Radsport im TV


Radsport im TV kann so schön sein, wenn...

  • Jürgen Emig mal wieder "fahrlässige Heimatkunde" (Frankfurter Allgemeine) betreibt.
  • die Helden der Landstraße vor einem Massenspurt mit Tempo 70 durch die Häuserschluchten der Innenstädte jagen.
  • die wunderschönen Panorama-Aufnahmen gezeigt werden.
  • sich das Fahrerfeld auf der horrenden Abfahrt wie eine Perlenschnur aufreiht.
  • Rolf Aldag zu sehen ist, in welchem Zusammenhang auch immer.
  • Jürgen Emig beim Sprechen von Fahrernamen alle Vokale austauscht und auch die Konsonanten wahlweise um ein oder zwei Stellen verschiebt.
  • Rudy Pevenage während des Rennens im Begeleitfahrzeug interviewt wird.
  • man aus der Hubschrauberperspektive einen Massensprint präsentiert bekommt.
  • Marcel Wüst zu Wort kommt.
  • man die Arbeit der Motorrad-Kameraleute bewundern kann.
  • Klaus Angermann merkt, dass sein Name auf die Straße gepinselt wurde.
  • Giuseppe Guerini mit einem Hobby-Fotographen zusammenprallt.
  • sich die Fahrer auf den legendären Anstiegen den Weg durch die Menschenmassen bahnen.
  • man "zu Hause im Sessel sitzt, während sich die Fahrer bei den Frühjahrsklassikern quälen." (Skispringer Martin Schmitt)
  • es bei Paris-Roubaix regnet.
  • die ganze Familie, ob jung oder alt, stundenlang vor der Glotze hockt und der Faszination des Radsports erliegt.


Radsport im TV kann so grausam sein, wenn...

  • man nach einer verregneten Pyrenäen-Etappe mit 50% Bildausfall 10 Tage Kopfschmerzen hat.
  • Rudi Cerne moderiert.
  • man im ZDF nach einer Stunde Live-Übertragung immer noch nicht weiß, wer alles in der Spitzengruppe vertreten ist.
  • Ulli Jansch aus seinem Märchenbuch vorliest.
  • Peter Leissl und Michael Pfeffer überhaupt keinen Durchblick haben.
  • zum hundertsiebenundachtzigsten Mal ein Portrait von Lance Armstrong gezeigt wird.
  • ZDF-Reporterin Claudia Neumann am Streckenrand einen auf Partystimmung macht.
  • Siegerehrungen nicht gezeigt werden, weil das Rennen mit den "Experten" analysiert werden muss.


Besonders bitter wird es für Antennen-Empfänger, wenn man in folgenden Situationen nicht auf Eurosport zurückgreifen kann:

  • "Wir geben kurz ab nach Mainz zu den heute-Nachrichten."
  • "Wir geben noch mal kurz runter zu Rudi Cerne."
  • "Leider geht unsere Sendezeit in wenigen Augeblicken zu Ende, doch wir werden den Ausgang des Rennens natürlich in der Sportschau um 18:08 Uhr auflösen."
  • "Auch Sie können bei uns was gewinnen."


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