 8. Etappe im Hinterland von Nizza. Zu überwinden sind Col de la Porte, Côte de Châteuneuf-Villevielle und Côte du Linguador, von der es noch 18,5 Kilometer bis ins Ziel sind. Gleich zum Auftakt wartet eine 12-%-Rampe 11 Kilometer vorm Ziel, die allerdings Sprintern noch eine Hintertür offen lässt. Die 2. Etappe ist dann die einzige reine Sprinteretappe. Die Etappen 4 und 5 enden mit einer Hügelankunft, die 6. Etappe mit einem letzten kurzen Anstieg 4,5 Kilometer vorm Ziel.
www-tipps
- Offizielle Homepage: https://www.paris-nice.fr/en/
- (provisorische) Startliste auf procyclingstats.com



