Tour de France 2013 - Strecke

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2013 ist ein ganz besonderer Jahrgang für die Tour de France. Das 100-jährige Jubiläum feierte die Grande Boucle zwar schon 2003, doch die 100. Auflage des größten Radrennens der Welt fällt nicht auf das Jahr 2002, sondern auf das Jahr 2013 - Grund sind die beiden Weltkriegspausen. Gestartet wird die Tour de France 2013 auf Korsika. Abgesehen von den Übersee-Départements ist Korsika das letzte französische Département, in dem bisher noch nie die Tour de France rollte.

Zur 100. Ausgabe der Tour de France haben sich die Veranstalter folgende Highlights ausgedacht: Die legendären Anstiege zum Mont Ventoux und nach Alpe d'Huez stehen im selben Jahr im Streckenplan, der Anstieg nach Alpe d'Huez sogar 2-mal. Spektakulär mutet auch das Einzelzeitfahren zum Mont Saint-Michel an. Den Auftakt der Tour de France 2013 richtet Korsika aus, wie schon lange vor der Strecken-Präsentation vorab offiziell bekannt war. Die Mittelmeerinsel fehlte noch auf der Tour-Landkarte.

Wegen des Starts im Süden und des ausführlichen Finales in den Alpen gibt es fast zwangsläufig relativ frühe und wenige Etappen in den Pyrenäen. Neben dem Einzelzeitfahren zum Mont Saint-Michel steht noch ein langes Einzelzeitfahren in der letzten Woche im Programm, dazu ein Teamzeitfahren auf der 4. Etappe, bei der nach 3 Tagen auf Korsika das Festland betreten wird. Die Tour dauert 2013 vom 29. Juni bis zum 21. Juli und endet nach 3 Wochen wie immer in Paris.

Streckenverlauf 2013

Es finden insgesamt 3 Etappen auf Korsika statt, alle en ligne, also mit Massenstart. Als Etappenorte wurden Porto-Vecchio, Bastia, Ajaccio und Calvi ausgewählt. Die 1. Etappe erfolgt ohne vorherigen Prolog mit Massenstart in Porto-Vecchio und Ziel in Bastia. Die Strecke führt entlang der Ostküste Korsikas und ist flach, wohl prädestiniert für Sprinter. Anders die beiden weiteren Teilstücke, bei denen jeweils mehrere Berge im Profil stehen: Die 2. Etappe verläuft durchs Landesinnere von Bastia nach Ajaccio (u.a. Col de Vizzanova auf 1163 m), die 3. Etappe entlang der hügligen Westküste von Ajaccio nach Calvi.

Auf dem Festland wird das Rennen mit einem Teamzeitfahren in Nizza fortgesetzt. Es folgen Überführungsetappen, auf den sich dann die Sprinter etwas ausrechnen können. Die ersten beiden Hochgebirgsetappen stehen bereits am 8. und 9. Tag in den Pyrenäen auf dem Programm. Die eine endet mit einer Bergankunft in Ax-3-Domaines, die andere im Tal in Bagnères-de-Bigorre. Nostalgiker dürfte stören, dass ausgerechnet zur 100. Tour der Col du Tourmalet im Streckenplan fehlt - wo er doch sonst gefühlt fast jedes Jahr (seit 1910!) überfahren wird.

Mit einem langen Transfer gelangt der Tour-Tross nach Nordfrankreich, wo zunächst der 1. Ruhetag angesetzt ist. Danach geht es einmal quer durch Frankreich von der Bretagne bis in die Provence. Die 11. Etappe beinhaltet dabei die Zeitfahrkilometer zum Mont Saint-Michel. In der Provence beginnt die heiße Phase der Tour de France 2013 mit der Bergankunft am Mont Ventoux. Bevor es in die Alpen geht, steht noch ein weiterer Ruhetag auf dem Programm.

In den 2013 ausführlich befahrenen Alpen sind Zielankünfte in Gap, Alpe d'Huez, Le Grand Bornand und Annecy vorgesehen. Unterbrochen wird der Wettlauf in den Bergen durch ein langes Einzelzeitfahren von Embrun nach Chorges.

Nach einem weiteren Transfer endet die Tour 2013 wie immer in Paris. Alle Etappenorte wurden offiziell am 24. Oktober 2012 präsentiert, der Grand Départ in Korsika bereits im Herbst 2011. Korsika war als Startort für die Tour de France 2013 davor schon länger im Gespräch. Als Indiz galt der Umzug des Critériums International 2010 nach Korsika. Weitere Ausgaben dieses tradiotionsreichen Rennens bis 2013 standen da bereits fest. Das Critérium International wird wie die Tour de France von der ASO ausgetragen. Das Critérium International könnte man insofern als hauseigenen Testlauf für den Auftakt der Tour de France 2013 auf Korsika bezeichnen.

Fazit

Die Strecke der Tour de France 2013 fällt insgesamt deutlich weniger zeitfahrlastig aus als im Vorjahr. Die Distanz der beiden «langen» Einzelzeitfahren beträgt jeweils nur knapp über 30 Kilometer, was allerdings insgesamt immerhin mehr Einzelzeitfahrkilometer bedeutet als 2011. Die Bergspezialisten können insgesamt zufrieden sein. Man darf trotzdem befürchten, dass sich die Klassementfahrer auf die Bergankünfte der letzten Woche konzentrieren, dazu auf die Zeitfahren. Gerne darf diese Befürchtung durch angriffslustige Fahrer schon in den Pyrenäen oder sogar schon auf Korsika widerlegt werden! Und schöne Bilder gibt es von Korsika allemal - wenn schon nicht vom Rennverlauf, dann wenigstens von der Landschaft.

100. Tour de France 2013
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