Eneco Tour 2016

(---/2.UWT) - Siegerliste Eneco Tour

Et. Startort        Zielort            km   Etappensieger      Leader
1. Bolsward Bolsward 185 Dylan Groenewegen Dylan Groenewegen
2. Breda Breda 10* Rohan Dennis Rohan Dennis
3. Blankenberge Ardooie 182 Peter Sagan Rohan Dennis
4. Aalter St-Pieters-Leeuw 201 Peter Sagan Peter Sagan
5. Sittard-Geleen Sittard-Geleen 212 BMC Rohan Dennis
6. Riemst Lanaken 185 Luka Pibernik Rohan Dennis
7. Bornem Geraardsbergen 198 Edvald Hagen Niki Terpstra
*) Einzelzeitfahren, 2) Teamzeitfahren

Terpstra mit Regen-Pflaster-Etappe zum Gesamtsieg

Niki Terpstra (Etixx) holte den Gesamtsieg bei der Eneco Tour 2016, die am Schlusstag im Regen rund um die Mauer von Geraardsbergen entschieden wurde. Der 32-jährige Niederländer hatte in der Endabrechnung 31 Sekunden Vorsprung vor Oliver Naesen (IAM) und eine Minute vor Peter Sagan (Tinkoff). Hinter den Podestplätzen ging es etwas knapper zu: Greg van Avermaet (BMC) fehlten 2 Sekunden zu Sagan, Jos van Emden (LottoNL) 3. Die ersten 6 Etappen, insbesondere die beiden Zeitfahren, schufen die Ausgangsposition für die 7. Etappe, die das Klassement gehörig durcheinander wirbelte.

Auf der 1. Etappe der Eneco Tour 2016 verwies Dylan Groenewegen (LottoNL) die versammelte Sprinterelite in die Schranken. In einem unorganisierten Massensprint gewann der niederländische Meister vor Bouhanni (Cofidis), Sagan, Boasson Hagen (Dimension Data), Kristoff (Katusha), Nizzolo (Trek), Démare (FDJ), Guardini (Astana) und Kittel (Etixx), während Ewan (Orica), Greipel (Lotto) und Degenkolb (Giant) außerhalb der einstelligen Plätze landeten.

Das 9,6 Kilometer lange Einzelzeitfahren der 2. Etappe gewann Rohan Dennis (BMC) in 10:48 Minuten. Den 2. Platz belegte Jos van Emden mit 5 Sekunden Rückstand, den 3. Platz Jasha Sütterlin (Movistar) mit 14. Dahinter wurden die Abstände etwas enger. So hatten Kelderman (LottoNL) und Brändle (IAM) je 15 Sekunden Rückstand, Sagan auf dem 8. Platz wie Kittel 17 Sekunden, Tom Dumoulin (Giant) und Tony Martin (Etixx) jedoch enttäuschende 20 Sekunden. Van Avermaet lud sich auf dem 42. Platz 33 Sekunden auf.

Auf der 3. Etappe ließ Peter Sagan die Top-Sprinter wie Statisten aussehen. Die frühen Ausreißer Elmiger (IAM), Asselman (Roompot), McNally (Wanty), Steels (Topsport Vlaanderen) und Arashiro (Lampre) schmissen den Tagessieg auf dem Schlusskilometer mit ihrem Pokerspiel weg. Sagan schlüpfte durch jede sich bietende Lücke und gewann mit einer Radlänge vor Danny van Poppel (Sky), gefolgt von Bouhanni und Groenewegen. Mark McNally kam noch auf den 5., Martin Elmiger auf den 7. Platz.

Die 4. Etappe gewann Sagan im Massensprint um wenige Zentimeter vorm aufkommenden André Greipel. Sagan verdrängte  Arnaud Démare grenzwertig im Kampf um das Hinterrad von Alexander Kristoff, was Démare mit einem Stoß quittierte. Kristoff belegte den 3. Platz vor Démare. Sagan übernahm weiteren 10 Sekunden Zeitgutschrift die Gesamtführung.

Im Teamzeitfahren fuhr BMC die 20,9 Kilometer in 23:11 Minuten und gewann die 5. Etappe mit 6 Sekunden vor Etixx, 23 vor LottoNL, 25 vor Movistar und 26 vor IAM. Sagan verlor mit Tinkoff auf dem 8. Platz 34 Sekunden - und wieder die Gesamtführung um 27 Sekunden an Dennis. In der Gesamtwertung wimmelte es nach dem Teamzeitfahren von BMC- und Etixx-Fahrern rund um Sagan, der vorläufig auf den 4. Platz zurückfiel.

Auf der 6. Etappe kam die Spitzengruppe zwar 5 Sekunden vor dem Hauptfeld durch, aber wieder reichte es nicht für McNally, weil er im Fünfersprint eingebaut war. So gewann Luka Pibernik (Lampre) eine halbe Radlänge vor McNally. Den 3. Platz belegte Bert van Lerberghe (Topsport Vlaanderen) vor Gougeard (AG2R) und Haga (Giant). Das sprintende Hauptfeld führte Nizzolo über die Linie - vor Bouhanni und Hagen.

Dann folgten die Umstürze auf der 7. Etappe. Bei einsetzendem Regen entglitt BMC die gute Ausgangsposition, schon bevor Rohan Dennis auch noch stürzte und somit die letzten Hoffnungen auf ein Top-Resultat dahin waren. Besser machte Etixx-Quick Step, die Sagan in einer Spitzengruppe mit Jungels und Terpstra unter Druck setzten, während weitere Teamkollegen von Terpstra auf Sagan aufpassten. Die Spitzengruppe reduzierte sich bis zum Sitzsprint auf steigend-nassem Pflaster auf ein Trio mit Edvald Boasson Hagen, Nik Terpstra und Oliver Naesen, die in dieser Reihenfolge den Zielstrich überquerten. Boasson Hagen hatte in der Gesamtwertung schon vorher zu viel Zeit verloren. Innerhalb der letzten 10 Kilometer fiel als letzter Fahrer Jasha Sütterlin aus der Spitzengruppe zurück und wurde durchgereicht. Den 4. Platz der 7. Etappe belegte Tom Dumoulin gemeinsam mit van Avermaet und 47 Sekunden hinter dem Spitzentrio. Weitere 2 Sekunden später kamen Sagan und Kelderman an.

Die Eneco Tour wich 2016 vor den Olympischen Spielen aus, fand also nicht im August statt, und stieß dafür im September in die Lücke der Straßen-WM, die in diesem Jahr ausnahmsweise zum Saisonabschluss im Oktober in Katar ausgetragen wird, um der größten Hitze zu entgehen.

19. bis 25. September
Endklassement Eneco Tour 2016
1. Niki Terpstra (NED) - Etixx-Quick Step 22:43:26
2. Oliver Naesen (BEL) - IAM +0:31
3. Peter Sagan (SVK) - Tinkoff +1:00
4. Greg van Avermaet (BEL) - BMC +1:02
5. Jos van Emden (NED) - LottoNL-Jumbo +1:03
6. Wilco Kelderman (NED) - LottoNL-Jumbo +1:11
7. Zdenek Stybar (CZE) - Etixx-Quick Step +1:15
8. Ion Izagirre (ESP) - Movistar +1:19
9. Tom Dumoulin (NED) - Giant-Alpecin +1:22
10. Bob Jungels (LUX) - Etixx-Quick Step +1:31
11. Jasha Sütterlin (GER) - Movistar +1:36
12. Edvald Boasson Hagen (NOR) - Dimension Data +1:44
13. Gorka Izagirre (ESP) - Movistar +1:49
14. Taylor Phinney (USA) - BMC +1:53
15. Tony Martin (GER) - Etixx-Quick Step +2:01
16. André Greipel (GER) - Lotto-Soudal +2:12
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Die Eneco Tour ging 2005 mit Erschaffung der ProTour (inzwischen WorldTour) aus der Niederlande-Rundfahrt hervor und hatte ursprünglich den Arbeitstitel «Tour of Benelux». Das 7-tägige Etappenrennen führte seither durch Belgien und die Niederlande, nicht jedoch durch Luxemburg. Namensgebender Sponsor ist immer noch der niederländische Energieversorger Eneco. Belgien und Luxemburg haben sich parallel zur Eneco Tour ihre eigene Landesrundfahrten bewahrt. In den Niederlanden gibt es hingegen keine mehr.

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