Tour de France 2013 - 21. Etappe

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20. Etappe So 21. Juli: 21. Etappe

Zielankunft in Paris: ca. 21:45 Uhr

Es endet wie es begann - Kittel der Schnellste
Marcel Kittel (Argos) gewann die letzte Etappe der 100. Tour de France im Dämmerlicht auf der Champs-Élysées. In einem langen Sprint verwies er seinen deutschen Landsmann André Greipel (Lotto) und den Briten Mark Cavendish (Omega) auf die Plätze. Damit setzte Kittel nach seinem Auftaktsieg auf der 1. Etappe auch den Schlusspunkt hinter die Tour de France 2013, die Chris Froome als Gesamtsieger vollendete.

Kittel eröffnete den sprint royal auf dem leicht ansteigenden Pflaster vor Greipel und Cavendish. Das Trio hob sich in Paris deutlich vom Rest ab, auch von Peter Sagan, dem Träger des Grünen Trikots. Sowohl Greipel als auch Cavendish kamen noch bis auf eine halbe Radlänge an Kittel heran. Sagan führte schon lange vor der letzten Etappe uneinholbar die Punktewertung an, da er auch in hügligem Terrain ordentlich Punkte holte. Kittel präsentierte sich als derzeit schnellster Sprinter von allen.

Ergebnis
1. Marcel Kittel (GER) - Argos-Shimano 3h06:14
2. André Greipel (GER) - Lotto-Belisol
3. Mark Cavendish (GBR) - Omega-Quick Step
4. Peter Sagan (SVK) - Cannondale
5. Roberto Ferrari (ITA) - Lampre-Merida alle
6. Alexander Kristoff (NOR) - Katusha
7. Kevin Reza (FRA) - Europcar
8. Yohann Gène (FRA) - Europcar
9. Daniele Bennati (ITA) - Saxo-Tinkoff gleiche
10. Murilo Fischer (BRA) - FDJ.fr
11. Daryl Impey (RSA) - Orica-Greenedge
12. Matthew Goss (AUS) - Orica-Greenedge
13. Ruben Perez (ESP) - Euskaltel-Euskadi Zeit
14. Lars Ytting Bak (DEN) - Lotto-Belisol +0:04
15. Juan José Lobato (ESP) - Euskaltel-Euskadi gl.Zeit
- 169 Fahrer klassiert.
DNF Lieuwe Westra (NED) - Vacansoleil-DCM

Froome kostet seinen Triumph aus
Chris Froome schenkte noch 43 Sekunden her, als er seinen Gesamtsieg beim Zieleinlauf auskostete. Der finale Vorsprung vor Nairo Quintana (Movistar) schrumpfte damit für die Geschichtsbücher auf 4:20 Minuten. Das Podium komplettierte neben dem Briten und dem Kolumbianer der Spanier Joaquin Rodriguez (Katusha).

Endklassement
1. Christopher Froome (GBR) - Sky 83h56:40
2. Nairo Quintana (COL) - Movistar +4:20
3. Joaquin Rodriguez (ESP) - Katusha +5:04
4. Alberto Contador (ESP) - Saxo-Tinkoff +6:27
5. Roman Kreuziger (CZE) - Saxo-Tinkoff +7:27
6. Bauke Mollema (NED) - Belkin +11:42
7. Jakob Fuglsang (DEN) - Astana +12:17
8. Alejandro Valverde (ESP) - Movistar +15:26
9. Daniel Navarro (ESP) - Cofidis +15:52
10. Andrew Talansky (USA) - Garmin-Sharp +17:39
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Als bester Bergprofi und bester Jungprofi wurde Quintana ausgezeichnet. Den Preis des kämpferischsten Fahrers vergab eine Jury an Christophe Riblon (AG2R). Die Teamwertung ging an Saxo-Tinkoff, die in der individuellen Gesamtwertung auf dem 4. und 5. Platz knapp am Podium vorbeifuhren.

Deutsche so erfolgreich wie eigentlich nie...
Mit 4 Tageserfolgen feierte Marcel Kittel die meisten Etappensiege der diesjährigen Tour. Nach Etappensiegen gerechnet war dies generell die erfolgreichste Tour de France aus deutscher Sicht seit 1977, als es dazu noch mehr Chancen wegen mehrerer Halbetappen gab. Die Bilanz bei der legendären Tour de France 1997 wurde übertroffen. 4-mal Kittel plus Greipel und Martin übertrumpften 2013 auch die 5 britischen Etappensiege durch Froome (3) und Cavendish (2).

Der deutsche Triumphzug bei dem wichtigsten jährlichen Sportveranstaltung der Welt stand im krassen Gegensatz zur kümmerlichen Berichterstattung in den deutschen Medien. Sportliche Wettkämpfe auf dem beliebtesten, effizientesten und umweltfreundlichsten Fortbewegungsmittel der Welt, deutsche Fahrer in der ersten Reihe unter den stärksten Radfahrern der Welt - was will man mehr? Für intelligente Unterhaltung scheint ein Großteil Deutschlands nicht bereit zu sein. Wer nur dem Gesamtsieg eine Bedeutung zumisst, vertut die Chance, in die Vielfalt einer faszinierenden Sportart einzutauchen.


Einschätzung vor der Etappe: Die Tour de France endet auch 2013 - also wie immer - in Paris. Gerüchte, nach denen die 100. Austragung der Tour de France in Alpe d'Huez beschlossen werden sollte, erwiesen sich als falsch. Es ist mittlerweile fast zu einer Tradition geworden, von der vorletzten Etappe per langem Transfer vor die Tore von Paris zu reisen. Der abschließende Rundkurs auf der Pariser Prachtstraße Champs-Élysées wird erstmals nicht vor dem Triumphbogen wenden, sondern dahinter - was nichts an den hervorragenden Chancen auf einen Massensprint ändern sollte. Die Siegerehrung findet unter künstlichem Licht statt, da die Etappenankunft bei der 11. Zielpassage für Sonnenuntergang um 21:45 Uhr geplant ist - ein Novum.
Zeitplan & Profil auf www.letour.fr

20. Etappe So 21. Juli: 21. Etappe

Tour de France 2013

Tour de France 2013
21. Etappe (133,5km)
von Versailles
nach Paris

-km104 19:01 Côte de St-Rémy-lès-Chevreuse
-km100 19:07 Côte de Châteaufort
-km47 20:37 Paris (nach 4. Zielpassage)

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