Critérium du Dauphiné 2023

(FRA/2.UWT) - Siegerliste Critérium du Dauphiné

 

Et. Startort             Zielort                  km   Etappensieger       Leader
 1. Chambon-sur-Lac      Chambon-sur-Lac         158   Christophe Laporte  Christophe Laporte
 2. Brassac-les-Mines    La Chieuse-Dieu         167   Julian Alaphilippe  Christophe Laporte
 3. Monistrol-sur-Loire  Le Coteau               191   Christophe Laporte  Christophe Laporte
 4. Cours                Belmont-de-la-Loire      31*  Mikkel Bjerg        Mikkel Bjerg
 5. Cormoranhce-s.-S.    Salins-les-Bains        191   Jonas Vingegaard    Jonas Vingegaard
 6. Nantua               Crest Voland            168   Georg Zimmermann    Jonas Vingegaard
 7. Porte de Savoie      Col de la Croix de Fer  148   Jonas Vingegaard    Jonas Vingegaard
 8. Le Pont de Claix     La Bastille             152   Giulio Ciccone      Jonas Vingegaard
*) Einzelzeitfahren

 

Vingegaard eine Liga über allen anderen

Jonas Vingegaard (Jumbo) präsentierte sich beim Critérium du Dauphiné 2023 in einer anderen Liga als die nächstbesten Fahrer. Der Toursieger gewann das 8-tägige Rennen 2:33 Minuten vor Adam Yates (UAE), 2:56 vor Ben O'Connor (AG2R) und 3:16 vor Jai Hindley (Bora). Dabei legte der 26-jährige Däne den Grundstein zum Gesamtsieg bereits vor den Alpen-Etappen, wo er dann weiter ausbaute.

Letztes Jahr hatte Vingegaard bei der Dauphiné-Rundfahrt noch seinem Teamkollegen Roglic, dem diesjährigen Giro-Sieger, den Vortritt gelassen, bevor er dann selbst die Tour de France gewann. Von Vingegaards potenziellen Widersachern bei der Tour 2023 machte zumindest unter den Dauphiné-Startern niemand den Eindruck, den Dänen auch nur annähernd in Gefahr bringen zu können – im Gegenteil: Fahrer, die schon mal irgendwann etwas näher an Vingegaard dran waren, verloren teils immens, wie Mas (Movistar) über 8 oder Landa (Bahrain) über 13 oder Gaudu (Groupama) sogar über 25 Minuten.

Das Critérium du Dauphiné 2023 bestand aus hügligen ersten 5 Tagen im Zentralmassiv und im Jura sowie bergigen letzten 3 Tagen in den Alpen. Auf der 4. Etappe wurde wieder die Ausgangsposition in der Gesamtwertung in einem Einzelzeitfahren über 31 Kilometer geschaffen. Die 6. Etappe hatte kurz vor dem Bergaufziel den Col des Aravis im Profil. Die 7. Etappe endete mit Bergankunft am Col de la Croix de Fer. Die Auffahrt erfolgte über Col du Molard und Saint-Sorlin. Zuvor wurde bereits der Col de la Madelaine genommen. Im Finale der abschließenden 8. Etappe folgten Col du Granier, Col du Cucheron und Col de Porte eng aufeinander – vor der langen Abfahrt und kurzem Schlussanstieg.

Auf der am Ende verregneten 1. Etappe blieb Rune Herregodts (Intermarché) als letzter von 5 frühen Ausreißern an der Spitze übrig, wurde erst hinter der 25-Meter-Marke (!) gestellt und belegte selbst noch den 3. Platz. Christophe Laporte (Jumbo) und auch Matteo Trentin (UAE) sprinteten aus dem Hauptfeld an Herregodts vorbei, Zingle (Cofidis), van Gils (Lotto) und van Poppel (Bora) knapp nicht mehr.

Julian Alaphilippe (Soudal) gewann die 2. Etappe im Bergaufsprint. Er ging um etwa eine Radlänge vorbei an Richard Carapaz (EF), der den Sprint eröffnet hatte. Mit Carapaz fast gleichauf im Ziel waren auf 3 und 4 Natnael Tesfatsion (Trek) und Laporte im Gelben Trikot.

Auf der von weiteren Stürzen durchzogenen 3. Etappe schlug erneut Christophe Laporte zu. Er demoralisierte damit die reinen Sprinter Sam Bennett (Bora) und Dylan Groenewegen (Jayco), die auf den Plätzen 2 und 3 einkamen. Bennett hatte den Sprint hinter seinem Anfahrer van Poppel eröffnet, zog dann nach rechts rüber und baute damit hinter sich Groenewegen und Govekar (Bahrain) ein. Groenwegen wehrte sich und brachte damit fast Govekar zu Fall. Der Weg für Laporte war freu. Die Jury relegierte Bennett und Groenewegen, so dass Trentin und Milan Menten (Lotto) den 2. und 3. Platz erbten.

Das 31,1-Kilometer-Einzelzeitfahren der 4. Etappe entschied Mikkel Bjerg (UAE) für sich – 12 Sekunden vor Jonas Vingegaard (Jumbo) und 27 vor Rémi Cavagna (Soudal). Aus dem überschaubaren Kreis der Teilnehmer, die Vingegaard im Gebirge an einem schwachen Tag vielleicht gefährden könnten, verloren Ben O'Connor auf dem 5. Platz, Adam Yates (UAE) auf 9., Daniel Martinez (Ineos) auf dem 11. und Jai Hindley (Bora) auf dem 13. Platz weniger als eine Minute auf den Tour-de-France-Sieger.

Auf der 5. Etappe attackierte Carapaz (EF) am letzten Anstieg und fing sich den Konter von Vingegaard. Der hängte die Konkurrenz damit noch vor den 3 Alpen-Etappen ab. Er leistete sich sogar ein jubelndes Austrudeln. Denn die Verfolgergruppe, angeführt von Alaphilippe vor Tobias Johannessen (Uno-X), war über eine halbe Minute zurück.

3 Ausreißer aus der Fluchtgruppe des Tages machten am Schlussanstieg den Sieger der 6. Etappe unter sich aus. Dabei setzte sich Georg Zimmermann (Intermarché) gegen Mathieu Burgaudeau (Totalenergies) durch. Auf den 3. Platz kam Jonathan Castroviejo (Ineos) mit 8 Sekunden Rückstand. Dahinter attackierte kurz vor Schluss Vingegaard im Gelben Trikot. O'Connor war sofort am Rad, ein ganzer Schwung anderer Fahrer dann aber auch. Sie erreichten 48 Sekunden hinter Zimmermann das Ziel.

Auf der 7. Etappe ließ es dann Vingegaard sich nicht nehmen, mit einer Attacke etwas mehr als 5 Kilometer vorm Ziel hoch oben am Col de la Croix de Fer als Solist zu gewinnen – 41 Sekunden vor Adam Yates, 52 vor Jai Hindley und 64 vor O'Connor. 70 Sekunden hinter Vingegaard überquerte eine 7-köpfige Gruppe mit Poole (DSM), Haig (Bahrain), Guilaume Martin (Cofidis), Traeen (Uno-X), Martinez, Meintjes (Intermarché) und Rodriguez (Ineos) den Zielstrich.

Auch auf der 8. Etappe schenkte Vingegaard den hinter ihm platzierten Fahrern noch einmal ein paar Sekunden ein. Es gewann allerdings Giulio Ciccone (Trek) als Ausreißer 23 Sekunden vor Vingegaard, der wiederum 10 Sekunden vor Yates auf dem 2. Platz einkam. O'Connor fehlten 47 Sekunden auf Ciccone, Guillaume Martin 54 und Hindley auf dem 6. Platz 57.

 

So 4. bis So 11. Juni
Endklassement Critérium du Dauphiné 2023
 1. Jonas Vingegaard (DEN)     - Jumbo-Visma             29:28:39
 2. Adam Yates (GBR)           - UAE-Emirates               +2:33
 3. Ben O'Connor (AUS)         - AG2R-Citroën               +2:56
 4. Jai Hindley (AUS)          - Bora-Hansgrohe             +3:16
 5. Jack Haig (AUS)            - Bahrain Vitorious          +3:47
 6. Guillaume Martin (FRA)     - Cofidis                    +4:51
 7. Louis Meintjes (RSA)       - Intermarché-Circus         +5:02
 8. Torstein Traeen (NOR)      - Uno-X                      +5:15
 9. Carlos Rodriguez (ESP)     - Ineos Grenadiers           +5:19
10. Julian Alaphilippe (FRA)   - Soudal-Quick Step          +5:37
11. Giulio Ciccone (ITA)       - Trek-Segafredo             +5:43
12. Egan Bernal (COL)          - Ineos Grenadiers           +6:44
13. Max Poole (GBR)            - DSM                        +6:53
14. Rafal Majka (POL)          - UAE-Emirates               +7:31
15. Tobias Johannessen (NOR)   - Uno-X                      +8:00
16. Chris Harper (AUS)         - Jayco-Alula                +8:30
17. Enric Mas (ESP)            - Movistar                   +8:40
18. Lenny Martinez (FRA)       - Groupama-FDJ               +9:21
19. Emanuel Buchmann (GER)     - Bora-Hansgrohe            +10:27
20. Clément Champoussin (FRA)  - Arkéa-Samsic              +11:42
21. Felix Großschartner (AUT)  - UAE-Emirates              +12:21
22. Mikel Landa (ESP)          - Bahrain Victorious        +12:54
23. Daniel Martinez (COL)      - Ineos Grenadiers          +13:30
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