Vuelta a España 2014 - 16. Etappe

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15. Etappe Mo 8. September: 16. Etappe 17. Etappe

Zielankunft in La Farrapona: ca. 17:40 Uhr

Froome schleppt Contador zum Sieg
Alberto Contador (Tinkoff) gewann im Roten Trikot des Gesamtführenden die 16. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2014 mit der Bergankunft von La Farrapona. Für seinen ersten Tagessieg bei der diesjährige Vuelta ging Contador 4,5 Kilometer vor dem Ziel eine Attacke von Chris Froome (Sky) mit.

Froome machte das Tempo bis in den Schlusskilometer hinein, dann sprang Contador noch um 15 Sekunden davon. Alejandro Valverde (Movistar) und Joaquim Rodriguez (Katusha) kamen erst eine knappe Minute nach Contador an. Dazwischen landete noch der frühe Ausreißer de Marchi (Cannondale), so dass für Valverde und Rodriguez keine Zeitgutschriften mehr übrig blieben.

Ergebnis
1. Alberto Contador (ESP) - Tinkoff-Saxo 4h53:35
2. Christopher Froome (GBR) - Sky +0:15
3. Alessandro de Marchi (ITA) - Cannondale +0:50
4. Alejandro Valverde (ESP) - Movistar +0:55
5. Joaquim Rodriguez (ESP) - Katusha +0:59
6. Fabio Aru (ITA) - Astana +1:06
7. Daniel Martin (IRL) - Garmin-Sharp +1:12
8. Robert Gesink (NED) - Belkin +1:22
9. Samuel Sanchez (ESP) - BMC +1:43
10. Ryder Hesjedal (CAN) - Garmin-Sharp +1:48
11. Warren Barguil (FRA) - Giant-Shimano +1:51
12. Daniel Navarro (ESP) - Cofidis +2:00
13. Wout Poels (NED) - Omega-Quick Step +2:11
14. Damiano Caruso (ITA) - Cannondale gl.Zeit
15. Mikel Nieve (ESP) - Sky +2:32
16. Louis Meintjes (RSA) - MTN-Qhubeka +2:56
17. Jesus Hernandez (ESP) - Tinkoff-Saxo +2:56
18. Luis Angel Mate (ESP) - Cofidis +3:06
19. Dominik Nerz (GER) - BMC +3:11
20. Daniel Moreno (ESP) - Katusha +3:27
...
29. Wilco Kelderman (NED) - Belkin +8:36
38. Winner Anacona (COL) - Lampre-Merida +14:57
50. Rigoberto Uran (COL) - Omega-Quick Step +15:46
- 173 Fahrer klassiert.
DSQ Gianluca Brambilla (ITA) - Omega-Quick Step
DSQ Iwan Rowny (RUS) - Tinkoff
DNF Oscar Gatto (ITA) - Cannondale

Contador baute die Gesamtwertung vor Valverde von 31 auf 96 Sekunden aus. Froome kam bis auf 3 Sekunden an Valverde heran. Der bis dahin mit Froome zeitgleiche Rodriguez velor an Boden aufs Podest. Wohl immer noch als Nachwirkung des unglücklichen WM-Finales des Vorjahres waren sich Valverde und Rodriguez nicht einig und veloren auch kontinuierlich an Boden auf Contador und Froome, weil Froome vorne ein gleichmäßig hohes Tempo anschlug.

Den 5. Platz hält unumstritten Fabio Aru (Astana), der nach Froomes Attacke noch einmal kurz zum Verfolgerduo mit Valverde und Rodriguez aufschloss und die Etappe weniger Sekunden hinter den beiden beendete. Daniel Martin (Garmin) rückte vor auf den 6. Platz, weil Rigoberto Uran (Omega) einen schwarzen Tag hatte.

Gesamtwertung
1. Alberto Contador (ESP) - Tinkoff-Saxo 63h25:00
2. Alejandro Valverde (ESP) - Movistar +1:36
3. Christopher Froome (GBR) - Sky +1:39
4. Joaquim Rodriguez (ESP) - Katusha +2:29
5. Fabio Aru (ITA) - Astana +3:38
6. Daniel Martin (IRL) - Garmin-Sharp +6:17
7. Robert Gesink (NED) - Belkin +6:43
8. Samuel Sanchez (ESP) - BMC +6:55
9. Warren Barguil (FRA) - Giant-Shimano +8:37
10. Damiano Caruso (ITA) - Cannondale +9:10
11. Daniel Navarro (ESP) - Cofidis +9:24
12. Daniel Moreno (ESP) - Katusha +11:52
13. Mikel Nieve (ESP) - Sky +13:16
14. Romain Sicard (FRA) - Europcar +16:16
15. Wilco Kelderman (NED) - Belkin +17:54
16. Rigoberto Uran (COL) - Omega-Quick Step +18:53

Über den Tag verteilt waren in der Spitzengruppe in unterschiedlichen Besetzungen unterwegs: Gaudin (AG2R), Dennis, Gilbert (beide BMC), ten Dam (Belkin), Sanchez, Bilbao (beide Caja Rural), Bennett, de Marchi (beide Cannondale), Sicard (Europcar), Le Bon (FDJ.fr), Fernandez (Garmin), Armée (Lotto), Malori (Movistar), Brambilla, Poels (beide Omega), Clarke (Orica), Kennaugh (Sky), Rowny (Tinkoff) und  Popowitsch (Trek). Luis Leon Sanchez holte sich durch Siege an 3 der 5 Bergpreise des Tages das Bergtrikot von Valverde zurück.

Bergwertung
1. Luis Leon Sanchez (ESP) - Caja Rural-Seguros RGA 53 p.
2. Alejandro Valverde (ESP) - Movistar 30
3. Alberto Contador (ESP) - Tinkoff-Saxo 23
4. Przemyslaw Niemiec (POL) - Lampre-Merida 20
5. Lluis Mas (ESP) - Caja Rural-Seguros RGA 20
6. Winner Anacona (COL) - Lampre-Merida 18
7. Alessandro de Marchi (ITA) - Cannondale 18

Brambilla und Rowny prügeln sich auf dem Rad
Rund 40 Kilometer vor dem Ziel gerieten aus der Spitzengruppe Gianluca Brambila (Omega) und Iwan Rowny (Tinkoff) aneinander und außer Kontrolle. Rowny verpasste Brambilla mehrere Schubser, Brambilla quittierte dies mehrfach mit Ellbogenstößen in Richtung Gesicht, ganz ungeniert vor den Augen der TV-Kameras und Begleitfahrzeuge.

Die Jury brauchte nach diesen häßlichen Szenen zwar recht lange, disqualifizierte die beiden Rüpel aber zum Glück noch während des laufenden Rennens rund 15 Kilometer vor dem Ziel. Die Teamleitungen von Omega Pharma und Tinkoff verpassten - wie bei diesen 2 Teams zu erwarten - die Chance, der Jury durch Herausnahme ihrer Fahrer zuvorzukommen. Hoffentlich folgen neben der Disqualifikation noch lange Sperren. Vor allem Brambilla schien völlig uneinsichtig zu sein.

De Marchi als Ausreißer des Jahres
Unterdessen hatte de Marchi am vorletzten Anstieg attackiert. Der noch unter Strom stehende Brambilla ging mit. Später schloss auch Brambillas Teamkollege Poels auf. Nachdem die Jury Brambilla den Ausschluss signalisiert hatte, hängte de Marchi Poels ab. De Marchi machte damit zum x-ten Mal von sich reden als stärkster Fahrer aus einer frühen Spitzengruppe.

Ein weiterer Etappensieg war de Marchi nicht vergönnt, vor allem weil hinterher Sky im Verfolgerfeld der Klassementbesten das Tempo in die Höhe schraubte. Das Team bereitete den Angriff seines Kapitäns Froome vor, der sich gegen Valverde und Rodriguez auszahlte, nicht jedoch gegen Contador. Ihm spielte die Situation letztlich am besten in die Karten.


Einschätzung vor der Etappe: Die 16. Etappe der Vuelta 2014 wartet mit der 3. Bergankunft innerhalb von 3 Tagen auf! Und mit insgesamt 5 Bergwertungen wird diese Etappe auch dem Ruf einer echten und durchgängigen Bergetappe gerecht, dies komprimiert auf eine Renndistanz von rund 160 Kilometern. Das Finale des Ritts durch Asturien wird wohl 44 Kilometer vor dem Ziel hinter dem letzten Zwischensprint eingeläutet. Dann geht es hinauf zum vorletzten Berg: Alto de San Lorenzo. Der unmittelbar folgende Schlussanstieg führt nach La Farrapona unterhalb des Lago de Somiedo, bekannt von der Vuelta 2011. Der Anstieg ist über 16,5 Kilometer lang. Die moderate Durchschnittssteigung ergibt sich durch den flacheren Mittelabschnitt, so dass es auf den letzten 6 beständig steilen Kilometern - bis zu 12% - zur Sache gehen dürfte. Danach verabschieden sich die Fahrer in den wohlverdienten 2. Ruhetag.
Profil, Landkarte und Zeitplan auf www.lavuelta.com
Profil der Bergankunft La Farrapona auf www.altimetrias.net

15. Etappe Mo 8. September: 16. Etappe 17. Etappe

Spanien-Rundfahrt 2014

Vuelta a España 2014
16. Etappe (160,5km)
von San Martín del Rey Aurelio
nach La Farrapona

-km143 13:28 Alto de la Colladona
-km92 14:59 Alto del Cordal
-km85 15:10 Pola de Lena
-km75 15:29 Alto de la Cobertoria
-km45 16:22 Teverga
-km34 16:41 Puerto de San Lorenzo
-km0 17:40 La Farrapona

Etappensieger:
Alberto Contador (ESP)

Rotes Trikot:
Alberto Contador (ESP)

Grünes Trikot:
John Degenkolb (GER)

Bergtrikot:
Luis Leon Sanchez (ESP)

Kombinationswertung:
Alejandro Valverde (ESP)

Teamwertung:
Katusha

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