Baskenland-Rundfahrt 2026
(ESP/2.UWT) - Siegerliste Baskenland-Rundfahrt
Et. Startort Zielort km Etappensieger Leader 1. Bilbao Bilbao 14* Paul Seixas Paul Seixas 2. Pamplona-Iruña Astitz 164 Paul Seixas Paul Seixas 3. Basauri Basauri 153 Axel Laurance Paul Seixas 4. Galdakao Galdakao 167 Alex Aranburu Paul Seixas 5. Eibar Eibar 176 Paul Seixas Paul Seixas 6. Antzuola Bergara 135 Andrew August Paul Seixas *) Einzelzeitfahren
Seixas strotzt vor und protzt mit Stärke
Paul Seixas (Decathlon) dominierte die Baskenland-Rundfahrt 2026 nach Belieben. Der erst 19-jährige Franzose gewann 3 der 6 Etappen, natürlich auch die Gesamtwertung sowie alle Sonderwertungen und ließ auch auf allen anderen Etappen die Muskeln spielen. Bester des Rests war Florian Lipowitz (Red Bull) mit am Ende 2:30 Minuten Rückstand auf Seixas. Am Schlusstag enterte Tobias Johannessen (Uno-X) das Podest durch Präsenz in der Spitzengruppe, von Platz 11 kommend und nur 3 Sekunden hinter Lipowitz. Lokalmatador Ion Izagirre (Cofidis) fehlten bei seinem letzten Itzulia-Auftritt 3:50 Minuten auf Seixas. Das reichte für Platz 4, weil der zuvor drittplatzierte Primoz Roglic (Red Bull) am Schlusstag noch auf den 16. Platz abstürzte.
Seixas hingegen, der neue Stern am Radsport-Himmel, strotzte nur so vor Kraft und Selbstvertrauen und protzte mit Sinnlos-Attacken auf den Etappen, auf denen der Tagessieg bereits an die Spitzengruppe vergeben war – anstatt sich mit einer Verteidigung des Gelben Trikos zu begnügen. In dieser Form fallen einem für Seixas als Lehrmeister am Berg wohl nur ein Pogacar und ein Vingegaard ein (beide 2026 nicht im Baskenland) – und nicht zuletzt der jugendliche Übermut.
Auf der 1. Etappe setzte Seixas gleich mal ein dickes Ausrufezeichen. Er gawann das 13,8 Kilometer lange Einzelzeitfahren 23 Sekunden vor Kévin Vauquelin (Ineos), 27 vor Felix Großschartner (UAE), 28 vor Primoz Roglic, 29 vor Ilan van Wilder und 33 vor Florian Lipowitz. Von den weiteren Mitfavoriten verlor beispielsweise ein Isaac del Toro (UAE) auf dem 13. Platz bereits satte 55 Sekunden auf Seixas. Bei Juan Ayuso (Lidl, 38. Platz) waren es vernichtende 76 Sekunden. Johannessen verlor hier 57, Izagirre 61 Sekunden.
Gleich ein weiteres Mal versenkte Seixas die Konkurrenz auf der folgenden 2. Etappe. En ligne knüpfte er einer ersten Verfolgergruppe noch einmal 1:25 Minuten im Alleingang ab. Aus dieser Gruppe belegte Mattias Skkelmose (Lidl) und Roglic die Plätze 2 und 3 der Etappe. Außerdem vertreten waren Uijtdebroeks (Movistar), Tulett (Visma), Baudin (EF), Ion Izagirre (Cofidis) und Lipowitz. Alle anderen verloren entsprechend noch mehr Zeit, del Toro beispielsweise 1:43. Pogacars vermeintlicher Kronprinz schied am Folgetag nach einem Sturz auch komplett aus.
Die 3. Etappe gehörte den frühen Ausreißern. Von denen duellierten sich im ansteigenden Schlusskilometer Axel Laurance (Ineos) und Igor Arrieta (UAE) um den Sieg, den Laurance sich souverän holte. Von den nächsten Verfolgern kam Natnael Tesfatsion (Movistar) auf den 3. Platz. Eine Minute dahinter ließ es sich Seixas nicht nehmen, den Sprint des Hauptfeldes für den 12. Platz anzuführen.
Auch auf der 4. Etappe machten gleich 35 Ausreißer den Tagessieg unter sich aus. Alex Aranburu (Cofidis) und Tobias Johannessen führten das Rennen im Finale an, wurde auf dem ansteigenden Schlusskilometer von ein paar Verfolgern gestellt, die jedoch wiederum dem letzten Antritt des siegreichen Aranburu und ebenso wie Johannessen nichts entgegenzusetzen hatten. Den 3. Platz belegte Christian Scaroni (XDS). Seixas stellte im ansteigenden Schlussstück die anderen Klassementfahrern ab und rückte inmitten übriger Ausreißer noch auf den 8. Tagesrang vor.
Auf der 5. Etappe konnte Lipowitz mit Seixas mithalten, wurde von diesem aber auf der Zielgeraden eiskalt für den bereits 3. Tagessieg überholt. Für den 3. Platz fuhr Javier Romo (Movistar) kurz vorm Ziel aus der ersten Verfolgergruppe heraus. Er untermauerte damit, dass er an diesem Tag der drittstärkste Fahrer war. Denn Romo hatte am vorletzten Anstieg zu den entkommenen Seixas und Lipowitz aufgeschlossen, sich dann aber völlig entkräftet am Hinterrad aufgehängt. Auch Roglic fuhr zeitweise vor der Verfolgergruppe um Izagirre, kam aber letztlich in dieser Gruppe 71 Sekunden hinter dem Top-Duo und 8 hinter Romo ins Ziel.
Die 6. Etappe brachte – im Gegensatz zu den Vortagen – baskisches Wetter mit Dauerregen und einen Temperatursturz von fast 20 Grad auf einstellige Temperaturen. Viele Fahrer zitterten im Ziel vor Kälte. Wie an den Tagen 3 und 4 bildete sich eine riesige Spitzengruppe, aus der heraus Andrew August (Ineos) am letzten Anstieg ein 11-Kilometer-Siegessolo begann. 16 Sekunden hinter ihm belegte Raul Garcia Pierna (Movistar) den 2. Platz. Auf den 3. Platz sprintete Frank van den Broek (Picnic) gegen Gal Glivar (Alpecin). Johannessen kam auf dem 8. Platz mit 1:09 Rückstand ein. In der Gruppe um Seixas attackierte genau dieser 55 Kilometer vorm Ziel – ohne jede Aussicht, die funktionierende Spitzengruppe als Solist zu erreichen. Eine Weile zog er diese Sinnlos-Attacke durch, wurde aber irgendwann wieder eingeholt. Die Gruppe inklusive Lipowitz erreichte 4:15 Minuten hinter dem Sieger das Ziel. Das Fernduell um Gesamtplatz 2 zwischen Lipowitz und Johannessen wurde zum Krimi. Roglic hingegen wurde früh abgehängt und verlor am Ende krasse 23 Minuten.
Mo 6. bis Sa 11. April Endklassement Itzulia Basque Country 2026 1. Paul Seixas (FRA) - Decathlon-CMA CGM 20:07:35 2. Florian Lipowitz (GER) - Red Bull-Bora +2:30 3. Tobias Johannessen (NOR) - Uno-X +2:33 4. Ion Izagirre (ESP) - Cofidis +3:50 5. Clément Champoussin (FRA) - XDS-Astana +4:43 6. Pello Bilbao (ESP) - Bahrain Victorious +5:03 7. Javier Romo (ESP) - Movistar +5:05 8. Igor Arrieta (ESP) - UAE-XRG +5:25 9. Alex Baudin (FRA) - EF Education-Easypost +5:41 10. Kévin Vauquelin (FRA) - Ineos Grenadiers +7:33 ...
An der Baskenland-Rundfahrt 2026 nehmen 22 Teams teil, und zwar 16 der 18 WorldTour-Teams (Jayco und NSN zogen die in der Saison einmalige Verzicht-Option) und 6 ProTeams. Von denen haben Cofidis und Tudor automatisches Startrecht wegen der Vorjahres-Weltrangliste (Pinarello ebenfalls, aber verzichtete). So vergab der Veranstalter 4 Wildcards an sämtliche spanische ProTeams (Burgos, Caja Rural, Euskaltel, Kern Pharma).
Strecke
Die Baskenland-Rundfahrt 2026 wird wie im Vorjahr mit einem Einzelzeitfahren gestartet. Sämtliche 5 weitere Etappen sind hüglig bis bergig, wobei die Etappen 2 bis 4 mit kurzen Hügelankünften enden.
www-tipps
- Offizielle Homepage: https://www.itzulia.eus/
- (provisorische) Startliste auf procyclingstats.com



