Tour of the Alps 2019

(ITA/2.HC) - Siegerliste Tour of the Alps

Et. Startort                   Zielort           km   Etappensieger       Leader
1. Kufstein (AUT) Kufstein (AUT) 144 Tao Geoghegan Hart Tao Geoghegan Hart
2. Reith im Alpbachtal (AUT) Schenna 179 Pawel Siwakow Pawel Siwakow
3. Salurn Baselga di Piné 106 Fausto Masnada Pawel Siwakow
4. Baselga di Piné Clès 134 Tao Geoghegan Hart Pawel Siwakow
5. Kaltern Bozen 148 Fausto Masnada Pawel Siwakow
*) Einzelzeitfahren

Siwakow und Team halten Nibali in Schach

Beim letzten Etappenrennen vorm Sponsorenwechsel präsentierte sich das bestimmende Team der letzten Jahre standesgemäß, wenn auch mit anderen Fahrernamen an der Spitze: Pawel Siwakow (Sky) gewann die 5-tägige Tour of the Alps 2019 vor seinem Stallkollegen Tao Geoghegan Hart. Beide konnte auf Helferdienste von Chris Froome zählen. An diesem Trio biss sich Vincenzi Nibali (Bahrain) die Zähne aus, obwohl der «Hai von Messina» an den Anstiegen in Tirol, Südtirol und im Trentino unzählige Attacken setzte.

Schon auf der 1. Etappe attackierte Vincenzo Nibali am letzten Anstieg nach Hinterthiersee rund 14 Kilometer vorm Ziel. Tao Geoghegan Hart, Pawel Siwakow und Rafal Majka (Bora) folgten. Das Quartett wurde jedoch wieder von einer größeren Verfolgergruppe eingeholt. Den Zielsprint gewann dann Hart vor Alex Aranburu (Caja Rural) und Roland Thalmann (Vorarlberg). Es wurde 21 Fahrer in der Siegerzeit gewertet, die nächsten waren eine Minute und mehr zurück.

Die 2. Etappe mit Bergankunft von Schenna gewann Pawl Siwakow 4 Sekunden abgesetzt vor Jan Hirt (Astana). Mit 17 und 22 Sekunden Rückstand folgten Cattaneo und Masnada (beide Androni) auf den nächsten Plätzen. Majka und Nibali hatten den Schlussanstieg mit Rückstand auf eine 8-köpfige Spitzengruppe um Siwakow und Hirt, die hinter dem Jaufenpass entstand, aufgenommen und konnten mit ihrer Aufholjagd lediglich den Zeitverlust auf eine halbe Minute begrenzen. Und Geoghegan Hart verlor noch 13 Sekunden mehr.

Im steigenden Schlussstück der 3. Etappe absorbierte Chris Froome für seinen in der Gesamtwertung führenden Teamkollegen Siwakow Attacken durch Majka und Nibali. 1,5 Kilometer vorm Ziel attackierte dann Fausto Masnada (Androni) das runde Dutzend, das noch vorne vertreten war, und gewann mit 4 Sekunden Vorsprung. Geoghegan Hart sprintete auf den 2. Platz knapp vor Majka.

Auf der 4. Etappe bekam Nibali trotz unzähliger Attacken das Duo Siwakow/Hart nicht zermürbt. Als Froome rund 20 Kilometer vorm Ziel am vorletzten Anstieg ausscherte, war außerdem nur noch Majka vorn. Dieser fuhr über den letzten Anstieg hinweg eine Lücke heraus, wurde aber auf dem Schlusskilometer wieder eingeholt. Geoghegan Hart schlug Nibali im Sprint für einen weiteren Tagessieg. Den 3. Platz belegte Majka vor Siwakow. Die nächste Gruppe inklusive Froome, Cattaneo und Hirt verlor 40 Sekunden.

In die letzte Etappe ging Siwakow mit 27 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Hart, 31 vor Majka, 33 vor Nibali und 48 vor Hirt. Neben den tatsächlichen Abständen auf der Ziellinie spielten nicht zuletzte auch die 10, 6 und 4 Sekunden Zeitgutschrift eine Rolle, die es im Ziel jeder Etappe für die Top-3 gab.

Fausto Masnada hätte die Gesamtwertung beinah mit der verregneten 5. Etappe auf den Kopf gestellt. In einer Flucht war er zwischenzeitlich über 7 Minuten voraus und fuhr – angesichts von 3:37 Minuten Rückstand auf Siwakow vor der Etappe – lange im virtuellen Führungstrikot. Am Passo Predaia, dem letzten großen Berg der Rundfahrt, setzte sich Masnada mit Carlos Quintero (Manzana Postobon) aus der Fluchtgruppe ab. In der Gruppe der bis dahin Klassementbesten gab es fast das gewohnte Bild. Nibali fuhr im Attackenmodus, aber Siwakow und letztlich auch Hart hielten mit. Nur Majka verlor in Folge eines Sturzes mehr als eine Minute auf die Gruppe um Siwakow und Nibali. Stattdessen blieb diesmal Cattaneo am Rad von Hart.
Dieser drückte im Tandem mit Siwakow den Rückstand auf Masnada auf letztlich 2:14 Minuten. Masnada schüttelte Quintero 1,5 Kilometer vor dem Ziel für einen weiteren Tagessieg ab. Zwischen den Top-2 des Tages und den am Ende 4 Klassementbesten platzierten sich auf der 5. Etappe noch Simone Velasco (Neri Sottoli), Dario Cataldo (Astana) und Roland Thalmann (Vorarlberg), die zuvor den Anschluss an Siwakow und Masnada verloren hatten.

Mo 22. bis Fr 26. April
Endklassement Tour of the Alps 2019
1. Pawel Siwakow (RUS) - Sky 18:58:00
2. Tao Geoghegan Hart (GBR) - Sky +0:27
3. Vincenzo Nibali (ITA) - Bahrain-Merida +0:33
4. Mattia Cattaneo (ITA) - Androni-Sidermec +1:03
5. Fausto Masnada (ITA) - Androni-Sidermec +1:13
6. Rafal Majka (POL) - Bora-Hansgrohe +1:46
7. Jan Hirt (CZE) - Astana +2:03
8. Dario Cataldo (ITA) - Astana +2:58
9. Roland Thalmann (SUI) - Vorarlberg-Santic +3:14
10. Aleksander Wlasow (RUS) - Gazprom–Rusvelo +4:27
11. Christopher Froome (GBR) - Sky +4:57
12. Alexis Vuillermoz (FRA) - AG2R La Mondiale +5:12
13. Andrej Seiz (KAZ) - Astana +7:23
14. Mikel Bizkarra (ESP) - Euskadi-Murias +7:23
15. Hermann Pernsteiner (AUT) - Bahrain-Merida +7:45
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