Critérium du Dauphiné 2024

(FRA/2.UWT) - Siegerliste Critérium du Dauphiné

 

Et. Startort                Zielort                  km   Etappensieger     Leader
 1. St-Pourçain-sur-Sioule  St-Pourçain-sur-Sioule  175   Mads Pedersen     Mads Pedersen
 2. Gannat                  Col de la Loge          142   Magnus Cort       Magnus Cort
 3. Celles-sur-Durolle      Les Estables            181   Derek Gee         Derek Gee
 4. Saint-Germain-Laval     Neulise                  34*  Remco Evenepoel   Remco Evenepoel
 5. Amplepuis               Saint-Priest            200   --- neutralisiert ---
 6. Hauterives              Le Collet d'Allevard    173   Primoz Roglic     Primoz Roglic
 7. Albertville             Samoëns 1600            146   Primoz Roglic     Primoz Roglic
 8. Thônes                  Plateau des Glières     153   Carlos Rodriguez  Primoz Roglic
*) Einzelzeitfahren

 

Roglic rettet 8 Sekunden auf Jorgenson

Primoz Roglic (Bora) gewann das Critérium du Dauphiné 2024 mit 8 Sekunden Vorsprung. Der 34-jährige Slowewe war in den abschließenden 8. Renntag mit 62 Sekunden Guthaben auf Matteo Jorgenson (Visma) gegangen – und brauchte dieses demnach fast auf. Das Podest komplettierte überraschend Derek Gee (Israel). Der Ausreißerkönig des Giro d'Italias aus dem Vorjahr hatte bisher bei berglastigen Rundfahrt nicht im Ansatz solche Leistungen gezeigt.

Hinter den Podestplätzen landeten mit 1:00 und 2:04 Minuten Rückstand Carlos Rodriguez und Laurens de Plus (beide Ineos) sowie nur 2 Sekunden dahinter Alexander Wlasow (Bora). Für Rolgic hatte die erfolgreiche Generalprobe zur Tour de France die beiden Makel, dass er auf der letzten Etappe fast noch abgefangen wurde und sich vorher im Einzelzeitfahren klar Remco Evenepoel geschlagen musste. Evenepoel verlor jedoch an den bergigen Schlusstagen an Boden kam in der Endabrechnung auf dem 7. Platz 2:25 Minunten hinter Roglic aus.

Der Etappenplan des 8-tägigen Critérium du Dauphiné 2024 beinhaltet 5 Bergaufziele, dem ein 34,4 Kilometer langes Einzelzeitfahren und 2 wellige Etappen mit flachem Ende gegenüberstehen. An den Tagen 2 und 3 liegen die sanfteren Bergankünfte im Zentralmassiv. Die letzten 3 Etappen enden dann mit 3 recht ähnlich gelagerten Bergankünften in den Alpen (9 bis 11 Kilometer lang, 7 bis 9 % Durchschnittssteigung), wobei die ersten beiden davon etwas schwieriger sind. Das Einzelzeitfahren steigt tendenziell von Start bis Ziel leicht an.

Die 1. Etappe des Critérium du Dauphiné 2024 gewann Mads Pedersen (Lidl) im Massensprint. Er wurde zum einen optimal lanciert von seinem Sprintzug und war zum anderen zu stark für Sam Bennett (Decathlon), der von Pedersens Hinterrad aus sich eher um die Verteidigung des 2. Platzes kümmern musste, was knapp vor Hugo Page (Intermarché) gelang.

Im Bergaufziel der 2. Etappe sprintete Magnus Cort (Uno-X) aus einem auf rund 50 Fahrer ausgedünnten Hauptfeld zum Sieg. Im Nebel der Zielgeraden wurde Bruno Armirail (Decathlon) als letzter vorn verbliebener früher Ausreißer denkbar spät gestellt. Der früh angetretene Cort schlug Primoz Roglic um mehrere Radlängen. Es folgte Matteo Jorgenson auf dem 3. Platz.

Noch früher als Cort am Vortag trat Derek Gee am Ende der 3. Etappe an, und zwar an der 500-Meter-Marke. Im ebenfalls bergauf führenden Finale heftete sich sofort Romain Grégoire (Groupama) an Gees Hinterrad, konnte dieses aber nur noch halten und nicht zur Überholung ansetzen. Beide bekamen 3 Sekunden Vorsprung vor dem erneut stark geschrumpften Hauptfeld aufgeschrieben. Aus diesem heraus holte sich Lukas Nerurkar (EF) den 3. Platz vor Giulio Ciccone (Lidl).

Auf der 4. Etappe, dem 34,4-Kilometer-Einzelzeitfahren, legte Remco Evenepoel die schnellste Zeit hin. Am Ende holte er 17 Sekunden gegenüber Joshua Tarling (Ineos) heraus. Roglic büßte auf dem 3. Platz 39 Sekunden ein. Bei Matteo Jorgenson auf dem 4. Rang waren es schon deren 68. Gee fuhr beflügelt vom Gelben Trikot auf den 5. Platz der Tageswertung, fiel insgesamt aber hinter Evenepoel, Roglic und Jorgenson zurück.

Ein Massensturz auf glitschiger Straße führte 22 Kilometer vorm Ziel der 5. Etappe zur Neutralisation. Begründet wurde dies mit fehlenden Krankenwagen. Ein erheblicher Teil des Pelotons ging zu Boden, darunter auch Evenepoel und Roglic. Zum Zeitpunkt des Ereignisses lagen 2 Ausreißer knapp vorm Hauptfeld. Es wäre wohl auf eine Entscheidung im Massensprint hinausgelaufen. So gab es aber weder einen Etappensieger noch Zeitabstände.

Auf der 6. Etappe lieferte Primoz Roglic erstmals bei seinem neuen Arbeitgeber bergauf in altbekanntem Stile ab: Gezogen von seinem Teamkollegen Wlasow blieb am 11-Kilometer-Schlussanstieg außerdem nur Giulio Ciccone (Loidl) vorn übrig, und im Zielsprint distanzierte Roglic dann Ciccone um 3 Sekunden. Alexander Wlasow kam auf dem 3. Platz ein – 11 Sekunden hinter seinem Kapitän sowie 2 vor Gee, 6 vor Jorgenson und je 11 vor Laurens de Plus und Carlos Rodriguez. Wie bisher beim gesamten Critérium du Dauphiné 2024 eroberte der Tagessieger zugleich das Gelbe Trikot. Denn Evenepoel verlor 42 Sekunden und fiel in der Gesamtwertung 19 Sekunden hinter Roglic zurück. Jorgenson verblieb auf dem 3. Gesamtplatz 58 Sekunden hinter Roglic und nur 3 vor Gee sowie 34 vor Wlasow, der um 7 Plätze hoch auf 5 ging.

In ähnlicher Manier endete die 7. Etappe, wobei diesmal Jorgenson bis zur Ziellinie immerhin das Hinterrad von Roglic halten konnte. 2 Sekunden dahinter kamen Ciccone, Oier Lazkano (Movistar) und Gee ins Ziel, 8 Sekunden hinter der Siegerzeit Carlos Rodriguez. De Plus und Wlasow folgten knapp dahinter, wohingegen Evenepoel auf dem 13. Platz 1:43 Minuten einbüßte – und damit in der Gesamtwertung vom 2. auf den 6. Platz hinter Jorgenson, Gee, Wlasow und Rodriguez abrutschte.

Schließlich gab es auf der 8. Etappe beinah den überraschenden Umsturz, der ja nicht der erste zu Ungunsten von Roglic am Ende einer Rundfahrt gewesen wäre. Jorgenson spannte zusammen mit Rodriguez, dem er den Tagessieg überließ. Auf den 3. Platz kam Gee mit 15 Sekunden Rückstand. Die nächsten Fahrer waren de Plus und Santiago Buitrago (Bahrain) mit je 35 und dann gerade rechtzeitig Rolgic mit Ciccone am Hinterrad auf 48 Sekunden. Evenepoel und Wlasow folgten 10 Sekunden später und fielen in der Gesamtwertung noch leicht zurück.

 

So 2. bis So 9. Juni
Endklassement Critérium du Dauphiné 2024
 1. Primoz Roglic (SLO)        - Bora-Hansgrohe          25:35:40
 2. Matteo Jorgenson (USA)     - Visma-Lease a Bike         +0:08
 3. Derek Gee (CAN)            - Israel-Premier Tech        +0:36
 4. Carlos Rodriguez (ESP)     - Ineos Grenadiers           +1:00
 5. Laurens de Plus (BEL)      - Ineos Grenadiers           +2:04
 6. Alexander Wlasow (RUS)     - Bora-Hansgrohe             +2:06
 7. Remco Evenepoel (BEL)      - Soudal-Quick Step          +2:25
 8. Giulio Ciccone (ITA)       - Lidl-Trek                  +2:54
 9. Oier Lazkano (ESP)         - Movistar                   +2:54
10. Mikel Landa (ESP)          - Soudal-Quick Step          +4:13
11. Santiago Buitrago (COL)    - Bahrain Victorious         +4:28
12. Javier Romo (ESP)          - Movistar                   +5:53
13. Callum Scotson (AUS)       - Jayco-Alula                +6:04
14. Louis Meintjes (RSA)       - Intermarché-Wanty          +6:57
15. David Gaudu (FRA)          - Groupama-FDJ              +11:10
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