Tour de Romandie 2017

(SUI/2.UWT) - Siegerliste Tour de Romandie

Et. Startort      Zielort        km   Etappensieger     Leader
0. Aigle Aigle 5* Fabio Felline Fabio Felline
1. Aigle Champéry 169 Michael Albasini Fabio Felline
2. Aigle1 Bulle 1371 Stefan Küng Fabio Felline
3. Payerne Payerne 187 Elia Viviani Fabio Felline
4. Domdidier Leysin 164 Simon Yates Simon Yates
5. Lausanne Lausanne 18* Primoz Roglic Richie Porte
*) Einzelzeitfahren
1) wegen Schneefalls verlegt von Champéry und verkürzt von 161

Porte mit 2. Plätzen zum Gesamtsieg

Richie Porte (BMC) holte den Gesamtsieg bei der Tour de Romandie 2017 durch 2. Plätze auf den beiden entscheindenden Etappen - einer Bergankunft und einem Einzelzeitfahren. Die Sieger dieser beiden Tage belegten die weiteren Podestplätze des Endklassements: Simon Yates (Orica) und Primoz Roglic (LottoNL).

Die Tour de Romandie kehrte 2017 zu dem bewährten Modus mit Prolog zu Beginn und abschließendem Einzelzeitfahren am 6. Renntag zurück, nachdem im Vorjahr das längere Zeitfahren in der Mitte der Rundfahrt gelegen hatte. Mindestens so wichtig wie die Zeitfahrqualitäten waren in der Romandie 2017 jedoch die Fähigkeiten am Berg. Denn von den weiteren 4 Etappen waren 3 bergig und eine hüglig. Insbesondere die 4. Etappe sortierte das Klassement vor dem Zeitfahren am Schlusstag, an dem es noch einmal einige Verschiebungen gab.

Den verregneten 4,8-Kilometer-Prolog gewann Fabio Felline (Trek) in 5:57 Minunten. An Fellines Vorgabe scheiterte als letzter Fahrer Alex Dowsett (Movistar) um 2 Sekunden, weil er sich in der letzten Kurve versteuerte. Den 3. Platz belegte Alexander Edmondson (Orica) mit 7 Sekunden Rückstand, eine Sekunde vor Maximilian Schachmann (Quick Step). Die Favoriten um den Gesamtsieg fuhren mit kalkuliertem Risiko. Roglic begrenzte den Zeitverlust auf 9 Sekunden, Izagirre (Bahrain) und Jungels (Quick Step) auf 12, Simon Yates auf 18. Chris Froome (Sky) verpokerte sich mit einem frühen Startplatz, weil der Regen da entgegen der Vorhersagen stärker war - und verlor 29 Sekunden. Porte verlor sogar 33, Sakarin (Katusha) 42 Sekunden und van Garderen (BMC) trotz Sturzes 34 Sekunden.

Im kalten Regen der 1. Etappe war die Bergankunft von Champéry zu Autobahn-ähnlich, so dass sämtliche Attacken nichts einbrachten. Den Sprint eines ersten Feldes gewann Michael Albasini (Orica) deutlich vor Diego Ulissi (UAE) und Jesus Herrada (Movistar). Die 10, 6 und 4 Sekunden Zeitgutschrift für die Top-3 im Ziel änderten nichts an Fellines Gesamtführung.

Einen Tag später lag in Champéry sogar Schnee, und die geplante Abfahrt zu Beginn der 2. Etappe wurde aus dem Programm genommen. Das Wetter war insgesamt eher noch grauenhafter als auf der vorigen Etappe. Es gewann Stefan Küng (BMC) im Zweiersprint vor Andrej Griwko (Astana). Die beiden stammten aus der 4-köpfigen Spitzengruppe des Tages. Sander Armée (Lotto), der schon am Vortag in der Spitzengruppe fuhr, konnte seinen 3 Fluchtgefährten irgendwann nicht mehr folgen. Und Frederik Veuchelen (Wanty) musste 4 Kilometer vor dem Ziel abreißen lassen. Für den 3. Platz führte Sonny Colbrelli (Bahrain) das Hauptfeld 20 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel.

Die Kälte blieb, aber wenigstens regnete es nicht auf der 3. Etappe, die im Massensprint entschieden wurde. Auf einen frühen Antritt von Alexander Edmondson reagierte Elia Viviani (Sky) und gewann vor Sonny Colbrelli, Michael Schwarzmann (Bora) und Edmondson.

Die 4. Etappe war die Königsetappe. Über den vorletzten Berg mit Schnee am Straßenrand entfernten sich Simon Yates und Emanuel Buchmann (Bora) aus dem Hauptfeld und erreichten Reste der Spitzengruppe des Tages 8 Kilometer vor dem Ziel. In den 5,2 Kilometer langen Schlussanstieg nach Leysin ballerte das Hauptfeld nur so herein. Richie Porte schraubte das Tempo mit seiner Attacke auf die nächste Ebene. Etwa an der 3-Kilometer-Marke holte er Yates, Buchmann und Ait el Abdia (UAE) ein. Yates konnte mit Porte mithalten und übersprintete den fulminanten Australier für den Etappensieg. Eine halbe Minute zurück auf dem 3. Platz war Buchmann. Auf den 4. Platz mit 43 Sekunden Rückstand fuhr Portes Teamkollege van Garderen vor. Die nächsten 12 Fahrer hatten 52 Sekunden Rückstand, darunter Roglic, Jungels, Sakarin und Felline, der die Gesamtführung dennoch an Yates abgeben musste. Überraschend früh fiel Froome im Schlussanstieg zurück - und verlor am Ende 1:15 Minuten.

In den letzten Tag ging Yates mit 19 Sekunden Vorsprung vor Porte, 38 vor Buchmann und 44 vor Felline. Auf dem 6. Platz lauerte Roglic mit 53 Sekunden Rückstand.

Das 18,3 Kilometer lange Einzelzeitfahren der 5. Etappe gewann dann Primoz Roglic mit 8 Sekunden vor Richie Porte und je 34 vor van Garderen, Izagirre und Felline. Auf dem 12. Platz verlor Yates 48 Sekunden und musste deswegen Gesamtführung an Porte abgeben. Buchmann fiel durch 73 Sekunden Zeitverlust gegenüber Roglic noch vom 3. auf den 10. Platz der Gesamtwertung zurück.

Di 25. bis So 30. April
Endklassement Tour de Romandie 2017
1. Richie Porte (AUS) - BMC 17:16:00
2. Simon Yates (GBR) - Orica-Scott +0:21
3. Primoz Roglic (SLO) - LottoNL-Jumbo +0:26
4. Fabio Felline (ITA) - Trek-Segafredo +0:51
5. Ion Izagirre (ESP) - Bahrain-Merida +1:03
6. Tejay van Garderen (USA) - BMC +1:16
7. Wilco Kelderman (NED) - Sunweb +1:21
8. Bob Jungels (LUX) - Quick Step Floors +1:22
9. Jesus Herrada (ESP) - Movistar +1:22
10. Emanuel Buchmann (GER) - Bora-Hansgrohe +1:24
11. Damien Howson (AUS) - Orica-Scott +1:28
12. Jonathan Castroviejo (ESP) - Movistar +1:30
13. Diego Ulissi (ITA) - UAE-Emirates +1:40
14. Pierre Latour (FRA) - AG2R La Mondiale +1:44
15. Ilnur Sakarin (RUS) - Katusha-Alpecin +1:45
16. David de la Cruz (ESP) - Quick Step Floors +1:46
17. Andrey Amador (CRC) - Movistar +1:54
18. Christopher Froome (GBR) - Sky +1:55
19. Maximil. Schachmann (GER) - Quick Step Floors +1:58
20. Louis Meintjes (RSA) - UAE-Emirates +2:09
...

Die einzige Wildcard für die Tour de Romandie 2017 erhielt Wanty-Groupe Gobert aus Belgien, so dass in der Westschweiz insgesamt 19 Teams in der Startliste standen.

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