Polen-Rundfahrt 2015

(POL/2.UWT) - Siegerliste Tour de Pologne

Et. Start             Ziel                  km   Etappensieger       Leader
1. Warschau Warschau 122 Marcel Kittel Marcel Kittel
2. Tschenstochau Dombrowa 146 Matteo Pelucchi Marcel Kittel
3. Zawircie Kattowitz 166 Matteo Pelucchi Marcel Kittel
4. Jaworcny Nowy Sacz 220 Maciej Bodnar Kamil Zielinski
5. Nowy Sacz Zakopane 223 Bart de Clercq Bart de Clercq
6. Bukovina Terma Bukowina Tatrzanska 174 Sergio Henao Sergio Henao
7. Krakau Krakau 25* Marcin Bialoblocki Ion Izagirre
*) Einzelzeitfahren

Endlich schafft es Ion Izagirre

Ion Izagirre (Movistar) gewann 2015 endlich die Polen-Rundfahrt, nachdem er in den beiden Jahren zuvor jeweils den 2. Platz belegt hatte. Aber es wurde verdammt eng: Der 26-jährige Spanier hatte nach 7 Tagen in der Endabrechnung nur 2 sowie 3 Sekunden Vorsprung vor den Belgiern Bart de Clercq (Lotto) und Ben Hermans (BMC).

Nach Ausflügen in die Slowakei und nach Italien verblieb die Polen-Rundfahrt 2015 stattdessen wieder an allen 7 Renntagen in Polen. Am Schema des Vorjahres änderte sich aber insofern nichts, dass die entscheidenden die letzten 3 Tage waren, erst mit 2 Bergetappen in der Tatra und dann dem abschließenden Einzelzeitfahren in Krakau.

Auf der 1. Etappe der Polen-Rundfahrt 2015 zeigte Marcel Kittel (Giant), dass er noch siegen kann. Nach langwieriger Viruserkrankung feierte er einen späten ersten Saisonsieg im kurvigen Massensprint vor Caleb Ewan (Orica) und Niccolo Bonifazio (Lampre). Kittel überholte Ewan in der letzten Kurve auf der Innenbahn und entfaltete danach mehr Kraft für einen Vorsprung von am Ende einer knappen Radlänge.

Die 2. Etappe gewann Matteo Pelucchi (IAM) mit mehr als einer Radlänge vor Marcel Kittel und Giacomo Nizzolo (Trek). Innerhalb der letzten 500 Meter löste Caleb Ewan einen Massensturz im vorderen Bereich des Feldes aus, rauschte dabei auch in Nizzolos Hinterrad. Die gestürzten Fahrer blockierten die gesamte Fahrbahn, so dass nur 9 Fahrer um den Sieg sprinteten. Nizzolo mit Artistik und neben ihm Kittel kamen knapp ungeschoren davon. Bei der Zieldurchfahrt monierte Kittel mit gestrecktem Zeigefinger eine kleine Welle von Pelucchi, wegen der Kittel vor seinem Antritt kurz Tempo herausnehmen musste.

Im Massensprint der 3. Etappe setzte sich wieder Pelucchi durch, diesmal aber deutlich knapper und auch ohne Sturz drumherum. Das Nachsehen um eine viertel Radlänge hatten Nizzolo und Tom van Asbroeck (LottoNL). Kittel war zu weit hinten positioniert und teilweise eingebaut, so dass er auf dem 7. Platz eintrudelte, aber das Gelbe Trikot des Gesamtführenden behielt.

Auf der 4. Etappe kam nach über 200 Kilometer langer Flucht ein Spitzentrio durch. Maciej Bodnar (Tinkoff) hatte im Sprint um den Tagessieg keine Gegenwehr durch Kamil Zielinksi (Polen) und Gatis Smukulis (Katusha). Zielinski schlüpfte dafür ins Gelbe Trikot, das Kittel sowieso verloren hätte, da er im hügligen Etappenverlauf abgehängt wurde. So blieb Caleb Ewan der Etappensieg und das Gelbe Trikot verwehrt. 20 Sekunden hinter dem Spitzentrio setzt er sich im Sprint des Hauptfeldes vor Mezgec (Giant) durch.

Die 5. Etappe war ein Ausscheidungsfahren in der Tatra. Aus der 12-köpfigen ersten Gruppe entwischte auf den letzte Kilometern Bart de Clercq. Er kam 3 Sekunden vor Diego Ulissi (Lampre) und Sébastien Reichenbach (IAM) durch. 7 Sekunden hinter de Clercq hielten sich außerdem Sergio Henao (Sky), Hermans, Rebellin (CCC), Aru (Astana), Riblon (AG2R), Ion Izagirre, Sakarin (Katusha), Nieve (Sky) und Formolo (Cannondale) im Rennen um den Gesamtsieg.

Die noch schwierigere 6. Etappe gewann Sergio Henao mit 8 Sekunden vor Ulissi, Craddock (Giant), Riblon und Aru. Weitere 3 Sekunden später kamen Nieve, Hermans, Izagirre und Formolo an. De Clercq und Sakarin verloren 16 Sekunden auf den Tagessieger. So ging Henao als Gesamtführender zeitgleich mit Ulissi ins abschließenden Einzelzeitfahren. Die knappen Abstände auf den Plätzen dahinter ließen aber angesichts der Länge des Einzelzeitfahrens noch einige Verwerfungen zu. Izagirre lag beispielsweise gleichauf mit Hermans, 4 Sekunden hinter de Clercq und 14 hinterm Gelben Trikot.

Auf der abschließenden 7. Etappe gab es dann einen Überraschungssieg. Marcin Bialoblocki (Polen) absolvierte das 25 Kilometer lange Einzelzeitfahren in 28:45 Minuten und gewann mit 3 Sekunden vor Kirijenka (Sky) und dann schon 58 Sekunden vor Rick Flens (LottoNL). Von den Klassementbesten legte Ion Izagirre auf dem 7. Platz mit 1:24 Rückstand auf Bialoblocki die schnellste Zeit hin und fuhr damit zum Gesamtsieg. Hermans und de Clercq waren auf den Plätzen 10 und 11 nur 3 und 6 Sekunden langsamer als Izagirre, was zu viel war in diesem alles entscheindenen Sekundenspiel. Ulissi fiel in der Gesamtwertung noch auf den 6. Platz hinter Sakarin und Aru zurück, Henao gar auf den 8. Platz hinter Riblon.

So 2. bis Sa 8. August
Endklassement Tour de Pologne 2015
1. Ion Izagirre (ESP) - Movistar 26:04:38
2. Bart de Clercq (BEL) - Lotto-Soudal +0:02
3. Ben Hermans (BEL) - BMC +0:03
4. Ilnur Sakarin (RUS) - Katusha +0:14
5. Fabio Aru (ITA) - Astana +0:15
6. Diego Ulissi (ITA) - Lampre-Merida +0:19
7. Christophe Riblon (FRA) - AG2R La Mondiale +0:40
8. Sergio Henao (COL) - Sky +0:54
9. Davide Formolo (ITA) - Cannondale-Garmin +1:23
10. Mikel Nieve (ESP) - Sky +1:32
11. Davide Rebellin (ITA) - CCC-Sprandi +1:59
12. Sébast. Reichenbach (SUI) - IAM +2:06
13. Chris Anker Sørensen (DEN) - Tinkoff-Saxo +2:52
14. Riccardo Zoidl (AUT) - Trek +2:54
15. Jurgen v. d. Broeck (BEL) - Lotto-Soudal +3:41
16. Maxime Monfort (BEL) - Lotto-Soudal +4:13
17. Lawson Craddock (USA) - Giant-Alpecin +4:33
18. Amaël Moinard (FRA) - BMC +4:43
19. Robert Kiserlovski (CRO) - Tinkoff-Saxo +7:32
20. Eduard Worganow (RUS) - Katusha +9:55
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www-tipps zur vorbereitung aufs rennen

Offizielle Homepage: http://tourdepologne.pl/
     - Profile (PDF): 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7
(provisorische) Startliste auf procyclingstats.com

Etappenplan & Ergebnis des Vorjahres (Sieger Rafal Majka)
Etappenplan & Ergebnis vor 2 Jahren (Sieger Pieter Weening)

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