Vuelta a España 2015 - Favoriten

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Das Tour-Podium gegen Astana

Prognosen auf den Ausgang der Spanien-Rundfahrt sind etwas schwieriger zu treffen. Denn bei der Vuelta 2015 treffen die auf dem Papier besten Fahrer, die um den Sieg bei der Tour de France fuhren, auf Fahrer, die bei der Tour de France ausschieden oder sich ohne Tour de France speziell auf die Vuelta vorbereiteten. Das Podest der Tour de France ist mit Chris Froome (Sky), Nairo Quintana und Alejandro Valverde (beide Movistar) komplett am Start der Vuelta 2015. Bei ihnen stellt sich die Frage, ob die Kraft bis zum Ende der 3-wöchigen Rundfahrt hält.

Gleiches gilt für Vincenzo Nibali (Astana), der den 4. Platz bei der Tour belegte. Mit seinen Teamkollegen Fabio Aru und Mikel Landa bildet er ein fulminantes Trio, das Froome und das Movistar-Duo herausfordert. Von den bisherigen Podesten der beiden gelaufenen großen Rundfahrten des Jahres fehlt nur Giro-Gesamtsieger Alberto Contador (Tinkoff), der seinen Gesamtsieg von der Vuelta 2014 somit nicht verteidigt. Beim Giro d'Italia hatten Aru und Landa hinter ihm die nächsten Plätze belegt.

Die Vuelta im Vorjahr beendeten Froome, Valverde, Joaquim Rodriguez (Katusha) und Aru auf den Plätzen hinter Contador. Rodriguez ist dann auch einer der Namen, die in den erweiterten Kreis der Sieg- oder Podestkandidaten der Vuelta 2015 gehören, eventuell gemeinsam mit seinem Teamkollege Daniel Moreno. Nennenswert sind außerdem Domenico Pozzovivo (AG2R) nach seinem fürchterlichen Sturzaus beim Giro, das Duo Andrew Talansky/ Joe Dombrowski (Cannondale), das Duo Tejay van Garderen/ Samuel Sanchez (BMC), Pierre Rolland (Europcar), Esteban Chaves (Orica), Rafal Majka (Tinkoff), Frank Schleck (Trek) und Jurgen van den Broeck (Lotto).

Froome sowie Quintana und Valverde haben weitere Helfer dabei, die selbst auf den vorderen Rängen landen könnten, so bei Sky Mikel Nieve, Sergio Henao oder Geraint Thomas und bei Movistar der Giro-Vierte Andrey Amador.

Außer Contador verzichten u.a. Pinot, Uran, Bardet, Mollema und Gesink. Nicht viele große Namen fehlen: Was die Klassementfahrer angeht, ist die Vuelta 2015 ist somit äußerst stark besetzt.

Sprints mit Degenkolb, Sagan, Bouhanni

Bei den zu erwartenden Sprints treffen John Degenkolb (Giant), Nacer Bouhanni (Cofidis) und Peter Sagan (Tinkoff) aufeinander. Während Degenkolb und Sagan ihr erstes Rennen nach der Tour de France bestreiten, holte sich Bouhanni nach verletzungsbedingtem Ausstieg neues Selbstvertrauen mit Etappensiegen bei der Tour de l'Ain.

Mit Siegen bei Polen-Rundfahrt im Gepäck reist derweil Matteo Pelucchi (IAM) an. Caleb Ewan (Orica) bestreitet seine erste große Rundfahrt. Die Riege der ernsthaften Siegkandidaten für Massensprints rundet Danny van Poppel (Trek) ab. Außenseiterchancen haben Barbero (Caja Rural), van Asbroeck (LottoNL), Boeckmans (Lotto), Sbaragli (MTN), Richeze (Lampre) und Drucker (BMC). Falls Degenkolb ausscheidet, wirft sein Teamkollege Mezgec den Hut in den Ring. Es fehlen u.a. Greipel, Kittel, Kristoff, Cavendish und Matthews.

Im letzten Jahr gewann John Degenkolb das Grüne Trikot des Punktbesten. Ob das diesmal wieder ihm oder einem anderen Sprinter gelingt, hängt davon ab, (a) ob sie die Vuelta im Hinblick auf die Straßen-WM überhaupt durchfahren und (b) nicht ein Klassementfahrer wie Valverde am Ende mehr Punkte sammelt wegen der Gleichgewichtung aller Etappen im Punkteschema.

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