Tour de France 2016

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Erdrückende Teamdominanz bei Froomes 3. Gesamtsieg

Sehenswerte Rennen um die Etappensiege, traumhaft eingefangene Landschaftsbilder und gähnende Langeweile um den Gesamtsieg: Das war die Tour de France 2016. Mit erdrückender Dominanz ließen Chris Froome (Sky) und vor allem sein übermächtiges Team kaum einen Zweifel daran aufkommen, dass der 31-jährige Brite seinen 3. Gesamtsieg erzielen würde. Auch in den wichtigen Sonderwertungen ums Grüne Trikot und das Bergtrikot war recht schnell klar, dass Peter Sagan und Rafal Majka (beide Tinkoff) nicht zu schlagen waren.
Endklassements der Tour de France 2016

Umso enger ging es in der Gesamtwertung auf den Plätzen hinter Froome zu. Gut 4 Minuten hinter Froome kam Romain Bardet (AG2R) auf den 2. Platz. Nairo Quintana (Movistar), als gleichwertiger Favorit mit Froome an den Start gegangen, beendete die Tour 2016 immerhin noch auf dem 3. Platz. Lange Zeit hatten Bauke Mollema (Trek) und Adam Yates (Orica) die Podestplätze hinter Froome belegt. Während Mollema kurz vor Schluss noch weit zurückfiel, trug Yates den 4. Platz davon und dazu das weiße Trikot des besten Jungprofis. Eigentlich hätte Richie Porte (BMC) der 2. Platz gebührt, was jedoch fast 2 Minuten Zeitverlust wegen eines Defekts auf der 2. Etappe verhinderten.

Sagan holte zum 5. Mal hintereinander das Grüne Trikot und ist damit noch einen Sieg von Erik Zabels Rekord entfernt. Sagan gewann 2 Etappen (davon eine auf einer Flucht mit Froome!) und ging für die Zwischensprints immer wieder als Animator in Spitzengruppen, weswegen eine Jury ihn auch als kämpferischsten Fahrer auszeichnete. Außerdem gelangen Sagan 3 Etappensiege, einer weniger als der 4-fache Triumphator Mark Cavendish (Dimension Data) und einen mehr als Tom Dumoulin (Giant) und Chris Froome.

Als Bild der Tour de France 2016 wird in die Geschichtsbücher eingehen, wie Froome auf der verkürzten Ventoux-Etappe nach einer Motorradkollision im Schlussanstieg ohne Rad im Stile eines Langstreckenläufers das Rennen zu Fuß fortsetzte. Spektakulär war zudem, dass Froome dank einer halsbrecherischen Abfahrt in den Pyrenäen ins Gelbe Trikot fuhr. Danach blieben seine Helfer in den Bergen teilweise in halber Teamstärke an seiner Seite, wenn alle anderen Klassementfahrer bereits isoliert waren, mal abgesehen von Quintana und seinem Co-Kapitän Valverde, der auf den 6. Platz fuhr.

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Etappenplan der Tour de France 2016

Auch bei ihrer 103. Austragung weiß die Tour de France in ihrem Rahmen noch viele neue «Gesichter» zu zeigen. Gleich 16 Etappenorte stehen erstmals im Etappenplan. Davon fungiert die Hälfte direkt bei der Premiere als Zielort.

Zielorte der Tour de France 2016: Utah Beach Saint-Marie-du-Mont* - Cherbourg-Octeville - Angers - Limoges - Le Lioran - Montauban - Lac de Payolle* - Bagnères-de-Luchon - Andorra-Arcalis - Revel - Montpellier - Mont Ventoux - La Caverne du Pont-d'Arc* - Villars-les-Dombes* - Culoz* - Bern* - Finhaut-Emosson* - Megève* - Saint-Gervais - Morzine - Paris
*) erstmals Etappenort bei einer Tour de France

Die wichtigsten Offline-Utensilien zur Tour de France 2016:

Ventoux als Höhepunkt, Alpen rund um den Mont Blanc

Der Streckenverlauf der Tour de France 2016 führt gegen den Uhrzeiger erst durch die Pyrenäen, dann durch die Alpen. Zwischen diesen beiden Hochgebirgen sind mit dem Mont Ventoux und dem langen Einzelzeitfahren zwei Schlüsseletappen eingebaut. Inklusive Ventoux stehen 4 Bergankünfte im Profil der Tour 2016 (Arcalis, Finhaut-Emosson, St-Gervais Mont Blanc), dazu 4 weitere Bergetappen mit schwierigen Anstiegen kurz vorm Ziel. Ein weiteres kurzes Einzelzeitfahren gibt es in den Alpen, so dass 2016 insgesamt überschaubare 54 Kilometer gegen die Uhr zurückzulegen sind, verteilt auf 37 plus 17 Kilometer. In der Schlusswoche kommt es zu einem ausgedehnten Aufenthalt in der Schweiz.
Streckenverlauf der Tour de France 2016 in Worten

Der Startschuss zur Tour de France 2016 fällt am 2. Juli am Mont-Saint-Michel, der markanten Felseninsel im Wattenmeer. Das erste Gelbe Trikot geht dann an einem anderen Meeresabschnitt am Ärmelkanal, am Utah Beach, voraussichtlich an einen Sprinter. Auch für die 2. Etappe verbleibt der Tour-Tross noch für einen kompletten Tag im normannischen Start-Département Manche, allerdings mit Hügelfinale...

Froome gegen Quintana, Kittel gegen Greipel

Vor einem und vor 3 Jahren gewann Chris Froome (Sky) die Tour de France vor Nairo Quintana (Movistar). Es spricht wenig dagegen, dass es genauso auch bei der Tour de France 2016 kommen könnte. Die Hauptfavoriten bei der Etappenjagd in den Massensprints sind 2 deutsche Fahrer: Marcel Kittel (Etixx) und André Greipel (Lotto).
Favoriten-Vorschau für die Tour 2016

Zeitgutschriften und überbordende HC-Bergpunkte

Die im Vorjahr wieder eingeführten Bonifikationen bleiben auch 2016 im Reglement enthalten. Außerdem gibt es erneut unverhältnismäßig viele Punkte in den Sonderwertungen für Etappensiege auf Flachetappen (Grünes Trikot) und für die Bergriesen im Hochgebirge (Bergtrikot).
Reglement der Tour de France 2016

Dieselben 22 Teams wie im Vorjahr

In der Startliste der Tour de France 2016 stehen dieselben 22 Teams wie im Vorjahr, wenn auch zum Teil mit anderem Namenssponsor.  So gingen die begehrten Wildcards wieder an Bora, Cofidis, Direct Energie (vormals Europcar) und Fortuneo (vormals Bretagne). Das 5. Wildcard-Team von 2015, Dimension Data (damals MTN-Qhubeka), war 2016 ohnehin wegen des neu erworbenen WorldTour-Status' automatisch qualifiziert.
Einladungen zur Tour de France 2016
Startliste

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