Tour de France 2008 - Teameinladungen

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Tour 2008 ohne Klöden und Titelverteidiger Contador!
Am 13. Februar 2008 ließ die Tour-de-France-Veranstalterin ASO eine Bombe platzen, die allerdings keine große Überraschung mehr war: Das Team Astana wird 2008 zu sämtlichen ASO-Rennen keine Einladung erhalten, also auch bei der Tour de France fehlen. Bei Astana unter Vertrag stehen der amtierende Toursieger Alberto Contador, der Gesamtdritte Levi Leipheimer und der aussichtsreichste Deutsche, Andreas Klöden. Als Grund wurde der Schaden genannt, den Astana in den beiden Vorjahren der Tour de France und dem Radsport zugefügt habe. Wegen des Wechsels im Teammanagement wurde Astana in Aussicht gestellt, nach einer skandalfreien Saison 2008 zukünftig wieder berücksichtigt zu werden. Nachdem das hochkarätige Team beim diesjährigen Giro d'Italia ebenfalls keine Einladung erhalten hatte, drohten Astana langsam die Saison-Highlights auszugehen. Für den Giro wurde das Team eine Woche vor dem Start dann doch noch nachträglich zugelassen - und prompt holte Alberto Contador den Gesamtsieg! Ein ähnliches Szenario wird es bei der Tour de France 2008 nicht geben: Die ASO blieb konsequent bei der Nicht-Berücksichtigung Astanas.

Welche Teams sind nun zur Tour de France 2008 eingeladen? - Die ASO wählte sich Ende März alle Mannschaften praktisch selbst aus. Es handelte sich dabei genau um die 20 Teams, mit denen vorher schon (auch auf Radsport-Seite.de) gerechnet worden war:

ag2r Prévoyance
Bouygues Telecom
Cofidis
Crédit Agricole
Française des Jeux
Agritubel (alle Frankreich)
Team Milram
Gerolsteiner (beide Deutschland)
Rabobank (Niederlande)
Quick Step
Silence-Lotto (beide Belgien)
Lampre-Fondital
Liquigas (alle Italien)
Euskaltel-Euskadi
Saunier Duval
Caisse d'Epargne (alle Spanien)
Team CSC (Dänemark)
High Road
Slipstream (beide USA)
Barloworld (Großbritannien)

Dies sind die 17 ProTour-Teams außer Astana plus die drei Professional Continental Teams Agritubel, Barloworld und Slipstream. Agritubel hat den Frankreich-Bonus. Barloworld überzeugte im Vorjahr mit starken Auftritten, vor allem durch Hunter (Etappensieg) und Soler (Etappensieg und Bergtrikot). Für das aufgerüstete US-Team Slipstream schließlich spricht der Kader und die proklamierte Einstellung gegen Doping als zentrale Philosophie.

Die ProTour-Teams sind außer Astana komplett dabei, was als sportlich sinnvoll und fair gegenüber diesen Teams erscheint. Denn der Weltverband UCI versprach seinerzeit allen ProTour-Teams selbstherrlich eine Fix-Einladung für die Tour de France, rechnete dabei jedoch nicht mit der Eskalation des unsäglichen Streits ASO vs. UCI um die ProTour.

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