Tour de France 2007 - Streckenverlauf

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Es folgt eine Vorschau auf den Streckenverlauf der 94. Tour de France. Diese wurde direkt im Anschluss an die Präsentation der Etappenorte Ende Oktober 2006 verfasst.

Drei Bergankünfte bei sechs Hochgebirgsetappen
Die Bergankünfte in Tignes, Plateau de Beille und Gourette am Col d'Aubisque werden die Höhepunkte der Tour de France 2007 sein. In Alpen und Pyrenäen gilt es außerdem drei weitere Bergetappen mit Ziel im Tal zu bewältigen. Weitere Schlüsseletappen sind die beiden langen Einzelzeitfahren, und zwar auf dem 13. Abschnitt in Albi und am vorletzten Tag zwischen Cognac und Angoulême. Die Tour-Planer verzichteten zum Glück wie im Vorjahr auf ein Teamzeitfahren. Die Präsentation aller Etappenorte für die 94. Tour de France wurde am 26. Oktober 2006 abgehalten. Schon einige Monate vorher wurde die britische Metropole London als Startort der Tour 2007 offiziell verkündet.

Es ist der erste Tour-Start in Großbritannien und der zweite Tour-Start auf einer Insel. 1998 war das irische Dublin zum Zuge gekommen. London, Olympia-Ausrichter 2012, war schon länger für den «Grand Départ» im Gespräch. 1974 und 1994 hatte es bereits Etappen in Großbritannien gegeben (siehe unten). Nach einem kurzen Prolog im Herzen Londons wird die 1. Etappe der Tour de France 2007 zwischen London und Canterbury ausgetragen. Danach wird die «Große Schleife» auf dem Festland fortgesetzt, zunächst mit einer Etappe von Dünkirchen in den flämischen Teil Belgiens nach Gent. Die Strecke führt weiter schnurstracks in Richtung Alpen und dann im Uhrzeigersinn über Südfrankreich und die Pyrnäen. Die Tour de France 2007 dauert vom 7. bis zum 29. Juli.

Die Alpen werden bereits auf 7. Etappe erreicht. Damit erhalten die Sprinter weniger Gelegenheiten als zuletzt, bevor es in die Berge geht. Für die 4. Etappe zwischen Waregem und Compiègne wurden einige Kopfsteinpflaster-Abschnitte aus Paris-Roubaix angekündigt. Die beiden ersten Alpenetappen liegen am Wochenende. Im Gegensatz zum Vorjahr sind wieder fast alle entscheidenden Etappen auf Samstage und Sonntage gelegt worden, was viele berufstätige Fernsehzuschauer freuen dürfte. Bei der ersten Bergankunft im neuen Tour-Etappenort Tignes wird die Bergprämie schon zwei Kilometer vor dem Ziel vergeben. Nach einem Ruhetag stehen mit dem Col d'Iseran (2.770m) und dem Col du Galbier (2.645m) die beiden höchsten Bergpässe der Tour 2007 auf dem Programm. Trotzdem befolgten die Streckenplaner wieder den Grundsatz, die Etappen im zweiten Hochgebirge - diesmal die Pyrenäen - schwieriger zu gestalten, um die Spannung möglichst aufrecht zu erhalten.

Nach drei Übergangsetappen in Südfrankreich steht das erste lange Einzelzeitfahren in Albi auf dem Programm. Die Streckenplaner verzichteten auf eine Etappe über den Ventoux. Über eine solche Etappe mit Ziel in Carpentras war anlässlich des 40. Todestages von Tom Simpson spekuliert worden. In den Pyrenäen warten ohnehin noch genug Berge. Einen Tag nach dem Zeitfahren muss die klassische Bergankunft zum Plateau de Beille erklommen werden, und kurz davor noch der in den letzten Jahren immer wieder gern gesehene Port de Pailhères. Die nächste Pyrenäenetappe bietet fünf Berge und eine Zielankunft in Loudenvielle nach einer Abfahrt vom Col de Peyresourde.

Nach dem zweiten Ruhetag folgt die letzte Bergetappe. Die hat es mit vier Bergen, einer Länge von 218 Kilometern und der Bergankunft am Col d'Aubisque noch einmal in sich. Zwei weitere Überführungsetappen ebnen dem Tourtross den Weg zum möglicherweise alles entscheidenden Einzelzeitfahren entlang des Flusses Charentes. Wie beim «Chrono» von Albi beträgt die Länges dieses Zeitfahrens auch mehr als 50 Kilometer. Die Tour endet eine Tag später traditionell mit den Ehrenrunden auf dem Paris Prachtboulevard Champs Élysées.

Am Kurs für 2007 gibt es wenig bis nichts auszusetzen. Die Mischung zwischen Altbekanntem und neuen Etappenabschnitten stimmt. Drei Bergankünften stehen drei Bergetappen mit Ziel im Tal gegenüber, wobei das Ziel jeweils direkt nach der Abfahrt vom letzten Bergpass erreicht wird. Für Abwechslung ist also auch hier gesorgt. Dass beide Ruhetage mitten im Gebirge liegen, könnte für zusätzliche Würze sorgen. Die meisten Highlights der Tour 2007 wurden - wie schon weiter oben besprochen - aufs Wochenende terminiert. Günstig für die Fahrer: Statt einer «Salami-Fahrt» ist die Tour 2007 mal wieder eine halbwegs richtige Rundfahrt, bei der den Fahrern allzu lange und häufige Transfers erspart bleiben. Die Tour de France 2007 ist also immerhin in dieser Hinsicht eine runde Sache.
gesamter Etappenplan zur Tour de France 2007
 Steigunsprozente und Länge der wichtigsten Berge

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