Vuelta a España 2014 - 10. Etappe

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9. Etappe Di 2. September: 10. Etappe 11. Etappe

Zielankunft des letzten Fahrers: ca. 17:39 Uhr

Martin schlägt Cancellara, Quintana sich selbst
Beim langen Einzelzeitfahren der Vuelta a España 2014 stürzte sich Nairo Quintana (Movistar) aus dem Roten Trikot, das Alberto Contador (Tinkoff) übernahm. Im Duell um den Etappensieg verwies Tony Martin (Omega) seinen Dauerkonkurrenten in dieser Disziplin, Fabian Cancellara (Trek), mit 11 Sekunden Vorsprung auf den 2. Platz. Mit nur 15 Sekunden Rückstand brachte sich Martins Teamkollege Rigoberto Uran in der Gesamtwertung zurück ins Geschäft. Contador belegte im Kampf gegen die Uhr auf der 10. Etappe den 4. Platz mit 39 Sekunden Rückstand und schuf sich eine ideale Ausgangsposition für den 3. Gesamtsieg bei dieser Rundfahrt nach 2008 und 2012.

Von den großen 5 Konkurrenten um den Gesamtsieg fuhr Alejandro Valverde (Movistar) 61 Sekunden langsamer als Tony Martin und damit 22 Sekunden langsamer als Contador. Bei Chris Froome (Sky) waren es 53 Sekunden gerechnet zu Contador, bei Joaquim Rodriguez (Katusha) 70 Sekunden.

Quintana fummelte in einer schmalen und kurvigen Abfahrt an seinem Überschuh herum, fuhr eine zumachende Rechtskurve deswegen unkonzentriert von innen an. Als er in den schmalen unbefestigten Bereich zwischen Asphalt und Leitplanke geriet, überschlug er sich und kam auf der Straße zum liegen. Angesichts der Umstände ging der Sturz fast noch glimpflich aus. Jedoch waren 4:07 Minuten Rückstand und ein 82. Platz in der Tageswertung die dennoch bittere Folge.

Ergebnis
1. Tony Martin (GER) - Omega-Quick Step 47:02
2. Fabian Cancellara (SUI) - Trek +0:11
3. Rigoberto Uran (COL) - Omega-Quick Step +0:15
4. Alberto Contador (ESP) - Tinkoff-Saxo +0:39
5. Samuel Sanchez (ESP) - BMC +0:48
6. Cadel Evans (AUS) - BMC +0:49
7. Wasili Kirijenka (BLR) - Sky +0:58
8. Alejandro Valverde (ESP) - Movistar +1:01
9. Jesse Sergent (NZL) - Trek +1:13
10. Christopher Froome (GBR) - Sky +1:32
...
13. Bob Jungels (LUX) - Trek +1:39
15. Winner Anacona (COL) - Lampre-Merida +1:45
17. Joaquim Rodriguez (ESP) - Katusha +1:49
18. Robert Gesink (NED) - Belkin +2:01
19. Dominik Nerz (GER) - BMC +2:01
21. Fabio Aru (ITA) - Astana +2:03
22. Damiano Caruso (ITA) - Cannondale +2:05
31. Daniel Navarro (ESP) - Cofidis +2:19
32. Wilco Kelderman (NED) - Belkin +2:22
40. Daniel Martin (IRL) - Garmin Sharp +2:48
45. Mikel Nieve (ESP) - Sky +2:59
56. Warren Barguil (FRA) - Giant-Shimano +3:27
82. Nairo Quintana (COL) - Movistar +4:07
- 194 Fahrer klassiert.

Beste Karten für Contador
Alberto Contador eroberte die Gesamtführung mit 27 Sekunden vor Valverde und 59 Sekunden von Uran, der einen Sprung vom 9. auf den 3. Platz machte. Winner Anacona (Lampre) behauptete überraschend seinen 4. Platz. Froomes Rückstand gegenüber Contador vergrößerte sich nach der eher enttäuschenden Vorstellung auf 78 Sekunden. Rodriguez hingegen hielt seine Zeitfahrschwäche in Grenzen. Trotzdem vergrößerte sich die Lücke zu Contador auf nun 97 Sekunden. Quintana baute sich einen Rückstand von 3:25 Minuten auf. Beim Giro d'Italia gewann er die Rundfahrt in einer Abfahrt, in Spanien nun musste er seine Siegambitionen auf einer Abfahrt begraben.

Gesamtwertung
1. Alberto Contador (ESP) - Tinkoff-Saxo 36h46:49
2. Alejandro Valverde (ESP) - Movistar +0:27
3. Rigoberto Uran (COL) - Omega-Quick Step +0:59
4. Winner Anacona (COL) - Lampre-Merida +1:12
5. Christopher Froome (GBR) - Sky +1:18
6. Joaquim Rodriguez (ESP) - Katusha +1:37
7. Samuel Sanchez (ESP) - BMC +1:41
8. Fabio Aru (ITA) - Astana +2:27
9. Robert Gesink (NED) - Belkin +2:26
10. Damiano Caruso (ITA) - Cannondale +2:59
11. Nairo Quintana (COL) - Movistar +3:25
12. Wilco Kelderman (NED) - Belkin +3:29
13. Daniel Martin (IRL) - Garmin Sharp +3:48
14. Mikel Nieve (ESP) - Sky +3:50
15. Warren Barguil (FRA) - Giant-Shimano +4:11
16. Daniel Navarro (ESP) - Cofidis +4:14
17. Daniel Moreno (ESP) - Katusha +5:49
18. Esteban Chaves (COL) - Orica-Greenedge +6:37
19. Maxime Monfort (BEL) - Lotto-Belisol +6:39
20. Sergio Pardilla (ESP) - MTN-Qhubeka +7:37

Zunächst Bergfahrer schneller als Martin
Am ersten Zwischenmesspunkt nach 11,2 der insgesamt 36,7 Kilometer stellte Contador die schnellste Zeit auf, 8 Sekunden vor Valverde, 11 vor Samuel Sanchez (BMC), 16 vor Uran, 20 vor Quintana, 23 vor Coppel (Cofids), 27 vor Froome und 28 vor Rodriguez. Tony Martin auf dem 11. Platz lag hier 33 Sekunden hinter Contador und 6 Sekunden vor Cancellara. Die Strecke führte bis dahin bergauf. Nach dem technisch grenzwertigen Teil der Abfahrt führten Martin und Uran zeitgleich je 8 Sekunden vor Contador. Cancellara machte bis ins Ziel wieder 9 Sekunden gegen Martin gut.


Einschätzung vor der Etappe: Nach dem ersten Ruhetag wird die Vuelta 2014 mit ihrem langen Einzelzeitfahren im Westen Aragoniens fortgesetzt. Die Distanz ist mit 36,7 Kilometern nicht zu lang gewählt. Die Strecke steigt vom Startort auf den ersten 11,2 Kilometern um 355 Meter, um danach bis zum Ziel in Borja fast beständig 565 Meter an Höhe zu verlieren - ein Hochgeschwindigkeitskurs! Das könnte ein bitterer Tag für Leichtgewichte werden.
Profil, Landkarte und Zeitplan auf www.lavuelta.com
Startzeiten auf www.biciciclismo.com

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Spanien-Rundfahrt 2014

Vuelta a España 2014
10. Etappe (36,7km)
von Real Monasterio de Santa María de Veruela
nach Borja

-km26 Alto del Moncayo

Etappensieger:
Tony Martin (GER)

Rotes Trikot:
Alberto Contador (ESP)

Grünes Trikot:
John Degenkolb (GER)

Bergtrikot:
Lluis Mas (ESP)

Kombinationswertung:
Alejandro Valverde (ESP)

Teamwertung:
Movistar

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