Vuelta a España 2013 - Strecke

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Haufenweise Hügel- und Bergankünfte
Die Spanien-Rundfahrt 2013 - offiziell Vuelta a España - bietet wie im Vorjahr 13 Etappen durchs Mittel- oder Hochgebirge, wobei die Anzahl der Hügel- und Bergankünfte mit 12 noch einmal nach oben geschraubt wurde. Damit enden mehr als die Hälfte der 21 Etappen mit einem Bergaufziel. Ein Teamzeitfahren zum Auftakt und ein hügliges Einzelzeitfahren in der Rundfahrt-Mitte werden die weiteren Kriterien für den Gesamtsieg bei der Vuelta 2013 sein. Die restlichen 6 vom Veranstalter so genannten Flachetappen kann man eigentlich auch kaum als solche bezeichnen. Schon bei der Vuelta 2012 lag der Fokus mit prallem Übergewicht auf den Bergetappen.

Die Kulisse zum Auftakt der Spanien-Rundfahrt 2013 bildet eine Muschel-Aufzuchtstation in der Ría de Arousa vor der galicischen Küste. Der erste Träger des Roten Trikots wird dann in einem Teamzeitfahren ermittelt. Auch die ersten Massenstart-Etappen der Vuelta 2013 verlaufen in Galicien im äußersten Nordwesten Spaniens. Die weitere Strecke führt gegen den Uhrzeigersinn zunächst nach Südspanien und springt schließlich wieder in den Norden. Nach den vielen Kräfte zehrenden Bergen und Transfers kulminiert die Vuelta 2013 am Vorschlusstag mit der Bergankunft am megasteilen Angliru-Anstieg.

Das insgesamt 3-wöchige Spektakel dauert vom 24. August bis zum 15. September. Die offizielle Präsentation der gesamten Vuelta-Strecke für 2013 erfolgte am 12. Januar. Der Auftakt in Galicien war schon einige Monate zuvor verkündet worden. Ob eine spannende Vuelta wie die 2012 durch eine noch bergigere Strecke sogar getoppt werden kann, ist zu bezweifeln. Ebenso denkbar ist für 2013 nun, dass es durch die vielen Bergankünfte entweder eine frühe Vorentscheidung gibt, oder dass wegen des drohenden Angliru am Vorschlusstag bis dorthin wenig riskiert wird und jeder nur auf die letzten Kilometer einer Etappe lauert.

Streckenverlauf 2013

Die Distanz des relativ flachen Teamzeitfahrens zu Beginn der Vuelta 2013 beträgt 27 27,4 Kilometer. Sie fällt damit deutlich höher aus als in den Jahren zuvor. Schon am 2. Tag wartet nach eher flacher Anfahrt die erste Bergankunft auf 630 Metern Höhe. Die 3. Etappe, vom Veranstalter als flach bezeichnet, ist wiederum nichts für Sprinter, da es zum Abschluss rund 250 Höhenmeter bergauf geht. Auch die 4. Etappe - immer noch in Galicien - wird für Sprinter am Schluss zu steil sein. Es folgen tatsächlich 3 Etappen ohne Bergankunft, die 2. davon führt nach dem ersten längeren Transfer bereits in die Extremadura, die 3. nach Andalusien. Auf 2 dieser Etappen dürfen sich sogar Sprinter etwas ausrechnen.

In Andalusien geht es die folgenden 3 Tage heiß her: 2 Etappen mit schwierigen Bergankünften rahmen eine wellige Etappe mit kurzem Bergaufziel ein. Der erste Ruhetag winkt erst nach einem enormen Transfer in den Norden Spaniens, nach Aragonien. Dort steht einen Tag später das einzige Einzelzeitfahren auf dem Programm - 38 38,8 Kilometer lang und mit nennenswertem Berg in der Mitte des Profils.

Nach einem weiteren längeren Transfer von West- nach Ost-Aragonien führt die inzwischen 12. Etappe zur Vuelta-Halbzeit nach Katalonien. Der Veranstalter weist sie als Flachetappe aus - und im Profil sind Höhenunterschiede von 550 Metern zu verzeichnen... Trotzdem könnten hier bei entsprechendem Rennverlauf mal die Sprinter zuschlagen. Gleiches gilt für den nächsten Tag, auch wenn dies wegen eines Kategorie-1-Berges 58 Kilometer vor dem Ziel etwas unwahrscheinlicher ist.

3 heftige Etappen in den Pyrenäen lassen den Kampf um den Gesamtsieg wieder aufs Neue entfachen. Auf die Andorra-Etappe mit Bergankunft und 3 weiteren großen Bergwertungen folgt - Angliru hin oder her - die Königsetappe durch 3 Staaten: Andorra - Spanien - Frankreich. Nach langen 232,5 224,9 Kilometern und 2 Bergwertungen der 1. Kategorie in Spanien gipfelt die 15. Etappe in Kletterpartien auf Port de Balès, Col de Peyresourde und nach Peyragudes. Diese Anstiege sind alle bekannt aus der Tour de France, und die Zielankunft von der Premiere-Befahrung auf der 17. Etappe der Tour de France 2012. Die 3. Bergetappe am Stück endet mit einer Bergankunft oberhalb von Sallent de Gallego, inzwischen wieder zurück im nördlichen Aragonien.

Nach dem 2. Ruhetag haben die Sprinter ihre vorletzte Chance, sofern sie auf dieser «Flachetappe» die über 1.000 Meter hohen Pässe überstehen. Die Entscheidung um den Gesamtsieg und die weiteren Wertungstrikots - sofern nicht schon vorentschieden - fällt auf den nächsten 3 Bergetappen in Kantabrien und Asturien. Alle enden natürlich mit einer Bergankunft, besonders spektakulär die 20. Etappe mit Alto de l'Angliru. Da wird die Freude bei den Fahrern groß sein über die 21. und letzte Etappe der Spanien-Rundfahrt 2013 - kurz und flach in der Hauptstadt Madrid.

Spanien-Rundfahrt 2013
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