Tour de Suisse 2006

(SUI/ProTour-CPE) - Siegerliste der Tour de Suisse

Et. Start              Ziel                km   Etappensieger      Leader
1. Baden Baden 154 Tom Boonen Tom Boonen
2. Bremgarten Einsiedeln 165 Daniele Contrini Daniele Bennati
3. Einsiedeln Arlesheim 160 Nick Nuyens Nick Nuyens
4. Niederbipp La Chaux-de-Fonds 151 Angel Vicioso Nick Nuyens
5. La Chaux-de-Fonds Leukerbad 210 Steve Morabito Angel Vicioso
6. Fiesch La Punt 210 Koldo Gil Koldo Gil
7. St. Moritz Ascona 233 Oscar Freire Koldo Gil
8. Ambri Ambri 155 Alberto Contador Koldo Gil
9. Kerzers Bern 30* Jan Ullrich Jan Ullrich
*) Einzelzeitfahren

Ulle siegt wie 2004 ganz zum Schluss
Jan Ullrich (T-Mobile Team) hat zum zweiten Mal nach 2004 die Tour de Suisse gewonnen. Wie damals fing der 32-jährige Deutsche erst beim abschließenden Einzelzeitfahren den Mann im Gelben Trikot noch ab; und wieder kam der Konkurrent aus dem Rennstall Saunier Duval. Vor zwei Jahren holte «Ulle» den Gesamtsieg mit einem Sekündchen Vorsprung vor dem Schweizer Fabian Jeker, diesmal wandelte er bei strömendem Regen einen 50-Sekunden-Rückstand auf den Spanier Koldo Gil in einen 24-Sekunden-Vorsprung um. Als Gesamtdritter bestieg mit Jörg Jaksche (Würth) ein weiterer Deutscher das Podium. Für Jan Ullrich waren der Zeitfahr- und der Gesamtsieg die Saisonerfolge 2 und 3 nach seinem Etappensieg beim Giro d'Italia.

Ullrichs Hauptziel bleibt in diesem Jahr aber wie gewohnt der Gesamtsieg bei der Tour de France, die am 1. Juli beginnt. Seine größten Gegner bei diesem Vorhaben standen bei der Tour de Suisse allerdings nicht am Start. Ivan Basso (Team CSC) schob nach seinem Giro-Triumph eine Rennpause ein, die anderen Kandidaten fuhren lieber die Dauphiné Libéré. Dennoch gewinnt man die Schweiz-Rundfahrt nicht «nur mal eben so». Jan Ullrich scheint wieder rechtzeitig zur Tour de France in Form zu kommen, trotz des spätesten Saisoneinstieg seiner Karriere (Ende April). Ihm können nach wie vor nur sehr wenige Fahrer das Wasser reichen.

Auf den Bergetappen der Tour de Suisse 2006 war Koldo Gil der Beste im Fahrerfeld. Ullrich verlor aber - wenn überhaupt - dann nur einige Sekunden auf den 28-jährigen Spanier pro Bergetappe. Nach eigenem Bekunden möchte Ullrich bis zur Tour de France «noch 10 Prozent» zulegen, damit es endlich mit dem zweiten Toursieg nach 1997 klappt. Starke Leistungen als Helfer Ullrichs lieferte in der Schweiz Linus Gerdemann ab, der im Endklassement Siebter war. Trotzdem ist Gerdemann, 23 Jahre jung, wohl nicht für den Tour-France-Kader des T-Mobile Teams vorgesehen.

Nachtrag: Dem ursprünglichen Gesamtsieger Jan Ullrich wurden im Februar 2012 seine Ergebnisse bei der Tour de Suisse 2006 aberkannt, weil er Blutdoping-Kunde bei Eufemiano Fuentes war. Die Fahrer, die damals die Plätze 2, 3 und 4 belegten (Koldo Gil, Jörg Jaksche, Angel Vicioso), tauchten ebenfalls auf der Fuentes-Liste auf, wurden aber anders als Ullrich (bisher) nicht aus der Ergebnisliste gestrichen. Als Etappensieger im Einzelzeitfahren rückt Cadel Evans anstelle von Ullrich nach.

10. Juni bis 18. Juni
Endklassement Tour de Suisse 2006
1. Jan Ullrich (GER) - T-Mobile Team 38h21:36
2. Koldo Gil (ESP) - Saunier Duval +0:24
3. Jörg Jaksche (GER) - Würth +1:03
4. Angel Vicioso (ESP) - Würth +1:44
5. Janez Brajkovic (SLO) - Discovery Channel +2:33
6. Frank Schleck (LUX) - Team CSC +2:56
7. Linus Gerdemann (GER) - T-Mobile Team +3:31
8. Giampaolo Caruso (ITA) - Würth +4:20
9. Vladimir Karpets (RUS) - Caisse d'Epargne +4:27
10. Cadel Evans (AUS) - Davitamon-Lotto +5:01
11. Alexander Botscharow (RUS) - Credit Agricole +5:14
12. Kim Kirchen (LUX) - T-Mobile Team +5:18
13. Christian Vandevelde (USA) - Team CSC +5:28
14. Jose Gomez Marchante (ESP) - Saunier Duval +6:31
15. Michael Boogerd (NED) - Rabobank +7:10
16. Georg Totschnig (AUT) - Gerolsteiner +7:48
17. David Canada (ESP) - Saunier Duval +8:23
18. Sylvain Calzati (FRA) - ag2r Prevoyance +8:31
19. David Herrero (ESP) - Euskaltel-Euskadi +8:42
20. Manuel Beltran (ESP) - Discovery Channel +9:56
...
22. Alberto Contador (ESP) - Würth +11:05
52. Michael Albasini (SUI) - Liquigas +45:49
69. Daniele Bennati (ITA) - Lampre-Fondital +1h09:06
- 167 Teilnehmer, davon 109 klassiert.
Punktewertung: Daniele Bennati
Bergwertung: Michael Albasini
Sprintwertung: Michael Albasini
Teamwertung: Würth
ProTour-Wertung nach 16 von 27 Rennen
1. Alejandro Valverde (ESP) - Caisse d'Epargne 195 p.
2. Ivan Basso (ITA) - Team CSC 138
3. Tom Boonen (BEL) - Quick Step 132
4. Frank Schleck (LUX) - Team CSC 120
5. Jörg Jaksche (GER) - Würth 110
6. Alessandro Ballan (ITA) - Lampre-Fondital 105
7. Patrik Sinkewitz (GER) - T-Mobile Team 90
8. Samuel Sanchez (ESP) - Euskaltel-Euskadi 89
9. Fabian Cancellara (SUI) - Team CSC 87
10. Damiano Cunego (ITA) - Lampre-Fondital 86
11. Paolo Savoldelli (ITA) - Discovery Channel 85
12. Paolo Bettini (ITA) - Quick Step 84
13. Christophe Moreau (FRA) - ag2r Prévoyance 80
14. Alberto Contador (ESP) - Würth 75
15. Michael Boogerd (NED) - Rabobank 75
16. José E. Gutierrez (ESP) - Phonak 73
17. Alessandro Petacchi (ITA) - Team Milram 72
18. Antonio Colom (ESP) - Caisse d'Epargne 71
19. Filippo Pozzato (ITA) - Quick Step 70
20. Cadel Evans (AUS) - Davitamon-Lotto 70
...
23. Jan Ullrich (GER) - T-Mobile Team 62
-> aktuelle Teamwertung: siehe TTT Eindhoven!

Aus der Pressemitteilung des Veranstalters:
Eine anspruchsvolle Strecke mit zirka 1470 Kilometern erwartet die Fahrer der Tour de Suisse, die vom 10. bis 18. Juni 2006 stattfinden wird. Nach den ersten drei Etappen, die eher auf Roller zugeschnitten sind, folgt dann das schwierigere Terrain, wo die Kletterer gefragt sind. Nicht weniger als acht Pässe müssen bewältigt werden. Mit dem Einzelzeitfahren am letzten Tag mit Ankunft auf dem Bundesplatz in Bern wird die Spannung bis zur letzten Minute aufrecht erhalten. Unter dem Label «UCI ProTour» bietet die Tour de Suisse den zwanzig zugelassenen Mannschaften während 9 Tagen eine sehr selektive Strecke an. Das Feld mit 160 Fahrern am Start durchquert die ganze Schweiz auf einer Strecke von zirka 1470 Kilometern. Am Samstag, 10. Juni, starten die Fahrer in Baden (AG) zu einer Etappe auf einem Rundkurs, wobei die Ziellinie dreimal zu überfahren ist. Diesem Einrollmenü folgt eine schöne Etappe von Bremgarten (AG) nach Einsiedeln (SZ), nicht aber auf direktem Weg. Den Fahrern wird die Gelegenheit geboten, den Zürichsee etwas näher zu betrachten.
In Einsiedeln wird am folgenden Tag der Startschuss zur Etappe nach Arlesheim (BL), dem Schweizersitz vom Tour de Suisse Hauptpartner Würth, gegeben. Dieser Streckenteil sollte den Rollern gelegen sein. Der Übergang zu den Bergetappen führt in der darauffolgenden Etappe über ein etwas hügeliges Terrain von Niederbipp (BE) nach La Chaux-de-Fonds (NE). Auch hier hat der Fahrertross die Ziellinie dreimal zu überqueren. Obwohl die Uhrenmetropole vom Kanton Neuenburg die einzige Westschweizer Etappe der Landesrundfahrt ist, können die Zuschauer aus der Romandie ihre Favoriten vielerorts aufmuntern, denn vom Startort in La Chaux-de-Fonds bis zum Ziel in Leukerbad (VS) haben die Cracks den Norden des Kantons Waadt, den Chablais und das ganze Rhonetal zu bewältigen.
Die Ankunft in Leukerbad, wo die Tour de Suisse zum vierten Mal Gast ist, gilt als Vorgeschmack für das, was die Fahrer in den drei folgenden Tagen erwartet. Angefangen mit Fiesch (VS) - La Punt (GR), eine schwere Etappe mit nicht weniger als drei Pässen: Furka, Oberalp und Albula. Tags darauf die längste Etappe der Tour de Suisse 2006 (zirka 233 Kilometer), welche die Mannschaften von St. Moritz (GR) nach Ascona (TI) über den Julier und Lukmanier bringen wird. Wie bereits im Jahr 2002, wird der Flugplatz von Ambri (TI) erneut Schauplatz sein für die achte Etappe, ein Rundkurs. Zwischen Start und Ziel haben die Fahrer zum zweiten Mal 3 Pässe Hors Kategorie zu erklettern: Lukmanier und Oberalp (diesmal von der anderen Seite) und schliesslich den legendären Gotthard.
Um die Spannung bis auf den letzten Kilometern der Landesrundfahrt zu garantieren, haben die Veranstalter ein Einzelzeitfahren von ca. 30 Kilometern, zwischen Kerzers (FR) und dem Bundesplatz in Bern, vorgesehen. Nach 1998 empfängt somit unsere Hauptstadt die Tour de Suisse erneut. Obwohl der Transfer vom Tessin in das Freiburger Städtchen etwas länger scheint, sollte dies problemlos verlaufen, ist doch der Start am nächsten Tag nicht vor 13h30 festgelegt. Die besten Bedingungen sind somit geschaffen, um den Fahrern die Gelegenheit zu bieten, sich sportlich einwandfrei für das Finale vorzubereiten.

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