Giro d'Italia 2026 - Favoriten

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Vingegaard haushoher Top-Favorit beim Debüt

Jonas Vingegaard ist der haushohe Top-Favorit beim Giro d'Italia 2026. Abgesehen vom 2-maligen Tour-de-France-Sieger sieht der Kreis der weiteren Klassementfahrer eher mager aus. Von den Podestfahrern der 3 vergangenen Grand Tours steht außer Vingegaard niemand in der Giro-Startliste 2026. Alles anderer als ein deutlicher Gesamtsieg des Dänen bei seinem Giro-Debüt käme deswegen überraschend.

Am höchsten gewettet für den 2. Platz hinter Vingegaard ist Giulio Pellizzari (Red Bull). Der Vorjahressechste überzeugte mit Podestplätzen – zuletzt ein Gesamtsieg – bei allen 3 Etappenrennen, wo er 2026 bisher startete. Vingegaard holte im Übrigen bei seinen beiden Renneinsätzen des Jahres den Gesamtsieg. Pellizzari wiederum hat den Ex-Giro-Sieger und Vorjahres-Vuelta-Vierten Jai Hindley im Team, das offiziell mit einer Doppelspitze antritt.

Auf dem Papier müsste außerdem Felix Gall (Decathlon) auf dem Podest landen. Nach Platz 5 bei der Tour de France erhält der Österreicher nun die Kapitänsrolle beim Giro, die stattdessen bei der Tour seinem aufstrebenden Jung-Teamkollegen Seixas gehört.

Das sonst so erdrückend starke Team von Tadej Pogacar schickt als Podestkandidaten diesmal lediglich Adam Yates (UAE) ins Rennen. Der ist sicherlich nicht chancenlos – auch nicht gegen Pellizzari. Aber man hatte und hätte schwerere Geschütze im Team gehabt. Der Vorjahreszweite und Fast-Sieger del Toro fährt die Tour de France ebenso wie Pogacar, der anders als sein Tour-Rivale Vingegaard den Giro schon von seiner Bucket-List hat. Der eigentlich als Giro-Kapitän und vorgesehene Almeida musste wegen Formschwäche absagen.

So versammeln sich hinter den 5 genannten Podestkandidaten mehrere Fahrer mit unbeständigerer Vorhersagekraft, aber durchaus dem Zeug ganz vorne reinzufahren. Da wären zuerst die Teamkollegen Egan Bernal und Thymen Arensman (beide Netcompany-Ineos) zu nennen. Eine weitere doppelte Speerspitze aus Giulio Ciccone und Derek Gee-West (beide Lidl) wusste zuletzt weniger zu überzeugen. Das Team ist auch eher auf seinen Sprinter ausgerichtet.

Eher Top-Ten- als Podest-Kandidaten sind schon Michael Storer (Tudor), Santiago Buitrago, Damiano Caruso (beide Bahrain), Enric Mas, Einer Rubio (beide Movistar), Ben O'Connor (Jayco) sowie als Nebenprodukt der Vingegaard-Helfer Kuss und der Yates-Helfer Vine. Von den sonst in den letzten Jahren so starken jungen Fahrern fallen in der Startliste – abgesehen von Pellizzari – Pinarello (NSN) und van Eetvelt (Lotto) auf.

Milan für die Massensprints

Favorit bei den Massensprints und aufs violette Trikot für den Besten der Punktewertung ist Jonathan Milan (Lidl), nachdem sein Teamkollege Pedersen an dieser Front beim Vorjahres-Giro abräumte. Nun tauschen beide wieder die Rundfahrten, nachdem Milans Tour-Debüt im Vorjahr nicht ganz so erfolgreich war.

Milans größter Konkurrent in Sprints und ums Trikot dürfte der formstarke Tobias Lund Andresen (Decathlon) sein. Weitere Kandidaten auf Sprintsiege sind Dylan Groenewegen (Unibet), Matteo Malucelli (XDS) und Paul Magnier (Soudal). Ein Garant für zweite Plätze ist Arnaud de Lie (Lotto). Von den vielen weiteren Fahrern, die in die Sprints reinhalten werden, seien noch stellvertretend Kaden Groves (Alpecin), Ethan Vernon, Corbin Strong (beide NSN), Erlend Blirka (Uno-X), Orluis Aular (Movistar), Pascal Ackermann (Jayco) und Matteo Moschetti (Pinarello) genannt.

 

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