Vuelta a España 2017 - 6. Etappe

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Zielankunft in Sagunt: ca. 17:40 Uhr

Marczynski siegt im Dreiersprint

Tomasz Marczynski (Lotto) gewann in Sagunt die 6. Etappe der Vuelta 2017 im Dreiersprint. Der 33-jährige Pole setzte sich mit einer Radlänge Vorsprung gegen Pawel Poljanski (Bora) und Enric Mas (Quick Step) durch.

Es war ein animierter Tag, wofür einmal mehr zum Ende seiner Karriere Alberto Contador (Trek) verantwortlich war. Am letzten von 5 bezeichneten Anstiegen löste er über 40 Kilometer vor dem Ziel mit seinen Attacken ein Chaos aus, dem nur der Gesamtführende Chris Froome (Sky) zu jeder Zeit gewachsen war.

Contador wirbelt über 40 Kilometer vorm Ziel

Der entfesselte Contador und der defensiv am Hinterrad sitzende Froome sammelten die versprengten Reste einer einst riesiegen Spitzengruppe ein. Nur die Top-3 des Tages blieben bis zum Schluss vorne.

Zu Contador und Froome schlossen fast alle anderen Klassementfahrer wieder auf. Eine der Ausnahmen war Tejay van Garderen (BMC), der 2-mal stürzte, den Schaden letztlich allerdings auf nur 20 Sekunden begrenzen konnte.

Ergebnis
1. Tomasz Marczynski (POL) - Lotto-Soudal 4:47:02
2. Pawel Poljanski (POL) - Bora-Hansgrohe
3. Enric Mas (ESP) - Quick Step Floors
4. Luis Leon Sanchez (ESP) - Astana +0:08
5. Jan Polanc (SLO) - UAE-Emirates gl.Zeit
6. Warren Barguil (FRA) - Sunweb +0:26
7. Giovanni Visconti (ITA) - Bahrain-Merida
8. Christopher Froome (GBR) - Sky
9. Fabio Aru (ITA) - Astana
10. Jack Haig (AUS) - Orica-Scott
11. José Joaquin Rojas (ESP) - Movistar
12. Nicolas Roche (IRL) - BMC
13. Adam Yates (GBR) - Orica-Scott
14. Wout Poels (NED) - Sky
15. Esteban Chaves (COL) - Orica-Scott alle
16. Ricardo Vilela (POR) - Manzana Postobon
17. Vincenzo Nibali (ITA) - Bahrain-Merida
18. Wilco Kelderman (NED) - Sunweb
19. Daniel Navarro (ESP) - Cofidis gleiche
20. Ilnur Sakarin (RUS) - Katusha-Alpecin
21. Michael Woods (CAN) - Cannondale-Drapac
22. Alberto Contador (ESP) - Trek-Segafredo
23. Darwin Atapuma (COL) - UAE-Emirates Zeit
24. Sam Oomen (NED) - Sunweb +0:30
25. David de la Cruz (ESP) - Quick Step Floors +0:43
26. Louis Meintjes (RSA) - UAE-Emirates
27. Rui Costa (POR) - UAE-Emirates
28. Simon Yates (GBR) - Orica-Scott alle
29. Lennard Kämna (GER) - Sunweb gleiche
30. Steven Kruijswijk (NED) - LottoNL-Jumbo Zeit
...
44. Tejay van Garderen (USA) - BMC +0:46
59. Romain Bardet (FRA) - AG2R La Mondiale +6:52
61. Domenico Pozzovivo (ITA) - AG2R La Mondiale +6:52
- 189 Fahrer klassiert.
DNF Nick Dougall (RSA) - Dimension Data
DNF José Gonçalves (POR) - Katusha-Alpecin

Van Garderen verliert nach Stürzen 2. Platz

Van Garderen fiel vom 2. auf den 4. Platz der Gesamtwertung zurück. Den 2. Platz nahm Esteban Chaves (Orica) 11 Sekunden hinter Froome ein, gefolgt von Nicolas Roche (BMC) mit 13 Sekunden.

Aus den Top-Ten verloren de la Cruz (Quick Step) und Simon Yates (Orica) 17 Sekunden, van Garderen knapp dahinter 20. Die zwischenzeitlich ebenfalls abgehängten Chaves, Roche, Nibali (Bahrain), Aru (Astana), Adam Yates (Orica) und Woods (Cannondale) stellten den Kontakt zu Contador und Froome wieder her und verloren demnach keine weitere Zeit.

Immer noch über 3 Minuten Rückstand für Contador

Contador rennt weiterhin über 3 Minuten Rückstand hinterher. Dies tut er aber beeindruckend und für den Zuschauer in höchst unterhaltsamer Weise.

Gesamtwertung
1. Christopher Froome (GBR) - Sky 22:54:38
2. Esteban Chaves (COL) - Orica-Scott +0:11
3. Nicolas Roche (IRL) - BMC +0:13
4. Tejay van Garderen (USA) - BMC +0:30
5. Vincenzo Nibali (ITA) - Bahrain-Merida +0:36
6. David de la Cruz (ESP) - Quick Step Floors +0:40
7. Fabio Aru (ITA) - Astana +0:49
8. Adam Yates (GBR) - Orica-Scott +0:50
9. Michael Woods (CAN) - Cannondale-Drapac +1:13
10. Simon Yates (GBR) - Orica-Scott +1:26
11. Wilco Kelderman (NED) - Sunweb +1:28
12. Ilnur Sakarin (RUS) - Katusha-Alpecin +1:40
13. Warren Barguil (FRA) - Sunweb +1:43
14. Sam Oomen (NED) - Sunweb +1:57
15. Jack Haig (AUS) - Orica-Scott +2:19
16. Wout Poels (NED) - Sky +2:23
17. Igor Anton (ESP) - Dimension Data +2:26
18. Rui Costa (POR) - UAE-Emirates +2:52
19. Louis Meintjes (RSA) - UAE-Emirates +2:55
20. Steven Kruijswijk (NED) - LottoNL-Jumbo +2:59
...
22. Luis Leon Sanchez (ESP) - Astana +3:06
24. Alberto Contador (ESP) - Trek-Segafredo +3:10

Riesige Spitzengruppe kommt nie weit weg

Zu Beginn der 6. Etappe waren an der Spitze des Rennens maximal 38 Fahrer, dann aber über weite Strecken der 27 Fahrer unterwegs. Durch Berge sowie Attacken im Flachen dünnte sich die Gruppe weiter aus - bei relativ geringem Vorsprung vor dem Hauptfeld. Denn Luis Leon Sanchez (Astana) stellte mit nur 3:24 Minuten Rückstand eine potenzielle Gefahr fürs Rote Trikot dar. Für sein Bergtrikot sammelte Villella (Cannondale) weitere Punkte.

Am letzten Anstieg setzten sich Marczynski und Mas an die Spitze, verfolgt von Poljanski, der zum Duo aufschloss. Dies gelang danach auch den nächsten Verfolgern - Pedrero (Movistar) und Luis Leon Sanchez.

Van Garderen bei Contador, bis ihm Rad wegknickt

Im Hauptfeld wurde es Contador langweilig, und seinen Attacken konnten nur Froome, van Garderen und Carlos Betancur (Movistar) folgen, bis van Garderen in einem merkwürdigen Sturz nach rechts wegknickte. Er riss Betancur mit und rauschte in die zuvor ebenfalls gestürzten Hansen (Astana) und Domont (AG2R), die aus der ehemaligen großen Spitzengruppe stammten und zu den verbliebenen Verfolgern von Marczynski und Mas gehörten.

Froome kontrolliert souverän den entfesselten Contador

Froome begnügte sich damit, die Situation an Contadors Hinterrad zu kontrollieren. Trotz der Mithilfe einiger eingeholter Ausreißer war es damit absehbar, dass die nächsten Klassementfahrer um Chaves, Roche, Nibali und Aru den entstandenen 15-Sekunden-Rückstand wieder zufahren würden.

De la Cruz bemühte sich wie van Garderen in der nachfolgenden Gruppe um Schadensbegrenzung. Dies gelang Bardet, Pozzovivo (beide AG2R) und Betancur nicht. Sie verloren etliche Minuten. Van Garderen stürzte in der Folgezeit nochmals in einem Kreisverkehr, als er in der Wagenkollonne herumgondelte, konnte die Gruppe um de la Cruz aber nochmals einholen.

15 Kilometer vor dem Ziel hatte die Verfolgergruppe mit den meisten Klassementfahrern fast das Spitzenquintett eingeholt. Da bäumten sich Marczynski, Poljanski und Mas auf. Sanchez und Pedrero taten dies nicht und konnten sich schwarz ärgern.

Auf den letzten Kilometern fuhren Polanc (UAE) und Sanchez noch aus der Verfolgergruppe heraus für den 5. und 4. Platz - und setzten das Spitzentrio so ein wenig unter Druck. Den Schlusskilometer bestritt der junge Mas an erster Position vor den beiden Polen Marczynski und Poljanski.

Mas und Poljanski unterliegen Marczynski

Mas eröffnete spät den Sprint, hatte aber keine Chance gegen Marczynski, der erst seinen 2. Profisieg außerhalb Polens holte. Es war wieder in Spanien, nur nicht bei der Asturien-Rundfahrt, sondern nun bei der großen Spanien-Rundfahrt. Im Sprint der Verfolger um den 6. Platz setzte sich Barguil (Sunweb) vor Visconti (Bahrain) durch.


Vorschau auf diese Etappe: Die 6. Etappe der Vuelta a España 2017 verläuft erneut hüglig-bergig durch die Provinz Valencia, allerdings ohne Bergaufziel. In die Nähe der Mittelmeerküste kommen die Fahrer erst am Zielort Sagunt. Der letzte Anstieg - zudem der schwierigste des Tages - ist 36,4 Kilometer vor dem Ziel absolviert. Sprinter, die sich in Sagunt etwas ausrechnen, sollten also exzellent über die Berge kommen. Abgesehen davon muss die frühe Spitzengruppe des Tages eingeholt werden. Denn für Ausreißer sieht die 6. Etappe gar nicht so schlecht aus.

5. Etappe Do 24. August: 6. Etappe 7. Etappe

Spanien-Rundfahrt 2017

Vuelta a España 2017
6. Etappe (204,4km)
von Vila-real
nach Sagunt

-km157 13:39 Alto de Alcudia de Veo
-km145 13:58 Port del Eslida
-km108 14:54 Alto de Chirivilla
-km62 16:05 Port del Oronet
-km37 16:44 Puerto del Garbí
-km8 17:29 Sagunt

Etappensieg:
Tomasz Marczynski (POL)

Rotes Trikot:
Chris Froome (GBR)

Grünes Trikot:
Matteo Trentin (ITA)

Bergtrikot:
Davide Villella (ITA)

Kombinationswertung:
Chris Froome (GBR)
- wird getragen von Chaves

Teamwertung:
Astana

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