Giro d'Italia 2016

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Nibali dreht Giro nach Sturzdrama um Kruijswijk

Vincenzo Nibali (Astana) gewann einen dramatischen Giro d'Italia 2016 mit 52 Sekunden Vorsprung. Der 31-jährige Italiener war als Favorit in die 99. Ausgabe seiner Heimat-Rundfahrt gegangen, stand aber 3 Tage vor Schluss auf einem enttäuschenden 4. Platz mit fast 5 Minuten Rückstand. Nibali wendete das Blatt dank eines starken Teams und eines Leistungssprungs auf den letzten beiden Alpenetappen, aber vor allem aufgrund eines Sturzes von Steven Kruijswijk (LottoNL) und einer Erkrankung von Esteban Chaves (Orica).

Kruijswijk war überraschend der bestimmende Mann des Giro 2016, bis zum tragischen Moment auf der 19. Etappe: Da stürzte der Niederländer in der Abfahrt vom 2744 Meter hohen Colle dell'Agnello in einer Schneemauer und verlor - isoliert von Helfern - das Rosa Trikot an Chaves. Der kleine Kolumbianer war jedoch wegen einer Erkältung auf dem absteigenden Ast und wurde am Vorschlusstag noch von Nibali von der Spitze verdrängt. Alejandro Valverde (Movistar) kam bei seiner Giro-Premiere mit 36 Jahren auf den 3. Platz knapp vor Kruijswijk.

Ein Drittel aller 21 Etappensiege ging beim Giro 2016 auf das Konto deutscher Fahrer. Marcel Kittel (Etixx, 2 Siege), André Greipel (Lotto, 3), Roger Kluge (IAM) und Nikias Arndt (Giant) räumten sämtliche Flachetappen ab. Den Sieg in der Punktewertung verteidigte - erneut ohne Etappenerfolg - Giacomo Nizzolo (Trek). Die Bergwertung wurde spät zur Beute von Mikel Nieve (Sky). Bester Jungprofi war Bob Jungels (Etixx), der den Giro insgesamt auf dem 6. Platz hinter Rafal Majka (Tinkoff) abschloss.

Nibali feierte nach 2013 seinen 2. Gesamtsieg beim Giro d'Italia, den er seitdem nicht mehr bestritten hatte. Insgesamt war es sein 4. Gesamtsieg bei einer großen Rundfahrt.

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Etappenplan des Giro d'Italia 2016

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Wer kann Nibali und Kittel schlagen?

Vincenzo Nibali und Mikel Landa sind die größten Favoriten auf den Gesamtsieg beim Giro d'Italia 2016. Für Etappensiege auf den zahlreichen Sprinteretappen führt der Weg über Marcel Kittel, jedenfalls solange er dabei ist...
Favoriten beim Giro d'Italia 2016
Punkte & Trikots: Auszüge aus dem Reglement

Startwochenende in Gelderland

Der Giro d'Italia 2016 startet am 6. Mai in Apeldoorn. Nach einem 9,8-Kilometer-Einzelzeitfahren verbleibt das Rennen für 2 weitere Tage in der niederländischen Provinz Gelderland mit 2 Flachetappen zwischen Arnhem und Nimwegen. Es folgt ein Ruhetag für den Transfer nach Süditalien. Der Giro 2016 hat damit 3 rennfreie Tage und beginnt deswegen schon an einem Freitag um auf die normale Anzahl an Renntagen zu kommen und gut 3 Wochen später an einem Sonntag auszukommen. Zielort ist dann am 29. Mai Turin.
Auftaktzeitfahren in Apeldoorn

Strecke führt 2016 hoch hinaus, 2-mal über 2.700 Meter...

Die Strecke des Giro d'Italia 2016 beinhaltet 6 Bergankünfte, davon 2 im Apennin und 4 in den Alpen, davon wiederum eine im Rahmen eines Bergzeitfahren zur Seiser Alm. Dazu gibt es 2 weitere Alpenetappen mit Ziel im Tal, die eine im Friaul und die andere in den Dolomiten inklusive Sella-Runde. Eine der Schlüsseletappen führt über den Colle del'Agnello nach Frankreich mit Bergankunft im Skiort Risoul. Auch am nächsten Tag, dem vorletzten des Giro 2016, soll es hoch hinaus gehen über den Col de la Bonette, wie der Agnello über 2.700 Meter hoch. Außer dem Bergzeitfahren hält die Strecke 2 weitere Einzelzeitfahren parat, ein kurzes zum Auftakt in den Niederlanden und ein langes im Chianti-Weinanbaugebiet.
Streckenverlauf des Giro d'Italia 2016 in Worten

Wildcard für Gazprom, nicht jedoch für Androni

22 Teams stehen in der Startliste für den Giro 2016, darunter 4 Teams, die sich der Veranstalter per Wildcard aussuchte. 3 Wildcard-Teams sind italienisch: Bardiani, Nippo und Southeast. Unter den italienischen Kandidaten in die Röhre schaute Androni. Denn eine Wildcard ging an ein nicht italienisches Team: Gazprom aus Russland.
Einladungen - Teams beim Giro 2016
Startliste für den Giro 2016

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