Deutschland-Tour 2025

(GER/2.Pro) - Siegerliste Deutschland-Tour

 

Et. Startort        Zielort      km   Etappensieger       Leader
 0. Essen           Essen         3*  Søren Wærenskjold   Søren Wærenskjold
 1. Essen           Herford     176   Matthew Brennan     Danny van Poppel
 2. Herford         Arnsberg    175   Jhonatan Narvaez    Søren Wærenskjold
 3. Arnsberg        Kassel      211   Søren Wærenskjold   Søren Wærenskjold
 4. Halle (Saale)   Magdeburg   183   Matthew Brennan     Søren Wærenskjold
 *) Einzelzeitfahren

 

Den 3,1-Kilometer-Prolog an der Zeche Zollverein in Essen gewann Søren Wærenskjold (Uno-X) 52 Hundertstelsekunden vor Sam Watson (Ineos). 2 Sekunden auf den Sieg fehlten auf dem 3. Platz Marco Haller (Tudor). Ein Paket aus Pithie (RB), van Aert (Visma), van Poppel (RB) und Zijlaard (Tudor) ging mit 3 Sekunden auf Waerenskjold in die Gesamtwertung ein. Top-Favorit Jonathan Milan (Lidl) belegte mit 6 Sekunden Verlust nur den 15. Platz. Matthew Brennan (Visma) büßte hier 9 Sekunden ein.

Und im Massensprint der 1. Etappe unterlag Milan im Foto-Finish dem aufkommenden Brennan um mehr als eine Hochprofilfelge. Erst nach einigen Minuten wurde der Sieger verkündet, obwohl Brennan mit dem Tigersprung von der Seitenansicht doch recht deutlich Milan an Milan vorbeigegangen war. Danny van Poppel, der den Sprint eröffnet hatte, wurde sofort von Milan überholt, belegte den 3. Platz und erhielt dafür noch 4 Bonussekunden. Deren 10 bekam Brennan für den Sieg und 6 Milan für den 2. Platz. Die Gesamtführung übernahm van Poppel vor den mit ihm nun sekundengleichen Watson und Brennan. Watson hatte im späten Bonussprint 2 Sekunden hinter van Aert geholt. Van Aert und Milan reihten sich in der Gesamtwertung mit je einer Sekunde Rückstand auf dem 4. und 5. Platz ein.

Im etwas hügligen Finale der 2. Etappe konnte sich ein Trio absetzen und bis zum Ziel durchziehen. Riley Sheehan (Israel) eröffnete aus letzter Position früh den Zielsprint und riss sogleich eine Lücke. Jhonatan Narvaez sprang hinterher und ging noch um ein knappes Vorderrad vorbei. Sheehan hatte sich bereits zum Jubel aufrichten wollen – schwierig zu sagen, ob es ohne diesen Fauxpas zum Sieg gereicht hätte. Der eigentlich endschnellste Fahrer aus dem Trio, Prolog-Sieger Wærenskjold, fuhr zum Schluss viel von vorne und belegte den 3. Platz. Er übernahm dafür die Gesamtführung, allerdings nur eine Sekunde vor Narvaez und 4 vor Sheehan. 8 Sekunden hinter dem Trio kam Marius Mayrhofer (Tudor) als Solist auf den 4. Platz. 6 weitere Sekunden später sprintete Milan aus dem dezimierten Hauptfeld auf den 5. Platz vor van Poppel. Beide fielen in der Gesamtwertung noch hinter van Aert zurück, der kurz vor der Attacke des Trios um Wærenskjold den Bonussprint gewonnen hatte. Van Aert, van Poppel und Milan blieben mit 15, 17 und 18 Sekunden auf Waerenskjold zumindest theoretisch auf Schlagdistanz für einen Gesamtsieg.

An den Anstiegen der 3. Etappe reduzierte sich das Hauptfeld auf unter 40 Fahrer. Beim sehr späten Bonussprint 3 Kilometer vorm Ziel überholte Narvaez ganz kurz vor der Linie Waerenskjold und zog nach Sekunden in der Gesamtwertung gleich. Den Zielsprint eröffnete dann Wærenskjold sehr früh. Van Poppel tankte sich aus 6. Position nach vorne und an Wærenskjold vorbei. Aus van Poppels Windschatten versuchte Brennan in die Lücke zu stoßen – zwischen Wærenskjold an der linken Bande und van Poppel exakt in der Straßenmitte. Dann kreuzte van Poppel mit 2 aprupten Wellen nach links, behinderte beide Gegner klar regelwidrig. Brennan prallte am robusten Wærenskjold und konnte den Sturz so gerade vermeiden. Van Poppel überfuhr die Ziellinie mit mehr als 2 Radlängen Vorsprung vor Wærenskjold, der knapp vor Emlien Jeannière (Totalenergies) einkam. Brennen wurde durchgereicht. Nach der fälligen Distanzierung des gefährlichen van Poppels ging der Sieg an Wærenskjold. Sam Watson erbte den 3. Platz und verbesserte sich dadurch in der Gesamtwertung auf den 4. Platz, vorbei an van Aert und van Poppel. Wærenskjold baute die Führung letztlich klar aus.

Brennan konnte dafür auf der abschließenden 4. Etappe wiederum seine Klasse unter Beweis stellen und zeigen, dass er der schnellste Fahrer bei dieser Deutschland-Tour war. Er gewann im Massensprint über eine Radlänge vor Wærenskjold. Milan, im Vorjahr noch 3-facher Etappensieger, kam nicht über einen 3. Platz hinaus und blieb damit diesmal sieglos. Van Poppel stürzte auf dem Schlusskilometer und wird die Deutschland-Tour 2025 wohl ganz schnell vergessen wollen. Der späte Bonussprint ging diesmal an Sheehan, der allerdings nicht mehr Narvaez vom 2. Gesamtplatz verdrängen konnte. Dafür ergatterte dort Mayrhofer eine Sekunden und verbesserte sich noch um einen auf den 7. Platz. Brennan stieg durch den Tagessieg auf den 4. Platz.

 

Mi 20. bis So 24. August
Endklassement Lidl Deutschland Tour 2025
 1. Søren Wærenskjold (NOR)    - Uno-X                   16:29:58
 2. Jhonatan Narvaez (ECU)     - UAE-XRG                    +0:16
 3. Riley Sheehan (USA)        - Israel-Premier Tech        +0:19
 4. Matthew Brennan (GBR)      - Visma-Lease a Bike         +0:25
 5. Sam Watson (GBR)           - Ineos Grenadiers           +0:31
 6. Wout van Aert (BEL)        - Visma-Lease a Bike         +0:33
 7. Marius Mayrhofer (GER)     - Tudor                      +0:35
 8. Danny van Poppel (NED)     - Red Bull-Bora              +0:35
 9. Marco Haller (AUT)         - Tudor                      +0:37
10. Pascal Eenkhoorn (NED)     - Soudal-Quick Step          +0:41
...

 

Strecke

Nach dem 3,1 Kilometer kurzen Prolog in Essen haben alle 4 weiteren Etappen der Deutschland-Tour 2025 das Zeug dazu, im Massensprint zu enden – obschon kleinere Anstiege Chancen zu Attacken bieten. Die ersten dreieinhalb Tage ist man in Nordrhein-Westfalen untwegs. Danach geht es für die zweite Hälfte der 3. Etappe nach Hessen, bevor nach dem einzigen Transfer die abschließende 4. Etappe komplett in Sachsen-Anhalt abgehalten wird.

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