Giro d'Italia 2014 - 7. Etappe

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Zielankunft in Foligno: ca. 17:15 Uhr

Zum 2. Mal Bouhanni vor Nizzolo
Die 7. Etappe des Giro d'Italia 2014 ging im Massensprint von Foligno an Nacer Bouhanni (FDJ.fr). Wie 3 Tage zuvor setzte sich der 23-jährige Franzose vor Giacomo Nizzolo (Trek) durch. Der Giant-Fahrer auf Platz 3 hieß diesmal Luka Mezgec. Den 4. Platz belegte im Rosa Trikot Michael Matthews (Orica).

Ergebnis
1. Nacer Bouhanni (FRA) - FDJ.fr 5h16:05
2. Giacomo Nizzolo (ITA) - Trek
3. Luka Mezgec (SLO) - Giant-Shimano
4. Michael Matthews (AUS) - Orica-Greenedge
5. Roberto Ferrari (ITA) - Lampre-Merida alle
6. Tyler Farrar (USA) - Garmin-Sharp
7. Enrico Battaglin (ITA) - Bardiani-CSF
8. Boy van Poppel (NED) - Trek
9. Iwan Rowny (RUS) - Katusha
10. Elia Viviani (ITA) - Cannondale gleiche
11. Tosh van der Sande (BEL) - Lotto-Belisol
12. Francesco Chicchi (ITA) - Neri Sottoli
13. Davide Appollonio (ITA) - AG2R La Mondiale
14. Edwin Avila (COL) - Colombia
15. Ben Swift (GBR) - Sky Zeit
- 186 Fahrer klassiert.
DNF Ramon Carretero (PAN) - Neri Sottoli
DNF Maxime Méderel (FRA) - Europcar
DNS Joaquim Rodriguez (ESP) - Katusha
DNS Brett Lancaster (AUS) - Orica-Greendege

188 Fahrer nahmen die 7. Etappe auf, teils mit heftigen Blessuren aus der Sturzorgie des Vortags. Joaquim Rodriguez (Katusha) konnte wegen Brüchen an Rippe und Daumen nicht mehr antreten. Damit verabschiedete sich einer der größten Favoriten unter den Klassementfahrern vorzeitig.

Immerhin regnete es auf der 7. Etappe mal weniger als an den bisherigen Tagen. Das Fahrerfeld kam ohne Massenstürze durch. Am Gesamtklassement änderte sich ausnahmsweise nichts, obwohl im Sprint noch ein paar Löcher rissen. Ab dem 63. Platz wurden zunächst Rückstände gemeldet, u.a. Nairo Quintana (Movistar) mit 23 Sekunden. Allerdings strich die Jury die Abstände - anscheinend wegen eines Sturzes von Ventoso (Movistar) genau unter dem 3-Kilometer-Banner.

Gesamtwertung
1. Michael Matthews (AUS) - Orica-Greenedge 29h34:19
2. Cadel Evans (AUS) - BMC +0:21
3. Rigoberto Uran (COL) - Omega-Quick Step +1:18
4. Rafal Majka (POL) - Tinkoff-Saxo +1:25
5. Steve Morabito (SUI) - BMC +1:25
6. Matteo Rabottini (ITA) - Neri Sottoli +1:25
7. Ivan Santaromita (ITA) - Orica-Greenedge +1:47
8. Fabio Aru (ITA) - Astana +1:51
9. Tim Wellens (BEL) - Lotto-Belisol +1:52
10. Ivan Basso (ITA) - Cannondale +2:06
...
11. Nairo Quintana (COL) - Movistar +2:08
12. Wilco Kelderman (NED) - Belkin +2:11
14. Domenico Pozzovivo (ITA) - AG2R La Mondiale +2:11
17. Michele Scarponi (ITA) - Astana +2:28
27. Georg Preidler (AUT) - Giant-Shimano +3:14

Frühe Spitzengruppe durchaus mit Chancen
In der Spitzengruppe des Tages fuhren: Boem (Bardiani), Chalapud (Colombia), Haas (Garmin), Anacona (Lampre) und Thurau (Europcar). Das Hauptfeld war an der 2. von 2 Bergwerungen knapp 40 Kilometer vor dem Ziel noch 4:18 Minuten hinter der Spitzengruppe zurück. Die Chancen für das Quintett standen also gar nicht zu schlecht.

Im Hauptfeld engagierten sich jedoch immer mehr Teams in der Nachführarbeit für ihre Sprinter, zuletzt Cannondale, Giant, Trek, FDJ.fr - und sogar Lotto für einen 11. Platz. (Manchmal fragt man sich schon, was für einen Sinn diese Arbeit für ein hinteres Sprintergebnis haben soll...?) Die Sprinterteams wurden in der Schlussphase außerdem unterstützt von BMC und Tinkoff, die ihre Klassenmentfahrer vor potenziellem Ungemach abschirmten. Uneinigkeit in der Spitzengruppe ab der 10-Kilometer-Marke tat ihr Übriges dazu, dass die Flucht innerhalb der letzten 3 Kilometer doch vorzeitig beendet war.

Den Zielsprint fuhr Giant von vorne für Mezgec an. Bouhanni übersprintete den Slowenen von dessen Hinterrad rechts an der Bande. Nizzolo hatte den Sprint auf der anderen Straßenseite eröffnet und bis wenige Meter vor dem Ziel noch die Spitzenposition inne. Mit dem letzten Energiekick ging Bouhanni um einige Zentimeter vorbei.

In der Punktewertung holte sich Bouhanni das Rote Trikot von Elia Viviani (Cannondale) zurück. Viviani ergatterte zwar im Zwischensprint hinter den 5 Ausreißern die meisten Punkte, kam im Zielsprint hingegen nicht über einen 10. Platz hinaus.

Punktewertung
1. Nacer Bouhanni (FRA) - FDJ.fr 166 p.
2. Giacomo Nizzolo (ITA) - Trek 150
3. Elia Viviani (ITA) - Cannondale 139
4. Roberto Ferrari (ITA) - Lampre-Merida 121
5. Ben Swift (GBR) - Sky 92
6. Michael Matthews (AUS) - Orica-Greenedge 90
7. Tyler Farrar (USA) - Garmin-Sharp 53
8. Davide Appollonio (ITA) - AG2R La Mondiale 52
9. Luka Mezgec (SLO) - Giant-Shimano 52

In der Bergwertung waren an diesem Tag zu wenige Punkte zu verteilen, um Matthews bzw. dessen Stellvertreter Tjallingii (Belkin) aus dem Blauen Trikot zu fahren. Das dürfte sich schon auf der bergigen 8. Etappe am Samstag ändern...

Bergwertung
1. Michael Matthews (AUS) - Orica-Greenedge 14 p.
2. Maarten Tjallingii (NED) - Belkin 12
3. Robinson Chalapud (COL) - Colombia 9
4. Miguel Angel Rubiano (COL) - Colombia 9
5. Tim Wellens (BEL) - Lotto-Belisol 9
6. Cadel Evans (AUS) - BMC 8
7. Björn Thurau (GER) - Europcar 6


Einschätzung vor der Etappe: Die 7. Etappe des Giro 2014 führt vom Latium hüglig nach Umbrien. Die letzten Kilometer des Profils sind allerdings flach. So erhalten die Sprinter nach dem Valico della Somma über 40 Kilometer die Chance zur Rückkehr an die Spitze. Sollte dies genügend schnellen Männern gelingen, fällt die Entscheidung in Foligno im Sprint des großen Feldes.
Landkarte, Profil & Zeittabelle auf www.gazzetta.it

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Giro d'Italia 2014

Giro d'Italia 2014
7. Etappe (211km)
von Frosinone
nach Foligno

-km179 12:49 Valico de Aricnazzo
-km88 15:04 Rieti
-km40 16:23 Valico della Somma

Etappensieger:
Nacer Bouhanni (FRA)

Rosa Trikot:
Michael Matthews (AUS)

Rotes Trikot:
Nacer Bouhanni (FRA)

Blaues Bergtrikot:
Michael Matthews (AUS)
- vertreten durch: Tjallingii

Jungprofi-Wertung:
Michael Matthews (AUS)
- vertreten durch: Majka

Teamwertung:
BMC

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