Vuelta a España 2014 - Favoriten

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Favoriten mit Fragezeichen, außer Quintana?

Beinah mehr denn je stellt sich bei der Vuelta 2014 die Frage, welche Top-Fahrer noch fit und welche schon wieder fit sind, um im Kampf um den Gesamtsieg ein Wort mitzusprechen. Alberto Contador (Tinkoff) und Chris Froome (Sky) bestritten nach ihrem sturzbedingten Ausscheiden bei der Tour de France kein Rennen mehr. Normalerweise wären sie die Topfavoriten, auch bei der Vuelta. Allerdings stapelte gerade Contador zuletzt tief und entschied sich erst sehr kurzfristig für einen Start. So dürfte der Vuelta-Gesamtsieg 2014 nur über den Giro-Gesamtsieger Nairo Quintana (Movistar) gehen, der seit dem erfolgreichen Giro d'Italia nur die Burgos-Rundfahrt bestritt - siegreich! Außerdem hat Quintana mit Valverde einen Teamkollegen an seiner Seite, der ebenfalls aufs Podest fahren könnte.

Bei Quintanas Giro-Triumph belegten Rigoberto Uran (Omega) und Fabio Aru (Astana) die weiteren Podestplätze. Während Uran dies bei der Vuelta 2014 wiederum zuzutrauen ist, steht hinter Aru wegen seines niedrigen Alters ein Fragezeichen, ebenso wie hinter Wilco Kelderman (Belkin), der beim Giro den 7. Platz belegte. Von Keldermans Teamkollegen kommt Laurens ten Dam mit einem 9. Platz aus der Tour de France, und Robert Gesink bestreitet seine erste große Rundfahrt nach Herzproblemen. Ein stärkeres Trio im Kampf ums Vuelta-Podest könnten möglicherweise Andrew Talansky, Daniel Martin und Ryder Hesjedal (alle Garmin) bilden. Talansky und Martin schieden bei der Tour de France wie Contador und Froome nach Stürzen aus.

Der Vuelta-Vorjahressieger Chris Horner (Lampre) wurde 2 Tage vor Beginn wegen eines zu niedrigen Cortisol-Levels vom eigenem Team von der Startliste genommen. Von den ansonsten hoch gehandelten Rundfahrern fehlt außerdem der aktuelle Toursieger und Vuelta-Zweite des Vorjahres, Vincenzo Nibali (Astana), der nach dem Tour-de-France-Sieg bei der Vuelta eigentlich mehr zu verlieren als zu gewinnen hat, ferner Tejay van Garderen (BMC) und Rafal Majka (Tinkoff) wegen Rennprogramms in Nordamerika, Domenico Pozzovivo (AG2R) wegen Beinbruchs und dessen Teamkollegen Péraud und Bardet nach erfolgreicher Tour de France wohl aus ähnlichen Gründen wie Nibali. Thibaut Pinot (FDJ.fr) hingegen traut sich wohl zu, auf seinen 3. Platz bei der Tour de France nun bei der Vuelta noch einen draufsetzen zu können und startet.

In der Aufzählung fehlen noch der bei der Tour de France enttäuschende Jurgen van den Broeck (Lotto-Belisol) und die 2 Oldie-Duos Joaquim Rodriguez und Daniel Moreno (beide Katusha) sowie Cadel Evans und Samuel Sanchez (beide BMC). Noch größere Fragezeichen als hinter den bisher genannten Fahrern stehen wohl hinter Carlos Betancur (AG2R), Julian Arredondo (Trek) und Adam Yates (Orica), bei dem erstgenannten wegen Gewichtsproblemen und bei den letztgenannten wegen des noch nicht erfolgten Durchbruchs im Gesamtklassement bei großen Rundfahrten. Eine Bank ist dagegen Haimar Zubeldia (Trek), der wohl wieder unauffällig in die Top-Ten fahren wird. Und wenn man nun noch mit Leuten wie Daniel Navarro (Cofidis) anfängt, kann man auch schon die Helfer der größten Favoriten nennen, die wie Mikel Nieve (Sky) ebenfalls für eine vordere Platzierung in Betracht kommen.

Holt Sagan seine Etappensiege nach?

Peter Sagan (Cannondale) holte bei der Tour de France das Grüne Trikot, aber null Etappensiege. Bei der Vuelta 2014 könnte ihm einige wellige Etappen liegen. Hinzu kommen mindestens (und wahrscheinlich auch nicht mehr als) 4 Massensprints, bei denen Sagan auf Nacer Bouhanni (FDJ.fr), John Degenkolb (Giant), Gerald Ciolek (MTN), Michael Matthews (Orica), Tom Boonen (Omega), Jauhen Hutarowitsch (AG2R), Moreno Hofland (Belkin), Yannick Martinez (Europcar), und Jens Debusschere (Lotto) trifft. Von der Crème de la Crème der Sprinter fehlen bei der Vuelta 2014 Marcel Kittel (Giant), André Greipel (Lotto), Mark Cavendish (Omega), Alexander Kristoff (Katusha) und Arnaud Démare (FDJ.fr) wegen eines anderen Rennprogramms. In den welligen Etappen könnte am ehesten Philippe Gilbert (BMC) gegen Sagan eingreifen, vielleicht aber auch mal wieder Filippo Pozzato (Lampre)...

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