Lüttich-Bastogne-Lüttich 2018

(BEL/1.UWT) - Siegerliste Lüttich-Bastogne-Lüttich

Jungels Doyenne-Sieger nach 20-Kilometer-Solo

Bob Jungels (Quick Step) gewann Lüttich-Bastogne-Lüttich 2018 als Solist. Der 25-jährige Luxemburger startete im Meistertrikot seines Landes die Siegesfahrt knapp 20 Kilometer vor dem Ziel hinter der Côte de la Roche-aux-Faucons. Die Favoriten schauten sich, isoliert von Helfern, an, und Jungels war weg. Michael Woods (EF) und Romain Bardet (AG2R) lösten sich kurz vor Schluss aus der Verfolgergruppe für die weiteren Podestplätze - 37 Sekunden hinter Jungels.

Mitfavorit Julian Alaphilippe (Quick Step) absorbierte fast jeden Verfolgungsversuch auf seinen Teamkollegen Jungels und sprintete 2 Sekunden hinter Woods und Bardet auf den 4. Platz vor Domenico Pozzovivo und Enrico Gasparotto (beide Bahrain). Der 4-fache Lüttich-Sieger Alejandro Valverde (Movistar) war auch in dieser Gruppe, nahm im Zielsprint aber die Beine hoch und landete auf dem 13. Platz.

Letztes Mal Ziel in Ans

2018 endete Lüttich-Bastogne-Lüttich zum vorerst letzten Mal im Vorort Ans, bevor das Ziel des Monuments ab 2019 wieder ins Zentrum von Lüttich zurückkehrt. Seit 1992 ging es die letzten Kilometer hinauf in Ans, so auch 2018, wo dann noch einmal Redoute, Roche-aux-Faucons und Côte de Saint-Nicolas die letzten 3 Anstiege vor dem steigenden Schlussstück in Ans waren.

Unmittelbar nach dem scharfen Start von Lüttich-Bastogne-Lüttich 2018 setzte sich die 9-köpfige Spitzengruppe des Tages ab. Sie bestand aus: Loïc Vliegen (BMC), Anthony Perez (Cofidis), Mark Christian, Casper Pedersen (beide Aqua Blue), Florian Vachon (Fortuneo-Samsic), Jérôme Baugnies (Wanty), Paul Ourselin (Direct Energie), Mathias van Gompel (Sport Vlaanderen) und Antoine Warnier (WB). Gut 22 Kilometer vor dem Ziel wurde Baugnies als letzter dieser Ausreißer gestellt. Er hatte zuvor an der Redoute Perez, Christian und Ourselin abgehängt. Der Rest war schon früher zurückgefallen.

Ruhe bis zur Entscheidung am Falkenfelsen

Auch im Hauptfeld gab es ein 237 Kilometer langes Ausscheidungsfahren bis zum Fuße der Côte de la Roche-aux-Faucons. Dort wagte sich ein weiterer Teamkollege von Jungels zuerst in die Offensive: Philippe Gilbert attackierte, Tom Dumoulin (Sunweb) bekam das entstandene Loch nicht geschlossen, aber dafür Sergio Henao (Sky), der an Gilbert vorbeifuhr. Dann wurde Henao von Jungels und Woods gestellt. Dazu kam Jakob Fuglsang (Astana).

An der Kuppe waren aber alle großen Favoriten wieder auf Tuchfühlung, abgesehen vom jetzt abgehängten Sprinter Michael Matthews (Sunweb). In der Abfahrt zog Jungels durch und baute gegen abwartende Konkurrenten schnell einen 20-Sekunden-Vorsprung auf. Daniel Martin (UAE) reagierte zuerst auf die immer gefährlicher werdende Situation mit 2 Attacken, denen jeweils Wellens folgte, dann aber auch Alaphilippe, Valverde und alle anderen Mitglieder der 19-köpfigen Verfolgergruppe.

Valverde probierte es nun selbst als Solist, kam aber nicht weg. Davide Villella (Astana) spannte sich nun vor und opferte sich für Fuglsang, der am Ende den 10. Platz belegte. Dennoch kletterte Jungels' Vorsprung auf über 50 Sekunden vor der Côte de Saint-Nicolas. Dort konnte Dan Martin nicht mehr eingreifen, weil er kurz zuvor einen Defekt hatte.

In der Côte de Saint-Nicolas stellte Alaphilippe einen Ausreißversuch von Jack Haig (Mitchelton) und Wellens. Stattdessen trat Jelle Vanendert (Lotto) an und verkürzte den Rückstand - ebenfalls als Solist - auf 20 Sekunden zum Spitzenreiter Jungels. Schon hinter diesem letzten bezeichneten Anstieg attackierte Alaphilippe mit Davide Formolo (Bora) am Rad. Das Duo wurde schnell wieder eingeholt.

Anders war es, als Bardet 2,5 Kilometer vor dem Ziel attackierte und Woods mitging. Jungels hatte seinen Vorsprung da schon wieder ausgebaut und fuhr einem letztlich ungefährdeten Sieg entgegen - dem größten seiner Karriere. Dies wurde nicht zuletzt deswegen möglich, weil der stärkste Fahrer des Rennens ein Teamkollege war: Julian Alaphilippe. Der landete aber trotzdem nicht auf dem Podium.

Bardet und Woods überholten Vandert kurz vor der letzten Linkskurve, als Jungels schon jubelnd ins Ziel gefahren war. Woods setzte sich im Sprint um den 2. Platz deutlich durch. Bardet sicherte den 3. Platz gegen den heranstürmenden Alaphilippe ab.

So 22. April 2018
Ergebnis der 104. Auflage Liège-Bastogne-Liège (258km)
1. Bob Jungels (LUX) - Quick Step Floors 6:24:44
2. Michael Woods (CAN) - EF Education First +0:37
3. Romain Bardet (FRA) - AG2R La Mondiale gl.Zeit
4. Julian Alaphilippe (FRA) - Quick Step Floors +0:39
5. Domenico Pozzovivo (ITA) - Bahrain-Merida
6. Enrico Gasparotto (ITA) - Bahrain-Merida alle
7. Davide Formolo (ITA) - Bora-Hansgrohe
8. Roman Kreuziger (CZE) - Mitchelton-Scott gleiche
9. Sergio Henao (COL) - Sky
10. Jakob Fuglsang (DEN) - Astana Zeit
11. Jelle Vanendert (BEL) - Lotto-Soudal +0:45
12. Sam Oomen (NED) - Sunweb +0:48
13. Alejandro Valverde (ESP) - Movistar +0:51
14. Jack Haig (AUS) - Mitchelton-Scott +1:06
15. Tom Dumoulin (NED) - Sunweb +1:24
16. Tim Wellens (BEL) - Lotto-Soudal +1:44
17. Jesus Herrada (ESP) - Cofidis +2:08
18. Daniel Martin (IRL) - UAE-Emirates +2:41
19. Michael Valgren (DEN) - Astana +2:50
20. Dylan Teuns (BEL) - BMC +2:53
21. Maurits Lammertink (NED) - Katusha-Alpecin +2:56
22. Rui Costa (POR) - UAE-Emirates gl.Zeit
23. Tiesj Benoot (BEL) - Lotto-Soudal +3:07
24. Robert Gesink (NED) - LottoNL-Jumbo
25. Bauke Mollema (NED) - Trek-Segafredo alle
...
27. Patrick Konrad (AUT) - Bora-Hansgrohe
29. Michal Kwiatkowski (POL) - Sky gleiche
31. Philippe Gilbert (BEL) - Quick Step Floors
32. Vincenzo Nibali (ITA) - Bahrain-Merida
35. Maximil. Schachmann (GER) - Quick Step Floors Zeit
63. Michael Matthews (AUS) - Sunweb +9:08
- 175 Teilnehmer, davon 132 klassiert.

Die 7 Wildcards für Lüttich-Bastogne-Lüttich 2018 erhielten Aqua Blue, Cofidis, Direct Energie, Fortuneo, Topsport Vlaanderen, Wanty und WB-Aqua Project. Hinzu kommen die automatisch qualifizierten 18 WorldTour-Teams.

Strecke

Anstiege Lüttich-Bastogne 2018

km-

Zeit

Länge

1.

Côte de Bonnerue

187

12:13

2,4 km

8,5 %

2.

Côte de Saint-Roch

150

13:08

1,0 km

11,2 %

3.

Côte de Mont-le-Soie

107

14:13

4,0 km

6,1 %

4.

Côte de Pont

91

14:37

1,0km

10,5 %

5.

Côte de Bellevaux

87

14:43

1,1km

6,8 %

6.

Côte de la Ferme Libert

79

14:54

1,2km

12,1 %

7.

Col du Rosier

61

15:22

4,4 km

5,9 %

8.

Col du Maquisard

48

15:41

2,5 km

5,0 %

9.

Côte de La Redoute

36

15:58

2,0 km

8,9 %

10.

Côte de La Roche-aux-Faucons

20

16:23

1,3 km

11,0 %

11.

Côte de Saint-Nicolas

5

16:44

1,2 km

8,6 %

Zielankunft in Ans bei Kilometer 258: ca. 16:52 Uhr

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