Vuelta a España 2016 - Favoriten

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Die Favoriten auf den Gesamtsieg bei der Spanien-Rundfahrt sind traditionell schwieriger vorherzusagen als beim Giro d'Italia und bei der Tour de France. Denn es stellt sich die Frage, welche Top-Fahrer der Tour de France noch die Form haben, welche Enttäuschten der Tour de France ihre Form schon wieder gefunden haben und wie dagegen die Fahrer mit den Formhöhepunkten bei Giro d'Italia und Spanien-Rundfahrt abschneiden.

Contador und Chaves gegen die 2 Besten der Tour

Als Hauptfavoriten werden Alberto Contador (Tinkoff), Christopher Froome (Sky), Nairo Quintana (Movistar) und Esteban Chaves (Orica) gesehen. Contador hatte die Tour de France nach Sturzfolgen und ernüchternden Pyrenäen-Etappen aufgegeben. Froome trug stattdessen den Gesamtsieg vor Quintana davon. Beide werden deswegen wohl nicht so frisch sein wie Contador und Chaves, der beim Giro d'Italia den 2. Platz belegte.

Wie Froome und Quintana mit Top-Ten-Endergebnis aus der Tour de France reist Louis Meintjes (Lampre) an. Alejandro Valverde (Movistar) belegte sogar beim Giro d'Italia und bei der Tour de France 2016 einstellige Ergebnisse im Endklassement. Gelänge ihm dies auch noch bei der Vuelta, dann wäre er der erste Fahrer mit solch einer Leistung, seit alle 3 großen Rundfahrten 3 Wochen dauern.

Bei der Tour de France hinter den Erwartungen zurück blieben außer Contador beispielsweise auch Tejay van Garderen (BMC), Warren Barguil (Giant), Mathias Frank (IAM) und Pierre Rolland (Cannondale). Die Vuelta 2016 bietet ihnen eine Möglichkeit, es besser zu machen.

In die Kategorie von Chaves gehört bei der Vuelta 2016 außerdem Steven Kruijswijk (LottoNL), der beim Giro d'Italia erst kurz vor Schluss aus dem Rosa Trikot stürzte und auf den 4. Platz zurückfiel. Knapp in die Top-Ten schaffte es beim Giro 2016 auch Darwin Atapuma (BMC).

Der absolute Saisonhöhepunkt ist die Vuelta 2016 für Miguel Angel Lopez (Astana). Der junge Kolumbianer hatte im Juni die Tour de Suisse gewonnen und hat in Abwesenheit seiner beiden Teamkollegen Nibali und Aru bei der Spanien-Rundfahrt alle Freiheiten. Für eine vordere Platzierung gut sind möglicherweise außerdem Gianluca Brambilla (Etixx), Andrew Talansky (Cannondale), Bart de Clercq (Lotto), Simon Yates (Orica) und Pierre-Roger Latour (AG2R). Und wenn Froome doch nichts mehr in den Beinen hat, könnte nach verkorkster Saison die Stunde von Leopold König (Sky) schlagen. Von den Top-Klassementfahrern fehlen außer Nibali und Aru eigentlich nur Romain Bardet (AG2R), Richie Porte (BMC), Adam Yates (Orica) und Bauke Mollema (Trek).

Sämtliche Spitzensprinter fehlen

Ganz anders sieht es bei den Sprintern aus. Hier steht bei der Vuelta 2016 nur die 3. Garde an der Startlinie. Gründe sind die wenigen und großteils erst sehr späten Chancen auf Massensprints sowie die sprinterfreundliche Straßen-WM, die erst in Katar erst im Oktober stattfindet. Die lange Dauer von Vuelta zur WM passt den Top-Sprintern nicht in die Planung.

Wenn die Favoriten für die Massensprints bei einer großen Rundfahrt schon Sbaragli (Dimension Data), Arndt (Giant), van der Sande (Lotto), van Genechten (IAM), Bonifazio (Trek), Drucker (BMC), Meersman (Etixx), Cort (Orica) oder Réza (FDJ) heißen, dann können sich bei flachen Ankünften vielleicht sogar Fahrer der Sorte Kwiatkowski (Sky) oder Valverde Chancen ausrechnen.

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