Eschborn-Frankfurt 2017

(GER/1.UWT neu) - Siegerliste Eschborn-Frankfurt

Kristoffs Hattrick: Doppelerfolg mit Zabel

Alexander Kristoff (Katusha) gewann zum 3. Mal hintereinander Eschborn-Frankfurt. Als auf der Zielgeraden der verregneten 2017er-Ausgabe Kristoffs Anfahrer Rick Zabel den Sprint eröffnete, klaffte hinter Kristoff eine Lücke, so dass Kristoff nur noch vorbeifahren musste und Zabel mit Abstand den 2. Platz vor John Degenkolb (Trek) belegte.

Der Taunus-Klassiker gehörte 2017 erstmals zum WorldTour-Kalender, was ein paar große Namen mehr anlockte. Doch nach einem Maifeiertag mit kaltem Dauerregen blieben in einem Vorderfeld als Favoriten mit Kristoff und Degenkolb die Protagonisten der letzten Jahre übrig.

Degenkolb haderte nach dem Rennen damit, dass seinem Anfahrer Jasper Stuyven hinter Kristoff die Kette heruntergerutscht und dadurch die Lücke entstanden sei. Degenkolb selbst war da allerdings nur an 6. Position. Danach ging es nur noch darum, den Podestplatz hinter dem triumphierenden Duo zu sichern.

Erstmals im Rahmen der WorldTour

2017 stiegen 10 Rennen neu in die UCI-WorldTour auf. Es gibt bei diesen aufgestiegenen Rennen jedoch keine Startverpflichtung für die 18 WorldTour-Teams - mit dem Ergebnis, dass 7 dieser Rennställe auf einen Start bei Eschborn-Frankfurt 2017 verzichteten. So konnten ein paar mehr Wildcards verteilt werden, u.a. an eine deutsche Nationalauswahl. Zudem wurde Eschborn-Frankfurt zum ersten Mal unter den Fittichen des Tour-de-France-Veranstalters ASO ausgetragen, was die internationale Fernsehpräsenz zusätzlich befeuerte.

In der Anfangsphase des 218,7 Kilometer langen Rennens formierte sich eine Spitzengruppe mit Antoine Warnier (Veranclassic), Carl Soballa (Deutschland), Peter Koning (Aqua Blue), Dries de Bondt (Verandas Willems), Jens Wallays (Sport Vlaanderen), Brian van Goethem (Roompot), Nikolaj Trussow (Gazprom) und Twan Castelijns (LottoNL). Diese Ausreißer bestimmten lange Zeit das Bild im Taunus, hatten aber mit dem Ausgang nichts zu tun.

Die letzten 4 der insgesamt 8 Bergwertungen wurden in Mammolshain abgenommen, das letzte Mal knapp 40 Kilometer vor dem Ziel, bevor es zu den Schlussrunden an die Alte Oper nach Frankfurt ging. Die Anstiege, aber wohl eher noch das Wetter setzten den Fahrern zu, so dass u.a.der Weltmeister Peter Sagan (Bora), Marcel Kittel (Quick Step) und André Greipel (Lotto) vorzeitig vom Rad stiegen.

Regenwetter selektiert in Mammolshain

Nach der 3. von 4 Passagen am Mammolshainer Berg riss das Peloton auseinander. Aus einer ersten Gruppe setzten sich Nils Politt (Katusha) und Nico Denz (AG2R) ab und überfuhren auch die 4. Passage knapp in Front. Dahinter war eine Verfolgergruppe mit Degenkolb und Michael Matthews (Sunweb) unterwegs, aber das kleine Hauptfeld mit Kristoff auch nicht weit.

Als Politt und Denz eingeholt waren, gingen Jan Tratnik (CCC) und Aime de Gendt (Sport Vlaanderen) an die Spitze. Die Verfolger - neben Degenkolb und Matthews waren dies Martens, Bernard, Bevin, Petilli, de Tier, Guerreiro, Lobato, Dillier, Swift, Ravasi und Serry - wurden wenig später vom Hauptfeld eingeholt, als noch etwa 18 Kilometer zu fahren waren.

Auf den 3 Kilometer kurzen Schlussrunden in Frankfurt wurden Tratnik und de Gendt vor Ertönen der Schlussglocke gestellt, so dass es für einen Sprint eines kleinen Feldes angerichtet war. Zabel fuhr den letzten Kilometer von vorne, dahiner Kristoff und Stuyven.

Kontaktverluste bei Degenkolb und Stuyen

Degenkolb verlor das Hinterrad seines Anfahrers vor der letzten Kurve an Michel Kreder (Aqua Blue), und auch noch Pim Ligthart (Roompot) schob sich vor den Lokalmatador. Kreder und Ligthart waren nach Stuyvens Missgeschick nicht fähig, die Lücke zum Katusha-Duo zu schließen. In Degenkolbs Windschatten fuhr Jempy Drucker (BMC) auf den 4. Platz vor Ligthart und Lobato (LottoNL). Stuyven bekam dann doch noch den 7. Platz auf die Kette vor Maximiliano Richeze (Quick Step) und Kreder.

Mo 1. Mai 2017
Ergebnis der 56. Auflage Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt (218,7km)
1. Alexander Kristoff (NOR) - Katusha-Alpecin -:--:--
2. Rick Zabel (GER) - Katusha-Alpecin
3. John Degenkolb (GER) - Trek-Segafredo
4. Jempy Drucker (LUX) - BMC
5. Pim Ligthart (NED) - Roompot
6. Juan José Lobato (ESP) - LottoNL-Jumbo
7. Jasper Stuyven (BEL) - Trek-Segafredo
8. Maximiliano Richeze (ARG) - Quick Step Floors
9. Michel Kreder (NED) - Aqua Blue Sport
10. Ben Swift (GBR) - UAE
11. Tom Bohli (SUI) - BMC
12. Alex Kirsch (LUX) - WB Veranclassic
13. Francisco Ventoso (ITA) - BMC
14. Rudy Barbier (FRA) - AG2R La Mondiale
15. Michael Matthews (AUS) - Sunweb
16. Matiej Paterski (POL) - CCC-Sprandi
17. Tom van Asbroeck (BEL) - Cannondale-Drapac
18. Oscar Riesebeek (NED) - Roompot
19. Gaëtan Bille (BEL) - Verandas Willems
20. Nikolas Maes (BEL) - Lotto-Soudal
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