Katar-Rundfahrt 2016

(QAT/2.HC) - Siegerliste Katar-Rundfahrt

Et. Startort        Zielort              km   Etappensieger       Leader
1. Dukhan Al Khor Corniche 176 Mark Cavendish Mark Cavendish
2. Doha Doha 135 Alexander Kristoff Mark Cavendish
3. Lusail Lusail 11 Edvald Hagen Edvald Hagen
4. Al Zubarah Madinat Al Shamal 189 Alexander Kristoff Mark Cavendish
5. Sealine Beach Doha Corniche 114 Alexander Kristoff Mark Cavendish
*) Einzelzeitfahren

Cavendish knackt Kristoff gegen die Uhr

Mark Cavendish (Dimension Data) hatte das beste Gesamtrezept für die Katar-Rundfahrt 2016 und holte nach 5 Tagen den Gesamtsieg mit 5 Sekunden vor Alexander Kristoff (Katusha). Das Podium komplettierte Greg van Avermaet (BMC).

Kristoff gewann zwar 3 der 5 Etappen, stolperte aber letztlich über seine Leistung im Einzelzeitfahren. Dort war Cavendishs Teamkollege Edvald Boasson Hagen klar am schnellsten und hätte wahrscheinlich auch anstatt Cavendish den Gesamtsieg geholt, wenn ihn nicht auf der 4. Etappe das Defektpech zum ungünstigsten Zeitpunkt ereilt hätte.

Die Etappen der Katar-Rundfahrt 2016 waren alle flach. Mehr gibt dieser Staat topografisch nun mal nicht her. Deswegen kam dem Einzelzeitfahren auf der Motorrennstrecke zur Rundfahrt-Halbzeit eine entscheidende Bedeutung fürs Gesamtklassement zu. Außerden durfte man auf den weiteren Etappen nicht auf der Windkante in der Wüste verweht werden und musste wie Cavendish und Kristoff viele Bonussekunden sammeln. Die 2. Etappe der Katar-Rundfahrt 2016 führte teilweise über Streckenabschnitte des Rundkurses der umstrittenen Straßen-WM 2016, die im Oktober geplant ist.

Gleich auf der 1. Etappe zerfiel das Feld auf der Windkante. Am Ende in der ersten Gruppe waren Kristoff, Kusnezow, Bystrøm, Mørkøv (alle Katusha), Bennett, Dempster, Selig (alle Bora), van Avermaet, Quinziato, Schär (alle BMC), Cavendish, Boasson Hagen (beide Dimension Data), Modolo (Lampre), Guardini (Astana), Gerard (Fortuneo) und Søren Kragh Andersen (Giant). Den Sprint um den Tagessieg und die Gesamtführung gewann Mark Cavendish souverän vor Sacha Modolo und Andrea Guardini. Das erste Verfolgerfeld verlor bereits fast 2 Minuten.

Cavendish bekam für den Sieg 10 Sekunden gutgeschrieben und sammelte weitere 5 Bonussekunden bei Zwischensprints. Kristoff gewann einen der beiden Zwischensprints vor Cavendish für 3 Bonussekunden, ging beim anderen, den Cavendish gewann, aber leer aus und war dann auch im Zielsprint nicht unter den Schnellsten.

Auf der 2. Etappe aber behauptete sich Kristoff in einem langen Zielsprint Seite an Seite hauchdünn gegen Cavendish. Mit gebührendem Abstand belegte Roy Jans (Wanty) den 3. Platz. Eine Verkehrsinsel auf dem Schlusskilometer provozierte einen Massensturz im Vorderfeld, aus dem unter anderem Sam Bennett betroffen war. Kristoff gewann beide Zwischensprints und machte so insgesamt an diesem Tag 10 Sekunden auf Cavendish gut, womit er auf 5 Sekunden an den Gesamtführenden herankam.

Im 11 Kilometer langen Einzelzeitfahren der 3. Etappe stellte Edvald Boasson Hagen in 13:26 Minuten die deutlich schnellste Zeit auf, 25 Sekunden schneller als Jos van Emden (LottoNL) und 29 schneller als Manuel Quinziato. Cavendish verlor auf dem 7. Platz 44 Sekunden und blieb mit 26 Sekunden Rückstand zumindest in theoretischer Schlagdistanz zu seinem nun führenden Teamkollegen. Außerdem stabilisierte van Avermaet mit einem 4. Platz im Zeitfahren seine Position in der Gesamtwertung. Kristoff hingegen verlor gegen die Uhr 58 Sekunden.

Dafür war Kristoff nach der 4. Etappe wieder im Geschäft. Denn Edvald Boasson Hagen verlor wegen zweier Defekte im Finale den Kontakt zum ersten Feld, das Kristoffs Team im Wind der letzten Kilometer dann komplett in seine Einzelteile zerlegte. Kristoff gewann gegen den ebenfalls zähen van Avermaet, gefolgt von Kristoffs Anfahrer Guarnieri und Sam Bennett. Cavendish blieb auf dem 5. Platz noch so gerade im Windschatten der Top-4 und schlüpfte wieder ins Gelbe Trikot, allerdings nur 2 Sekunden vor van Avermaet, 6 vor Quinziato und 9 vor Kristoff. Auf der Ziellinie gab es hinter dem 6. Platz, den Quinziato belegte, die ersten größeren Lücken.

Auf der abschließenden 5. Etappe gab es einen weiteren Foto-Finish-Entscheid zwischen Kristoff und Cavendish, der erneut Kristoff vorn sah. Kristoff war aus vorderer Position gestartet und Cavendish mit dem Tigersprung noch auf Haaresbreite herangekommen. Wie schon auf der 2. Etappe verbuchte Roy Jans einen weiteren 3. Platz.

Mo 8. bis Fr 12. Februar
Endklassement Tour of Qatar 2016
1. Mark Cavendish (GBR) - Dimension Data 13:47:23
2. Alexander Kristoff (NOR) - Katusha +0:05
3. Greg van Avermaet (BEL) - BMC +0:08
4. Manuel Quinziato (ITA) - BMC +0:12
5. Edvald Boasson Hagen (NOR) - Dimension Data +0:25
6. Søren Kragh Andersen (DEN) - Giant-Alpecin +0:36
7. Sam Bennett (IRL) - Bora-Argon 18 +0:47
8. Sven Erik Bystrøm (NOR) - Katusha +0:55
9. Wjatcheslaw Kusnezow (RUS) - Katusha +0:56
10. Michael Schär (SUI) - BMC +1:04
11. Sacha Modolo (ITA) - Lampre-Merida +1:12
12. Zakkari Dempster (AUS) - Bora-Argon 18 +1:19
13. Arnaud Gerard (FRA) - Fortuneo-Vital Concept +1:22
14. Michael Mørkøv (DEN) - Katusha +1:36
15. Rudiger Selig (GER) - Bora-Argon 18 +1:50
16. Jos van Emden (NED) - LottoNL-Jumbo +2:09
17. Andrea Guardini (ITA) - Astana +2:12
18. Maarten Wynants (BEL) - LottoNL-Jumbo +2:48
19. Moreno Hofland (NED) - LottoNL-Jumbo +2:48
20. Jacopo Guarnieri (ITA) - Katusha +2:51
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