Tirreno-Adriatico 2017

(ITA/2.UWT) - Siegerliste Tirreno-Adriatico

Et. Startort                Zielort              km   Etappensieger     Leader
1. Lido di Camaiore Lido di Camaiore 23** BMC Damiano Caruso
2. Camaiore Pomerance 228 Geraint Thomas Greg van Avermaet
3. Monterotondo Marittimo Montalto di Castro 204 Peter Sagan Rohan Dennis
4. Montalto di Castro Terminillo 171 Nairo Quintana Nairo Quintana
5. Rieti Fermo 209 Peter Sagan Nairo Quintana
6. Ascoli Piceno Civitanova Marche 168 Fernando Gaviria Nairo Quintana
7. San Benedetto San Benedetto 10* Rohan Dennis Nairo Quintana
*) Einzelzeitfahren **) Teamzeitfahren

Quintanas nächster Gesamtsieg

Nairo Quintana (Movistar) holte Gesamtsieg bei Tirreno-Adriatico 2017, was ihm bereits 2 Jahre zuvor gelungen war. Im Endklassement hatte der 27-jährige Kolumbianer 25 Sekunden Vorsprung vor Rohan Dennis (BMC), der die stärksten Leistungen im Zeitfahren ablieferte. Quintana hingegen schlüpfte an der Terminillo-Bergankunft deutlich ins Blaue Trikot des Gesamtführenden. Das Podest nach 7 Renntagen rundete Thibaut Pinot (FDJ) ab.

Tirreno-Adriatico 2017 begann mit einem 22,7 Kilometer langen Teamzeitfahren, das der Fernfahrt sogleich den Stempel aufdrückte. Größere Zeitabstände waren im Vorfeld außerdem auf der 4. Etappe mit Bergankunft am Monte Terminillo erwartet worden. Auf 1675 Metern Höhe im Apennin gab es 2017 auch keine Wintereinbruch im März, der dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung hätte machen können - wie z.B. im Vorjahr bei der umstrittenen Absage der Königsetappe. Die Entscheidung bei Tirreno-Adriatico 2017 um die Platzierungen hinter Quintana fiel bei einem 10,1 Kilometer langen Einzelzeitfahren. Die restlichen 4 Etappen gehörten je zur Hälfte den Sprintern sowie den Experten für kurze Hügelankünfte. Wie gewohnt überschnitt sich Tirreno-Adriatico auch 2017 mit der anderen großen Fernfahrt Paris-Nizza.

Das Teamzeitfahren der 1. Etappe gewann BMC, die den 22,7 Kilometer langen Kurs im Schnitt mit 58,371 km/h bewältigten. Auf dem 2. Platz war Quick Step bereits 17 Sekunden langsamer. Den Schaden einigermaßen begrenzen konnten außerdem FDJ und Movistar mit je 22 und Orica mit 25 Sekunden Zeitverlust. Das Team Sky belegte den 18. Platz von 22 Mannschaften und verlor fast 2 Minuten, auch weil das Carbon-Vorderrad von Gianni Moscon in sich zusammenbrach.

So verlegte sich Geraint Thomas (Sky) auf Etappensiege. Er setzte sich auf der 2. Etappe innerhalb der letzten 5 Kilometer aus dem Vorderfeld ab, erst mit Jungels (Quick Step), Castroviejo (Movistar) und Caruso (BMC), bevor er sich auf dem leicht steigenden Gelände als Solist auf den Weg machte. Tom Dumoulin (Sunweb) verfolgte Thomas auf dem Schlusskilometer und erreichte den 2. Platz mit 9 Sekunden Rückstand, allerdings zeitgleich mit dem heransprintenden Hauptfeld, das Peter Sagan (Bora) vor Greg van Avermaet (BMC) anführte.

Die 3. Etappe gewann Peter Sagan (Bora), der im Sprintfinale problemlos an Elia Viviani (Sky) vorbeiging. Auf den 3. Platz kam Jürgen Roelandts (Lotto). Auf dem Schlusskilometer ereignete sich ein Massensturz.

Auf der 4. Etappe gab es an der Terminillo-Bergankunft etliche Attacken von Klassement-Favoriten, die sich Quintana zunächst in Ruhe anschaute. Als nur noch Thomas, Adam Yates (Orica) und Uran (Cannondale) bei ihm waren, gelang Quintana die Sieg bringende Attacke gut 2 Kilometer vor dem Ziel. Er überholte den noch vorausfahrenden Spilak (Katusha) und gewann am Ende mit 18 Sekunden vor Thomas, 24 vor Yates und Uran, 29 vor Spilak sowie bereits 41 vor Dumoulin, Pozzovivo (AG2R) und Landa (Sky). Noch 5 Sekunden dahinter war Pinot (FDJ). Hoffnungslos fielen Nibali (Bahrain) und Aru (Astana) zurück.

Das letzte Drittel der hügligen 5. Etappe war von zahlreichen Attacken geprägt. Doch an einer Steilstufe gut 3 Kilometer vor dem Ziel nahm Quintana das Heft selbst in die Hand. Dem zwischenzeitlich abgehängten Sagan gelang der Wiederanschluss und er gewann im gepflasterten Bergaufsprint einer 11-köpfigen Gruppe vor Thibaut Pinot, Primoz Roglic (LottoNL) und Geraint Thomas.

Den Sieg auf der 6. Etappe holte sich Fernando Gaviria (Quick Step), der im Sprintduell wenige Zentimeter gegen Peter Sagan auf die Linie rettete. Den 3. Platz belegte Jasper Stuyven (Trek) vor Gavirias Anfahrer Trentin. Sagan verschoss 6 Kilometer vor dem Ziel ein paar Körner, als er über den letzten Anstieg hinweg einer Spitzengruppe hinterhersprang. Für Gesprächsstoff sorgte ein geschlossener Bahnübergang, der das Hauptfeld 90 Kilometer vor dem Ziel zum Stillstand brachte. Die Spitzengruppe wurde im weiteren Verlauf von der Jury - etwas unglücklich - mitten in einem Anstieg angehalten, um den alten Abstand wiederherzustellen.

Das 10 Kilometer lange Einzelzeitfahren der 7. Etappe gewann Dennis mit 3 Sekunden vor Jos van Emden (LottoNL) und Michael Hepburn (Orica). Für den Gesamtsieg genügte Quintana ein 45. Platz mit 42 Sekunden Rückstand. Pinot verlor auf dem 17. Platz 27 Sekunden und musste deswegen in der Gesamtwertung noch den 2. Platz gegen den 3. mit Dennis tauschen.

Mi 8. bis Di 14. März
Endklassement Tirreno-Adriatico 2017
1. Nairo Quintana (COL) - Movistar 25:56:27
2. Rohan Dennis (AUS) - BMC +0:25
3. Thibaut Pinot (FRA) - FDJ +0:36
4. Primoz Roglic (SLO) - LottoNL-Jumbo +0:45
5. Geraint Thomas (GBR) - Sky +0:58
6. Tom Dumoulin (NED) - Sunweb +1:01
7. Jonathan Castroviejo (ESP) - Movistar +1:18
8. Rigoberto Uran (COL) - Cannondale-Drapac +1:36
9. Bauke Mollema (NED) - Trek-Segafredo +1:38
11. Domenico Pozzovivo (ITA) - AG2R La Mondiale +1:59
10. Simon Spilak (SLO) - Katusha-Alpecin +2:04
12. Damiano Caruso (ITA) - BMC +2:10
13. Daniel Moreno (ESP) - Movistar +2:43
14. Bob Jungels (LUX) - Quick Step Floors +2:53
15. Michele Scarponi (ITA) - Astana Pro Team +3:07
16. Egan Bernal (COL) - Androni Giocattoli +3:20
17. Sébast. Reichenbach (SUI) - FDJ +3:23
18. Rui Costa (POR) - UAE-Emirates +3:28
19. Robert Gesink (NED) - LottoNL-Jumbo +3:31
20. Andrey Amador (CRC) - Movistar +3:35
...

Wildcards für Tirreno-Adriatico 2017 gingen an Androni, Bardiani, Nippo (alle Italien) und das indiskutable Novo Nordisk (USA).

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