Giro d'Italia 2016 - Strecke

Übersicht - Etappenplan - Berge - Startliste - Endklassement - Siegerliste

Streckenverlauf des Giro 2016 in Worten

Die Strecke des Giro d'Italia 2016 beinhaltet 6 Bergankünfte, davon 2 im Apennin und 4 in den Alpen, davon wiederum eine im Rahmen eines Bergzeitfahrens zur Seiser Alm. Dazu gibt es 2 weitere Alpenetappen mit Ziel im Tal, die eine im Friaul und die andere in den Dolomiten inklusive Sella-Runde. Eine der Schlüsseletappen führt über den Colle del'Agnello nach Frankreich mit Bergankunft im Skiort Risoul. Auch am nächsten Tag, dem vorletzten des Giro 2016, soll es hoch hinaus gehen über den Col de la Bonette. Außer dem Bergzeitfahren hält die Strecke 2 weitere Einzelzeitfahren parat, ein kurzes zum Auftakt in den Niederlanden und ein langes im Chianti-Weinanbaugebiet.

Der Etappenplan wird komplettiert durch 7 Möglichkeiten für die Sprinter und 4 mittelschwierige Abschnitte für die besten Hügelfahrer. Die gesamte Strecke für den Giro d'Italia 2016 wurde am 5. Oktober 2015 präsentiert. Bis dahin standen offiziell schon lange das Startwochenende in der niederländischen Provinz Gelderland fest sowie als zusätzliche Vorab-Happen vor der Präsentation das lange Einzelzeitfahren im Chianti und die Bergetappe nach Cividale del Friuli. Aber wie in den vergangenen Jahren so oft tauchte auch diesmal schon ein paar Tage vor der Präsentation der komplette Etappenplan auf. Wohl aus Versehen hatte der Veranstalter ein paar Tage vorher alle Etappenorte für kurze Zeit auf seiner Homepage verraten.

Der Giro 2016 beginnt also am 6. Mai mit einem 3-tägigen Wochenende in der niederländischen Provinz Gelderland, bestehend aus einem kurzen Einzelzeitfahren und 2 Flachetappen. Es folgt ein Transfer nach Kalabrien. Dann geht es mitten durch den Stiefel von Süden nach Norden, unter Mitnahme von 2 ersten kleineren Bergankünften und dem einzigen langen Einzelzeitfahren, das im Chianti-Weinanbaugebiet abgehalten wird. Schließlich sind die Alpen grob von Osten nach Westen zu durchqueren, wobei die 2 mutmaßlich entscheidenden Etappen lange über französischen Boden führen.

Startwochenende in den Niederlanden

Austragungsort des Auftaktzeitfahrens über 10,8 Kilometer ist Apeldoorn. Die beiden weiteren Tage durch Gelderland verlaufen zwischen bzw. rund um Arnhem und Nimwegen, wobei sich diese 2 Städte als Start-und Zielort abwechseln. Auf dem flachen Terrain dürfte es 2 Massensprints geben, und  der Zeitfahrsieger hat gute Aussichten, sein Trikot bis nach Italien zu behalten. Wegen des Transfertages nach Italien beginnt der Giro 2016 in Apeldoorn schon an einem Freitag, um auf die normale Anzahl an Renntagen plus 2 weitere Ruhetage zu kommen und gut 3 Wochen später an einem Sonntag zu enden.

Von Kalabrien aus wechseln sich ab der 4. Etappe wellige, bergige und flache Etappen ab. Auf der 9. Etappe steht das lange, etwas hüglige Einzelzeitfahren durch die Chianti-Weinberge an. Nach einem Ruhetag bleibt es mit Apennin-Bergankunft in Sestola, Hügel-Finale vor Asolo und einer Flachetappe zur Adria abwechslungsreich.

Dolomiten mit Sella-Runde, dann Bergzeitfahren zur Seiser Alm

Dann geht es in die Alpen. Den Aufgalopp macht eine bergige Etappe im Friaul. Ebenso das Ziel im Tal hat die folgenden 14. Etappe, die man trotzdem als Königsetappe bezeichnen kann. Sie beinhaltet die Sellarunde mit Pordoipass, Sellajoch, Grödner Joch und Campolongopass, um dann noch einen Schlenker über Passo di Giau und Valparolapass mitzunehmen. Die Ziellinie dieser Dolomitenetappe liegt nach 210 Rennkilometern in Corvara. Das Klassement wird weiter geformt beim Bergzeitfahren über 10,85 Kilometer von Kastelruth auf die Seiser Alm.

Dem letzten Ruhetag folgt eine Etappe von Südtirol ins Trentino mit verkappter Bergankunft in Andalo. Auf der 17. Etappe in der Lombardei können sich noch einmal die Sprinter und Ausreißer austoben. Die 18. Etappe - bereits im Piemont - hat einen ungewissen Ausgang wegen eines ernsten Anstiegs kurz vor dem Ziel.

Zur Krönung 2-mal hoch hinaus auf über 2.700 Meter...

Auf der dritt- und vorletzten Etappe planen die Veranstalter allen Ernstes, Ende Mai Pässe über 2.700 Meter zu überqueren. Das gibt dann im besten Fall mal wieder umstrittene Fahrten zwischen Schneewänden - oder Absagen, Umleitungen oder Etappenkürzungen. Zunächst ist eine Etappe nach Frankreich mit Grenzübergang am Colle dell'Agnello auf 2.744 Metern vorgesehen. Nach der langen Abfahrt würde die 19. Etappe gipfeln in dem Rollerberg von Risoul, der bereits 2014 bei der Tour de France im Programm stand. Auf einer kurzen, aber umso heftigeren Entscheidungsetappe ebnen Col de Vars, der 2.715 Meter hohen Col de la Bonette und der 2350 Meter hohen Colle della Lombarda den Weg zurück nach Italien, wo es nach der Lombarda-Abfahrt noch einmal kurz bergauf geht.

Die Schlussetappe endet am 29. Mai flach in Turin (und damit nicht wie meistens in Mailand). Sprinter, die bis hierhin durchhalten, können insgesamt immerhin bei einem Drittel aller Etappen um den Sieg mitmischen. Was die Anzahl der vollwertigen Bergetappen angeht, muss man wohl den Wetterbericht während der Rundfahrt abwarten. Wenn es denn klappt, sind ein paar Leckerbissen für den Zuschauer dabei. Vorfreude ist angesichts der insgesamt gelungenen Strecke angebracht.

Was beim Giro 2016 fehlt, sind supersteile Rampen und ein Teamzeitfahren. Aber von diesen Disziplinen ist ohnehin längst nicht jeder ein Befürworter.

Giro d'Italia 2016
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