Vuelta a España 2017 - 14. Etappe

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13. Etappe Sa 2. September: 14. Etappe 15. Etappe

Zielankunft in der Sierra de la Pandera: ca. 17:40 Uhr

Majka als Ausreißer vor den Cracks

Rafal Majka (Bora) holte auf der 14. Vuelta-Etappe 2017 den Sieg bei der Bergankunft in der Sierra de la Pandera. Der Pole kam als einziger der 10 frühen Ausreißer rund eine halbe Minute vor den Klassementfahrern durch. Von denen fuhr Miguel Angel Lopez (Astana) 4 läppische Sekunden auf Nibali (Bahrain), den Gesamtführenden Froome (Sky), Sakarin (Katusha) und Kelderman (Sunweb) heraus.

Hinzu kamen für Lopez 6 und für Nibali 4 Sekunden Zeitgutschrift aufgrund ihrer Platzierung im Ziel. Erst auf den letzten Metern ließ Contador (Trek) 6 Sekunden auf die Gruppe um Froome liegen. Als Einzelkämpfer kam der Gesamtdritte Chaves (Orica) 26 Sekunden hinter Froome ins Ziel, obwohl Chaves im Schlussanstieg noch die erste Attacke der Podestanwärter gesetzt hatte.

Ergebnis
1. Rafal Majka (POL) - Bora-Hansgrohe 4:42:10
2. Miguel Angel Lopez (COL) - Astana +0:27
3. Vincenzo Nibali (ITA) - Bahrain-Merida +0:31
4. Christopher Froome (GBR) - Sky alle
5. Ilnur Sakarin (RUS) - Katusha-Alpecin gleiche
6. Wilco Kelderman (NED) - Sunweb Zeit
7. Alberto Contador (ESP) - Trek-Segafredo +0:37
8. Wout Poels (NED) - Sky +0:46
9. Esteban Chaves (COL) - Orica-Scott +0:57
10. Fabio Aru (ITA) - Astana +1:03
11. Michael Woods (CAN) - Cannondale-Drapac +1:13
12. Pello Bilbao (ESP) - Astana +1:19
13. Romain Bardet (FRA) - AG2R La Mondiale
14. Richard Carapaz (ECU) - Movistar alle
15. David de la Cruz (ESP) - Quick Step Floors gleiche
16. Steven Kruijswijk (NED) - LottoNL-Jumbo Zeit
17. Tejay van Garderen (USA) - BMC +1:43
18. Daniel Moreno (ESP) - Movistar +1:49
19. Nicolas Roche (IRL) - BMC +2:15
20. Sergio Pardilla (ESP) - Caja Rural-Seguros RGA +3:01
21. Louis Meintjes (RSA) - UAE-Emirates +3:01
22. Mikel Nieve (ESP) - Sky +4:07
- 171 Fahrer klassiert.
DNF Sam Oomen (NED) - Sunweb
DNS Axel Domont (FRA) - AG2R

Nibali 55 Sekunden hinter Froome, Kelderman neu auf 3

In der Gesamtwertung verkürzte Vincenzo Nibali durch die Bonussekunden seinen Rückstand gegenüber Chris Froome minimal auf 55 Sekunden. An den bisher Drittplatzierten Esteban Chaves gingen Wilco Kelderman und Ilnur Sakarin knapp vorbei, Kelderman auf dem 3. Platz nun 2:17 hinter dem Roten Trikot.

Gesamtwertung
1. Christopher Froome (GBR) - Sky 58:30:47
2. Vincenzo Nibali (ITA) - Bahrain-Merida +0:55
3. Wilco Kelderman (NED) - Sunweb +2:17
4. Ilnur Sakarin (RUS) - Katusha-Alpecin +2:25
5. Esteban Chaves (COL) - Orica-Scott +2:39
6. Fabio Aru (ITA) - Astana +3:09
7. David de la Cruz (ESP) - Quick Step Floors +3:11
8. Alberto Contador (ESP) - Trek-Segafredo +3:19
9. Michael Woods (CAN) - Cannondale-Drapac +3:23
10. Miguel Angel Lopez (COL) - Astana +3:48
11. Wout Poels (NED) - Sky +5:16
12. Tejay van Garderen (USA) - BMC +5:44
13. Nicolas Roche (IRL) - BMC +6:09
14. Steven Kruijswijk (NED) - LottoNL-Jumbo +6:38
15. Louis Meintjes (RSA) - UAE-Emirates +8:56

Majka kam aus 10-köpfiger Spitzengruppe des Tages

In der frühen Spitzengruppe des Tages fuhren außer Majka dessen Teamkollege Konrad sowie Gougeard (AG2R), Clarke, Villella (beide Cannondale), Costa (UAE), de Clercq (Lotto), Mate (Cofidis), Denifl (Aqua Blue) und Vilela (Manzana Postobon). 29 Kilometer vor dem Ziel testete Patrick Konrad am letzten kateogisierten Berg vor dem Schlussanstieg die Gruppe.

Rui Costa, Bart de Clercq, Davide Villella und Majka schafften 3 Kilometer später den Weg zurück an die Spitze zu Konrad. Dieser setzte sich nun vor allem ein, um den auf unter 2 Minuten gesunkenen Vorsprung vorm Hauptfeld für seinen Kapitän Majka aufrecht zu erhalten. Villella holte den Bergpreis für sein blau gepunktetes Bergtrikot und war damit fertig.

Konrad als Helfer für Majka dabei

Im 12,5 Kilometer langen Schlussanstieg konnte Konrad noch für 2 Kilometer arbeiten. Dann dauerte es nicht mehr lange, bis auch Costa und de Clercq das Tempo von Majka nicht mehr mitgehen konnten. Majka rettete letztlich 27 Sekunden auf Lopez ins Ziel.

Im Hauptfeld sorgten verschiedene Teams fürs Tempo. Dies deutete eigentlich auf eine Einholung der Ausreißer hin, was ja auch mit Ausnahem von Majka gelang. Entsprechend dezimiert, aber noch ohne nennenswerte Verluste ging das kleine Hauptfeld in den Schlussanstieg.

Chaves, Contador und Nibali probieren es

Erst innerhalb der letzten 5 Kilometer kam Bewegung in die Gruppe ums Rote Trikot. Die in der Gesamtwertung unbedeutenden Bardet (AG2R) und Carapaz (Movistar) setzten die ersten Attacken. Dann zog Chaves mit und eröffnete den Kampf der Podestanwärter. De la Cruz (Quick Step) musste indes als erster Top-Ten-Fahrer abreißen lassen und verlor folglich seinen 7. Gesamtplatz an Aru (Astana), der allerdings selbst wie Woods (Cannondale) bald auch nicht mehr mit den Allerbesten mitgehen konnte.

Nach Chaves stießen erst Contador und dann auch Nibali vor. Froome kümmerte dies zunächst nicht, den Blick auf den Wattcomputer gesenkt und dem Hinterrad seines Edelhelfers Wout Poels folgend. 3,5 Kilometer vor dem Ziel attackierte Nibali. Contador und dann auch Chaves und Carapaz waren dabei, Bardet hingegen Geschichte. Aru und Woods verloren den Anschluss zu Froome, bei dem jetzt außer Poels nur noch Lopez, Kelderman und Sakarin waren.

Immer wieder Poels für Froome

Einer weiteren Attacke von Nibali an der 3-Kilometer-Marke konnte nur noch Contador folgen. Carapaz spielte fortan keine Rolle mehr, und Chaves wurde eingeholt von der Froome-Gruppe und wenig später abgehängt, als Froome von Poels übernahm. Mit Lopez am Rad holte Froome die beiden nur knapp entflohenen Nibali und Contador ein.

An dieses Quartett waren Kelderman, Sakarin und Chaves gerade wieder dran, als Lopez rund 2 Kilometer vor dem Ziel hart attackierte und nicht mehr eingeholt wurde. Zu den nächsten Verfolgern kam für eine Weile Poels als Schrittmacher zurück, ehe Froome die letzte Stufe zündete, was die letztlichen Abstände im Ziel herbeiführte.


Vorschau auf diese Etappe: Unter den vielen Bergankünften der Vuelta 2017 tragen 4 die schwierigste Kategorie «especial». Die Bergankunft auf der 14. Etappe in der Sierra de la Pandera ist die erste davon. Nach welligem Verlauf durch Andalusien steigen die letzten 12 Kilometer von Valdepeñas des Jaén in die Sierra de la Pandera im Schnitt um 7,3 % und maximal um 13,0 %. Ein paar nette Abstände zwischen den Klassementfahrern dürften sicher sein.

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Spanien-Rundfahrt 2017

Vuelta a España 2017
14. Etappe (175,0km)
von Écija
nach Sierra de la Pandera

-km90 15:15 Puerto El Mojón
-km45 16:27 Alcalá la Real
-km22 17:05 Alto Valdepeñas de Jaén
-km0 17:40 Sierra de la Pandera

Etappensieg:
Rafal Majka (POL)

Rotes Trikot:
Chris Froome (GBR)

Grünes Trikot:
Matteo Trentin (ITA)

Bergtrikot:
Davide Villella (ITA)

Kombinationswertung:
Chris Froome (GBR)
- wird getragen von Nibali

Teamwertung:
Astana

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